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Haplopelma longipes

Herkunft : Thailand
Lebensweise : Unterirdisch lebend
Körperlänge : ca. 6 cm
Aussehen : Diese Art ist sehr nahe mit Haplopelma lividum verwandt. Auffälligster Unterschied ist die Farbe: H. lividum hat metallisch blaue Beine, Haplopelma longipes ist dunkelbraun gefärbt. Wobei frisch gehäutete H. longipes an den Beinen (vor allem am Femur) oft blau schimmern.
Sie lassen sich recht einfach anhand der Beinlänge identifizieren. Bein IV ist deutlich länger als Bein I (RF: ~ 89). Es sind bisher nur zwei Haplopelma Arten bekannt bei denen dies der Fall ist: H. lividum und Haplopelma longipes (VON WIRTH 2002).
Haltung : Haltung wie Haplopelma lividum:
Da es sich um "Röhrenbwohner" handelt, spielt die Grundfläche des Terrariums eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist ein hoher Bodengrund (mind. 15 cm) der es ihnen ermöglich zu graben und ihre Röhre anzulegen. Die "Haplopelma-Spezialbecken" wie sie VON WIRTH & HUBER (VON WIRTH, V. & M. HUBER 2002) beschreiben, genauso wie deren Haltungsmethode (Wässern der Becken) haben sich auch bei Haplopelma longipes bewährt. Man kann sie aber auch in einer (möglichst hohen) "Fauna Box", die man bis wenige Zentimeter unter den Deckel mit Blumenerde, Kokoshumus oder einem Torf-Sand-Gemisch füllt, unterbringen — man verliert dadurch allerdings einige Vorteile, die die erwähnten "Haplopelma-Spezialbecken" bieten. Temperaturen von 23°-25°C reichen aus. Der Bodengrund sollte immer leicht feucht sein.
Verhalten : Bei Haplopelma longipes handelt es sich um eine sehr defensive Art. Bei Störungen ziehen sie sich sehr schnell in ihre Wohnröhre zurück. Haben sie nicht die Möglichkeit zum Rückzug, gehen sie in Verteidigungs-/Drohstellung. Werden sie weiter provoziert schlagen sie erst drei- bis viermal mit den Vorderbeinen nach dem Angreifer, bevor sie zubeißen.
Bemerkungen : Im Handel, vor allem im amerikanischen Raum, werden sie auch häufig unter der Bezeichnung "Cyriopagopus paganus" oder "Asian Chevron" verkauft.

Literatur:
  • VON WIRTH, V. (2002): Welche Spinne ist das? DeArGe Mitteilungen 7(11): 6-13.

  • VON WIRTH, V. & M. HUBER (2002): Einige Praxis-Tipps zur Haltung von Haplopelma Arten und anderen Röhren bewohnenden Vogelspinnen. DeArGe Mitteilungen 7 (11): 14-23.

  • VON WIRTH, V. & M. HUBER (2003): Earth Tigers – die asiatischen Vogelspinnen der Unterfamilie Ornithoctoninae. DRACO 4(16): 26-36.

  • VON WIRTH, V. & B. F. STRIFFLER (2005): Neue Erkenntnisse zur Vogelspinnen - Unterfamilie Ornithoctoninae, mit Beschreibung von Ornithoctonus aureotibialis sp. n. und und Haplopelma longipes sp. n. (Araneae, Theraphosidae). Arthropoda 13(2): 2-27.

Die beiden Artikel aus den DeArGe Mitteilungen kann man sich auf der website der Deutschen Arachnologischen Gesellschaft e.V. www.dearge.de unter dem Menüpunkt "Leseprobe" kostenlos downloaden.
Synonyme : Haplopelma sp. "longipedum"

Infos hinzugefügt von Martin Huber am 27.02.2004.
Infos zuletzt aktualisiert von Martin Huber am 22.09.2005.

Fotos von Haplopelma longipes

Haplopelma longipes
Haplopelma longipes
Haplopelma longipes

Kommentare

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Verfasst am 22.01.2011 um 15:13 von Sven Naar
Habe nun auch eine Weibchen von der Sorte kann keinerlei Aggresivität feststellen wenn man sie in Ruhe läßt und die Parameter stimmen.Wie bei so vielen Arten verhalten sich die Tiere im Normalfall absolut pflegeleicht.Hat sich auch ein wunderschönes Tunnelsystem angelegt.

Tip: lasst die Lampen aus den Terras verschwinden und wärmt die andersweitig...eure Spinnen werden es euch danken
Verfasst am 04.08.2006 um 18:00 von manuel jakus
Kleines Update zum oberen Eintrag:
Ich nehm das mit der Färbung zurück. Inzwischen hat sie sich gehäutet und von ihrem alten braun ist nichts mehr zu sehen. Sie ist nun komplett blaugrau. Zwar kein schimmerndes Lividumblau aber trotzdem sehr schön, vergleichbar mit Aphonopelma seemanni (blaue Farbform)...
Verfasst am 02.06.2006 um 04:56 von manuel jakus
Ich halte diese art (adultes weibchen) seit kurzer zeit und bin begeistert. auch wenn diese art nicht ganz so "schön" erscheint wie eine haplopelma lividum ist sie doch eine atraktive art. halte sie nach der "von wirth methode".
sie ist wie alle haplopelmas recht schnell und auch etwas aggresiv, wenn man sie reizt. wobei ich aber sagen muss das diese art etwas ruhiger auf störungen reagiert wie die lividum, sprich sie tickt nicht sofort aus, sollte man sie berühren (natürlich nicht mit den fingern) .