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Eucratoscelus pachypus  Schmidt & von Wirth, 1990

Herkunft : Tansania
Lebensweise : Unterirdisch lebend
Körperlänge : etwa 4 cm
Aussehen : Weibchen : Grundfärbung dunkelbraun, Hinterleib und Hinterbeine schwarz. Die Hinterbeine sind wesentlich dicker.
Haltung : Das Terrarium sollte eine Grundfläche von ca 25 x 25 cm aufweisen. Da die Tiere gerne graben und eine Röhre anlegen, sollte man ihnen einen Bodengrund von mind. 10 cm Höhe anbieten. Gemäß ihrer Herkunft (Savanne) bietet sich ein festeres Lehm-Sand-Bodengemisch als Substrat an, dass ihnen die Möglichkeit gibt eine stabile Röhre zu graben. Die unteren Bodenschichten dürften wie in der Natur etwas feuchter sein als die oberen,
Verhalten : Verteidigt sich durch Giftbiß. Sie lebt sehr versteckt.
Bemerkungen : Literatur:
  • GALLON, R. C. (2002): Revision of the African genera Pterinochilus and Eucratoscelus (Araneae, Theraphosidae, Harpactirinae) with description of two new genera. Bull. Br. Arachnol. Soc. 15(5): 201-232.

  • GALLON, R. C. (2004): Captive breeding Eucratoscelus pachypus. British Tarantula Society Journal 19(3): 78-81.

  • SCHMIDT, G. & V. VON WIRTH. (1990): Eine neue Vogelspinne aus Tansania Eucratoscelus pachypus sp. n. (Araneida: Theraphosidae: Harpactirinae). Arachnol. Anz. 6: 11-14.

Infos hinzugefügt von Sven L. am 01.01.2002.
Infos zuletzt aktualisiert von Martin Huber am 20.05.2004.

Fotos von Eucratoscelus pachypus

Eucratoscelus pachypus
Eucratoscelus pachypus
Eucratoscelus pachypus
Eucratoscelus pachypus
Eucratoscelus pachypus
Eucratoscelus pachypus
Eucratoscelus pachypus
Eucratoscelus pachypus
Eucratoscelus pachypus
Eucratoscelus pachypus
Eucratoscelus pachypus
Eucratoscelus pachypus
Eucratoscelus pachypus
Eucratoscelus pachypus
Eucratoscelus pachypus
Eucratoscelus pachypus

Kommentare

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Verfasst am 15.05.2006 um 08:20 von J. Wuerffel
Ich halte zzt. 1.1. Eucratoselus pachypus. (siehe pic´s oben)
Das Weibchen halte ich in einem BHT 21 x 35 x 22 eigenbau Terrarium, mit 25 cm Blumenerde als Bodengrund.
Sie kommt nur nachts ganz aus ihrer Röhre heraus , tagsüber sitzt sie aber öfter am Eingang und sonnt sich.
Als agressiv würde ich sie nicht bezeichnen, flüchtet bei Sörung tief in ihre Röhre, wird sie weiter bedrängt, beißt sie zu.

Aussehen
Weibchen: Abdomen, Carapax und Hinterbeine dunkelbraun gefärbt, das
hintere Beinpaar ist deutlich dicker als die anderen.
Carapax mit leichter sandfarbener Zeichnung.
Vorletztes Beinpaar leicht dunkelgefärbt, restliche Laufbeine
und Chelizeren hellgrau bis sandfarben gefärbt.

Männchen: Komplett sandfarben/gelblich gefärbt, keine verdickten
Hinterbeine.
Verwaschenes schwarzes Gesicht Muster auf dem
Abdomen. Femur von der Oberseite leicht schwarz gefärbt.
Carapax mit leicht schwarzem Muster, um den Aughügel
stärker schwarz gefärbt.
Die Männchen dieser Art sind mit c.a. 2 cm KL, deutlich kleiner als die Weibchen.

Besonderheiten:
Bisher hat es nur eine erflogreichen Nachzucht in Gefangenschaft gegeben (GALLON, 2004).
Die Tiere (meist adulte Weibchen), die es hierzulande zu kaufen gibt, sind daher fast alle WF, oder CR.
Größere Exemplare graben oftmals von allein keine eigene Wohnröhre mehr. Daher sollte ihnen eine Röhre vorgestochen werden, diese wird meist sofort angenommen und weiter ausgebaut


Verpaarungs Berricht:

Verpaarungs Berricht:
Die Männchen dieser Art sind mit c.a. 2 cm KL, deutlich kleiner als die Weibchen.
Ich habe, wie üblich das Männchen zu meinem Weibchen in´s Terrarium gesetzt.

Ich denke, da mein Weibchen über ihrer Röhre noch eine Art Trichter angelegt hat, hat das Männchen den Eingang nicht gleich bei ersten Anlauf gefunden, er lief nur auf dem Boden herum und hat in alle möglichen Spalten, zwischen Steinen usw. nachgeschaut. Das Weibchen saß die ganze Zeit unten in ihrer Röhre und hat von dem Männchen, wahrscheinlich gar nichts mitbekommen.
Beim zweiten Anlauf, habe ich ihn dann direkt oben auf ihr Gespinst. neben den Eingang gesetzt, er fing sofort an zu trommeln und zu zittern, worauf hin das Weibchen auch sofort aus ihrer Röhre kam.
Die Paarung lief dann sehr friedlich ab, das Männchen, führte abwechselnd den rechten und den linken Bulbus ein, bei jedem Wechsel, trommelte er ziemlich schnell, mit beiden Tastern gegen den Unterleib des Weibchens.
Männchen und Weibchen hingen c.a. 10 min. aneinander, bis sich das Männchen mit einem großen Satz von dem Weibchen löste.
Das Weibchen verharrte, wie in Trance, noch eine ganze Weile senkrecht aufgestellt.


Nachdem das Männchen am Tag nach der Verpaarung gleich ein neues Spermanetz gebaut hat, habe ich ihn 4 Tage nach der ersten Verpaarung ein zweites mal zum Weibchen gesetzt.
Auch dieses Mal habe ich ihn direkt neben dem Eingang abgesetzt.
Das Weibchen hatte den Eingang ihrer Röhre leicht zugesponnen, dies tut sie immer, wenn Futtertiere im Terrarium sind, sie aber keinen Hunger hat.
Das Männchen is erst über die Fäden gelaufen, hat sie dann zerrissen und ist zu dem Weibchen in die Röhre gekrabbelt und hat dabei heftig getrommelt.
Sie, hat sich nach kurzer Zeit in der Röhre umgedreht, und das Männchen so, vor sich her wieder nach draußen gedrängt.
Die Verpaarung fand dann halb schwebend über dem Eingang statt, wieder friedlich, und nach dem gleichen Muster, wie die Erste, rechter Bulbus, heftiges Klopfen, linker Bulbus, insgesamt hat er jeden Bulbus 4-5 mal eingeführt.
Danach hat er sich, dieses Mal weniger schnell, von dem Weibchen gelöst, sie verharrte wieder in der senkrechten Stellung.

Das Männchen hat danach relativ zeitnah ein neues Spermanetz gebaut.
Das Weibchen, hat bisher (10 Tage nach der letzten Verpaarung), noch kein Futter angenommen, habe sie vor den beiden Verpaarungen aber ziemlich dick gefüttert, um ein fressen das Männchens zu verhindern.


Gruß
Johannes
Verfasst am 18.09.2005 um 07:09 von Aaron Lindmüller
Hallo!

Habe mir gestern auf der Terraristika-Hamm ein schönes NZ-Exemplar gekauft. Das Tier zeigt eine hohe Reizbarkeit und scheint sehr gefrässig zu sein. Eucratoscelus pachypus beeindruckt zwar nicht durch schöne Farben, jedoch besitzt sie eine einmalige Körperform und ein interessantes Verhalten.

Aaron
Verfasst am 17.03.2005 um 12:00 von Gottlieb Wolf
Die E.pachypus von mir ging bereits am ersten Tag in Drohstellung ich habe das Tier an der Börse in Niederbipp erworben.Sie fühlt sich aber pudelwohl in ihrem Terrarium,sie sieht wirklich toll aus.;-)
Verfasst am 14.05.2003 um 04:51 von Swen L.
Ich habe meine E. pachypus zwar erst seit einer guten Woche, würde sie aber bisher nicht als Agressiv bezeichnen, eher schreckhaft und schnell flüchtend. Ist ansonsten ein sehr hübsches Tier das sich mal ein wenig von anderen VS unterscheidet durch ihr verdicktes letztes Beinpaar.