Fabalista
Arachnophilia.de - Vogelspinnen im Terrarium
Arachnophilia.de - Vogelspinnen im Terrarium Alles zum Thema Vogelspinnen


Home
Arachnophilia Shop
Informationen
Oft gestellte Fragen
Arten
Terrarium
Haltung / Pflege
Häutung
Paarung / Zucht
Fachwörter
Körperbau
Literatur
Büchertips
Links
Austausch
Forum
Terrarien Galerie
Bestandslisten
Vogelspinnen Börse
Mitglieder
Mein Arachnophilia
Benutzername

Passwort

Automat. einloggen

Password vergessen?
Registrieren
Arten

Foto hochladen | Kommentar hinzufügen | Zurück zur Liste

Chilobrachys fimbriatus  Pocock, 1899

Herkunft : Indien (Panaji/Goa)
Lebensweise : Unterirdisch lebend
Körperlänge : 5-6 cm
Aussehen : Chilobrachys fimbriatus ist eine der "buntesten" Chilobrachys Arten. Spiderlinge sind einheitlich braun. Von Häutung zu Häutung geht die Farbe in ein Orangebraun über, der Carapax verfärbt sich beigebraun und auf dem Abdomen wird ein "Fischgrätenmuster" aus dunklen Linien sichtbar. Die Vorderbeine sind dunkler gefärbt als die Hinterbeine. Der Femur der Beine schimmert bläulich. Bei sehr großen Tieren wird die orangebraune Grundfarbe wieder etwas dunkler und geht in ein rehbraun über. Bei frisch gehäuteten Tieren und entsprechender Beleuchtung sind die Vorderbeine blaugrau und die Hinterbeine rotbraun gefärbt.
Haltung : Man sollte den Tieren die Möglichkeit zum Graben geben damit sie ihre Wohnröhre anlegen können d.h. ein Bodengrund von mind. 10 cm, besser 15 cm oder mehr. Die "Haplopelma-Spezialbecken" wie sie VON WIRTH & HUBER (2002) beschreiben genauso wie die darin beschrieben Haltungsmethode haben sich bewährt. Man kann die Tiere aber auch in einer "Fauna Box", die man bis wenige Zentimeter unter den Deckel mit Blumenerde, Kokoshumus oder einem Torf-Sand-Gemisch füllt, unterbringen. Temperaturen von 23°-25°C reichen aus. Der Bodengrund sollte leicht feucht gehalten werden, kann aber wie in ihrem Verbreitungsgebiet zwischendurch auch mal stark austrocknen.
Verhalten : Als Spiderlinge und juvenile Tiere graben sie recht viel, als adulte Tiere sind sie im Terrarium etwas opportunistischer in ihrem Verhalten diesbezüglich und manche Exemplare legen keine Wohnröhre an sondern spinnen das Terrarium nur stark aus.
Es handelt sich um eine nachtaktive Art die sich ab dem späten Abend am Eingang ihrer Röhre zeigt, wo sie auf Futter warten. Im Gegensatz zu Haplopelma-Arten verlassen sie ihre Röhre etwas weiter und sitzen dann im unmittelbaren Bereich davor. Wie für Chilobrachys-Arten typisch spinnen sie sehr viel und kleiden alles mit Spinnseide aus, auch die Bereiche vor ihrer Röhre werden mit einbezogen.
Beide Geschlechter sind sehr defensiv, bei Belästigung gehen sie sehr schnell in Verteidigungs-/Drohstellung. Werden sie weiter provoziert schlagen sie erst drei- bis viermal mit den Vorderbeinen nach dem Angreifer, bevor sie zubeißen.
Die Verpaarung verläuft sehr friedlich und kann einige Zeit (30 bis 60 Minuten sind keine Seltenheit) in Anspruch nehmen, in der das Männchen seine Bulben abwechselnd immer wieder einführt.
Bemerkungen : Chilobrachys fimbriatus wurde in der Natur in waagrechten Röhren in Strassenböschungen sympatrisch (= im gleichen Verbreitungsgebiet und ohne räumliche Trennung) mit Thrigmopoeus truculentus gefunden (VERDEZ mündl. Mittl.).

Literatur:
  • ŠEJNA, V. (2004): Tarantula Chilobrachys fimbriatus. Sklípkan 8(3): 87-88.

  • VERDEZ, J.-M. & F. CLÉTON (2005): Einige Natur- und Terrarienbeobachtungen zur indischen Vogelspinne Chilobrachys fimbriatus POCOCK, 1899 (Araneae: Therphosidae: Selenocosmiinae). ARACHNE 10(2): 24-29.

  • VON WIRTH, V. & M. HUBER (2002): Einige Praxis-Tipps zur Haltung von Haplopelma Arten und anderen Röhren bewohnenden Vogelspinnen. DeArGe Mitteilungen 7 (11): 14-23.


Den Artikel von VERDEZ & CLÉTON (2005) kann man sich auf der Webseite der Deutschen Arachnologischen Gesellschaft e.V. www.dearge.de unter dem Menüpunkt "Leseprobe" kostenlos downloaden. Den Artikel von VON WIRTH & HUBER (2002) findet man inzwischen auf der Seite der DeArGe im Archiv der Vereinszeitschrift.

Infos hinzugefügt von Martin Huber am 13.05.2003.
Infos zuletzt aktualisiert von Andreas Belz am 15.11.2007.

Fotos von Chilobrachys fimbriatus

Chilobrachys fimbriatus
Chilobrachys fimbriatus
Chilobrachys fimbriatus
Chilobrachys fimbriatus
Chilobrachys fimbriatus
Chilobrachys fimbriatus
Chilobrachys fimbriatus
Chilobrachys fimbriatus
Chilobrachys fimbriatus
Chilobrachys fimbriatus
Chilobrachys fimbriatus
Chilobrachys fimbriatus
Chilobrachys fimbriatus
Chilobrachys fimbriatus
Chilobrachys fimbriatus
Chilobrachys fimbriatus
Chilobrachys fimbriatus
Chilobrachys fimbriatus

Kommentare

Kommentar hinzufügen
Verfasst am 23.12.2013 um 05:11 von Nico Waas
Hallo :)
Ich besitze auch seit gestern 3 Spiderlinge dieser Art. War kein fehlkauf! Bin absolut zufrieden mit den dreien!! Hab sie in eine Heimchen Dose gesetzt die fast bis zum Rand mit Terrarium Erde voll ist. Die kleinen haben sofort angefangen ihre Röhre anzulegen. 2 Stunden später waren die kleinen im Boden verschwunden, hinterlassen haben sie nur einen Trichter & eine komplett zugesponnene dose. Bin begeistert von den 3 baukünstlern! Empfehle ich jedem diese Tiere zu halten, auch Anfängern! Ich halte nichts von der "perfekten Anfänger Spinne", die es nicht gibt! Jedes Tier muss mit Respekt behandelt werden, dann ist auch nichts zu befürchten :)
MfG Nico
Verfasst am 08.04.2009 um 14:38 von Julian T.
Hi,
hab seit KWH auch ein Tier dieser sehr schönen Art. Mir fällt auf das die Tieren wirklich sehr stark graben. Ich würde dieser Art mindestens 20cm Bodengrund anbieten.

Gruß Julian
Verfasst am 12.03.2005 um 06:04 von Andreas von Allmen
Sehr schön und sehr wehrhaft!!!
Eine echte Diva!!! ;-)
Mephista hat sich hinter und auf dem Kork ein wunderschönes Gespinst gebaut. Es besteht aus unterirdischen und überirdischen Gängen. Ganz selten zeigt sie sich in der Nacht, und verschwindet sofort, wenn ihr etwas nicht passt.
Nach meiner Meinung eine der schönsten Vogelspinnen, doch wegen dem Charakter absolut kein Anfängertier. :-P
Verfasst am 01.10.2003 um 03:35 von Bastian Bratsch
Seid gegrüsst!
Gomorrah-Elise , KL.4cm! Sie baut wunderschöne Seidene Wohnröhren.
Dabei ist zu beobachten, dass sie taktisch baut. Vor einer Häutung vergrössert sie das Gangsystem. Sie definiert sogar ein Zentrum in Form einer Kugel. Diese wird zum Häuten benutzt, und auch nach Bedarf vergrössert. Wird sie zu gross für ihre Tunnel,werden diese Ausgebessert.
Sie versiegelt die Eingänge mit nur ein Paar Fäden, um eintretende Heimchen zu bremsen, und um die Vibrationen besser zu lokalisieren.
Sie schnappt sich die Beute und zerrt sie rückwärts in ihr Zentrum.
Die Seide ist sehr stabil, manche Fäden kleben ein wenig! ( SELTEN! )
Ich musste vor einer Woche meine Gomorrah-Elise unter quarantäne stellen, da sich Milben in ihrem Terri blicken liessen. Sie ist nun wohl auf.
Recht schreckhaft, frisst gut, spinnt zu viel! Für Anfänger nix! Das umsetzen ist kompliziert, da man das Gespinnst mit einer Schere freilegen muss! Vorsicht ist dann geboten!