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Ornithoctonus aureotibialis  Von Wirth, 1997

Herkunft : Nordmalaysia, Süd- und Mittel-Thailand
Lebensweise : Unterirdisch lebend
Körperlänge : Etwa 5cm
Aussehen : Weibchen: Schwarze Grundfärbung, Körper bräunlich. Der Hinterleib zeigt eine schwache Zeichnung auf. Die Tibien haben einen orange-roten Haarsaum an der Außenseite. Bei älteren Tieren kann sich dieser etwas verlieren. Männchen: Grundfärbung beigebraun, Taster sowie Tarsen und Femora aller Beine schwarz.
Aus Süd Thailand (Surat Thani und Phang Nga) kommt eine Vogelspinne, bei der es sich vermutlich nur um eine Farbvariante von Ornithoctonus aureotibialis handelt (VON WIRTH, 2002a): Ihr fehlt der orange Haarsaum und die Gelenkringe sind etwas deutlicher. Zudem sind die Tiere etwas robuster und größer.
Haltung : Da es sich um "Röhrenbwohner" handelt, spielt die Grundfläche des Terrariums eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist ein hoher Bodengrund (mind. 15 cm) der es ihnen ermöglich zu graben und ihre Röhre anzulegen. Die "Haplopelma-Spezialbecken" wie sie VON WIRTH & HUBER (VON WIRTH, V. & HUBER, M., 2002b) beschreiben, genauso wie deren Haltungsmethode (Wässern der Becken) haben sich auch bei Ornithoctonus aureotibialis bewährt. Man kann sie aber auch in einer (möglichst hohen) "Fauna Box", die man bis wenige Zentimeter unter den Deckel mit Walderde, Blumenerde, oder einem Torf-Sand-Gemisch füllt, unterbringen — man verliert dadurch allerdings einige Vorteile, die die erwähnten "Haplopelma-Spezialbecken" bieten. Temperaturen von 23°-25°C reichen aus. Der Bodengrund sollte immer leicht feucht sein.
Verhalten : Bei Ornithoctonus aureotibialis handelt es sich um eine sehr defensive Art: Bei Störungen zieht sie sich sehr schnell in ihre Wohnröhre zurück. Hat sie nicht die Möglichkeit zum Rückzug, geht sie in Verteidigungs-/Drohstellung. Wird sie weiter provoziert schlägt sie erst drei- bis viermal mit den Vorderbeinen nach dem Angreifer, bevor sie zubeißen.
Bemerkungen : Es handelt sich um eine erst vor kurzem wissenschaftlich beschriebene Art, die Anfangs häufig unter der Bezeichnung Haplopelma minax angeboten wurde – und wird es teilweise auch immer noch (VON WIRTH, 2002a; VON WIRTH & STRIFFLER, 2005). In den letzten Jahren wurde sie aber vermehrt unter der Bezeichnung Haplopelma sp. "aureopilosum" gehandelt. 2005 wurde sie dann als Ornithoctonus aureotibialis beschrieben (VON WIRTH & STRIFFLER 2005).
Das in dem Buch "Vogelspinnen im Terrarium" von PETER KLAAS (1989) unter der Bezeichnung Melopoeus minax abgebildete adulte Männchen, sowie die Beschreibung zu der Art "Melopoeus minax – Schwarze Thailand-Vogelspinne" handeln ebenfalls von dieserOrnithoctonus aureotibialis. Bei dem in der Neuauflage (KLAAS, 2003) abgebildeten Weibchen, dürfte es sich ebenso nicht um wie die Bildunterschrift angibt Haplopelma minax sondern um Ornithoctonus aureotibialis handeln.

Literatur:
  • KLAAS, P. (1989): Vogelspinnen im Terrarium: Lebensweise, Haltung und Zucht. Ulmer Verlag, Stuttgart.

  • KLAAS, P. (2003): Vogelspinnen: Herkunft, Pflege, Arten. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart.

  • VON WIRTH, V. (2002a): Welche Spinne ist das? DeArGe Mitteilungen 7(11): 6-13.

  • VON WIRTH, V. & M. HUBER (2002b): Einige Praxis-Tipps zur Haltung von Haplopelma Arten und anderen Röhren bewohnenden Vogelspinnen. DeArGe Mitteilungen 7 (11): 14-23.
  • VON WIRTH, V. & M. HUBER. (2003): Earth Tigers – die asiatischen Vogelspinnen der Unterfamilie Ornithoctoninae. DRACO 4(16): 26-36.

  • VON WIRTH, V. & B. F. STRIFFLER (2005): Neue Erkenntnisse zur Vogelspinnen - Unterfamilie Ornithoctoninae, mit Beschreibung von Ornithoctonus aureotibialis sp. n. und und Haplopelma longipes sp. n. (Araneae, Theraphosidae). Arthropoda 13(2): 2-27.

Die beiden Artikel aus den DeArGe Mitteilungen kann man sich auf der website der Deutschen Arachnologischen Gesellschaft e.V. www.dearge.de unter dem Menüpunkt "Leseprobe" kostenlos downloaden.
Synonyme : Haplopelma sp. "aureopilosum"

Infos hinzugefügt von Sven L. am 01.01.2002.
Infos zuletzt aktualisiert von Jeannette S. am 13.06.2008.

Fotos von Ornithoctonus aureotibialis

Ornithoctonus aureotibialis
Ornithoctonus aureotibialis
Ornithoctonus aureotibialis
Ornithoctonus aureotibialis
Ornithoctonus aureotibialis
Ornithoctonus aureotibialis
Ornithoctonus aureotibialis
Ornithoctonus aureotibialis
Ornithoctonus aureotibialis
Ornithoctonus aureotibialis
Ornithoctonus aureotibialis

Kommentare

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Verfasst am 11.05.2010 um 16:23 von Bernd Wolff
Hi
Besitze seit kurzem 2 Tiere mit der Artbezeichnung : Haplopelma spec. Vietnam
KL 2cm und die sehen GENAU so aus !! Würde sage , das gibt mal wieder ein Namens-Ratespiel. Von der Haltung her aber wie Haplopelmas halt sind -Unterirdisch-
MfG
Verfasst am 29.07.2009 um 17:08 von sonja h.
ich halte einen Sling dieser Art, derzeitige Kl beträgt 2cm. Es ist die dritte röhrenbewohnende Art, die ich halte, und alle drei haben sehr unterschiedliche Verhaltensweisen. Während H. lividum die Röhre einfach nur nach unten auspinnt, und C. crawshayi unterirdisch richtig schöne Tunnelsysteme baut, hat O. auriotibialis eine sehr nette Methode mit ihrer Röhre umzugehen. Sie kleidet die Röhre nicht nur innen mit Gespinnst aus, sondern erweitert sie selbst mit Erde nach oben, indem sie kleine runde Erdkügelchen bastelt, und diese wie eine Backsteinmauer übereinanderschichtet und mit Gespinnst verklebt. Sieht wirklich schön aus.
Ansonsten ist sie oft am Röhreneingang zu sehen, eine gute Fresserin, zieht sich aber bei Störung wie die meisten Röhrenbewohner sofort in die Röhre zurück. Auch äußerlich mit der Mischung aus goldbraun und schwarz eine sehr schöne Spinne.
Verfasst am 19.04.2009 um 07:24 von Phakon Kongmueangpak
hallo leute, ich komme aus thailand und habe viele dieser arten gehalten.
zu dem verhalten kann ich nur schreiben das sie sehr schreckhaft ist.
meine wildfänge in thailand sind meisten so über 7 cm groß und nehmen sehr gierig ihr futter auf.
Verfasst am 15.06.2008 um 09:54 von Martin Huber
Ornithoctonus aureotibialis wurde nicht von von Wirth 1997 beschrieben, wir hier angegeben, sondern von Wirth & Striffler 2005!
Verfasst am 17.12.2007 um 19:34 von björn greller
kann mir einer sagen, warum so ziemlich alle thai-spinnen blau sind ???????????
hat das irgendeinen besonderen grund ?????????????
Verfasst am 18.08.2006 um 17:07 von manuel jakus
Hallo, da es zu dieser schönen Spinne leider noch keine Einträge gibt will ih mal den Anfang machen, auch wenn ich diese Art erst seit kurzem halte.
Bin halter eines Weibchens mit knapp 4cm KL welches in einer großen, transparenten Plastikbox lebt, die ich bis fast zum rand (25cm ) hoch mit Erde gefüllt hab. Darin hat sie sich eine schöne Wohnröhre bis zum Boden gegraben.
Meiner meinung nach ist diese Art neben der Haplopelma lividum die schönste asiatische Röhrenbewohnerin. Vorallem die pechschwarzen, seidig behaarten Beine mit den orangefarbenen Streifen links und rechts sind wunderschön. Dazu kommt noch, das die Beine an den Unterseiten beige gefärbt sind.
Bei aller schönheit muss man trotzdem auf ihr verhalten achten. Ich konnte zwar noch nicht beobachten, das sie sich aggresiv verhällt, jedoch ist sie sehr sehr schnell und schreckhaft. Bei der fütterung muss ich immer darauf achten, das sie nicht abhaut, da sie sobald der Deckel der Dose geöffnet ist, aus ihrer Höhle geschossen kommt.
Ansonsten: gut feucht halten, nimmt gut Futter an. Wurde früher und teilweise noch heute als Haplopelma gehandelt.

manu