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Freundin wünscht sich eine Acanthoscurria geniculata, die richtige Wahl?

Erstellt von Entenzwerg, 03.03.2019, 16:40 Uhr · 18 Antworten · 1.923 Aufrufe

  1. #1
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    Freundin wünscht sich eine Acanthoscurria geniculata, die richtige Wahl?

    Hallo liebes Forum,
    ganz neu hier angemeldet und sofort eine wohl im Forum sehr unbeliebte Frage. Es ist so, dass meine Freundin nun heute das 3. mal im Rahmen einer Ausstellung (was man davon halten kann ist erstmal zweitrangig), eine A.Geniculata auf der Hand halten konnte und diese auch im Terrarium begutachten durfte. Nun ist sie schon länger auf die Idee gekommen dass sie sich gerne eine Vogelspinne halten wollen würde (Ich bin eher der Schlangenfreund). Stellt sich mir die Frage ob diese Art für den Einstieg gut durchdacht ist. Auf der Ausstellung wurde diese Art als sehr friendlich, so friedlich eine Vogelspinne nun mal sein kann, dargestellt. Allerdings liest sich das im Netz anders, undzwar dass diese Art doch eher ungeeignet sei für Einsteiger aufgrund ihres Temperaments das Arttypisch sei. Nun ist meine Frage ob dies die richtige Wahl wäre. Handling ist natürlich ausgeschlossen und soll auch nicht als Zirkustierchen herhalten.

    Ich hoffe ich werde nicht sofort wüst beschimpft für diese Frage

  2. #2
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    Moin, und herzlich willkommen im Forum!

    Nun, wenn ihr Handling ausschließen wollt und auch erst einmal hier nachfragen wollt, um euch schlau zu machen, wüsste ich nicht, warum dich jemand angehen sollte ;-)

    (Zur Frage: ich hab nur Brachypelmen, da kann ich nicht dienen. Meine sind allerdings auch sehr friedfertig. Meiner Meinung nach sind ein großzügiges Terra und eine geduldige Gewöhnungsphase wichtig, meine haben etwa ein Jahr gebraucht)

  3. #3
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    Hallo,

    ich habe auch mit einer A. geniculata angefangen. Würde Euch einen Sling empfehlen. Die häuten sich noch relativ oft und fressen und wachsen gut.
    A. geniculata würde ich absolut nicht händeln. Ich staune, dass die auf der Ausstellung Leuten eine geni auf die Hand setzen. Meist werden dafür Brachypelma oder Grammostola bevorzugt.
    Es spricht nichts gegen eine geniculata. Im Normalfall macht man im Terra nichts, ausser alle zwei/drei Wochen füttern und regelmäßig Wasser auffüllen. Da diese Art etwas feuchter gehalten wird, kann man Weisse Asseln und/oder Springschwänze mit ins Terra geben, die fressen Kot und Futterreste, so dass Ihr da auch nichts entfernen müsst.
    Es ist eine sehr verfressene Vogelspinne, aber sehr unkompliziert in der Haltung. Kann sein, dass sie auch mal auf den Wasserstrahl los geht, wenn man Wasser auffüllt und den Boden gießt. Ich öffne das Terra immer nur einen Spalt, so dass ich mit dem Ausguss der Kanne durch komme und so ist das auch kein Problem.
    Auf jeden Fall werdet Ihr sie viel sehen um so größer sie wird. Ich habe inzwischen schon die zweite Spinne dieser Art. Sie hat jetzt um die 8 Zentimeter Körperlänge und wächst noch

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  4. #4
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    Zitat Zitat von Bärbel80 Beitrag anzeigen
    Kann sein, dass sie auch mal auf den Wasserstrahl los geht, wenn man Wasser auffüllt und den Boden gießt. Ich öffne das Terra immer nur einen Spalt, so dass ich mit dem Ausguss der Kanne durch komme und so ist das auch kein Problem.
    Och, das hat meine erste Hamorii auch ab und an gebracht. Allerdings fand ich das kein "losgehen", sondern fast eher ein spielen und reinpatschen in einen plätschernden Wasserstrahl. Sie kam aber auch nicht weiß Gott wie hinzugelaufen, sondern saß eh grad da oder ging mal ein Schrittchen hin. Nach Beute haschen geht flotter.
    Aber sowas muss man selbst sehen, um es beurteilen zu können.

    PS: ich klopfe vorm Reingehen mit den Nägeln leise an, wenn es Futter gibt. Vielleicht sieht man nach einer Weile einen Unterschied in der Reaktion.

  5. #5
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    Okay also das liest sich schon mal sehr gut, dass dem Wunsch meiner Freundin wohl entsprochen werden kann. Jedes Tierchen hat da wohl auch seinen eigenen Charakter. Jetzt hab ich noch eine Frage. Undzwar bei bodenbewohnenden Arten soll die Höhe ja 30cm nicht überschreiten, da sonst ein Sturz lebensgefährlich werden kann. Sind bei den 30cm die Gesamthöhe inklusive Substrat gemeint oder abzüglich? denn bei 15cm Substrat wären ja nur noch 15cm bis Terrarienende und bei einer ausgewachsenen Spinne hat sie ja fast schon lässig ihr Beinchen über das Terrarium geschwungen. Oder sind diese 30cm ohne Substrat gemeint also ~50cm insgesamt?

  6. #6
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    Abzüglich.
    Wobei sich die Geister streiten, ob das nötig ist.
    Die Hamorii als Bodenspinnen können nur einige Zeit nach der Häutung das Glas hoch, dann wird die Haftung schlechter, am Ende geht es gar nicht mehr.
    Ich habe auch je nach Stelle nur 25-30cm Höhe, aber das ergibt sich bei dem Terra auch ganz gut, weil viel Buddelgrund drin ist.

  7. #7
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    Zitat Zitat von MarionS Beitrag anzeigen
    Och, das hat meine erste Hamorii auch ab und an gebracht. Allerdings fand ich das kein "losgehen", sondern fast eher ein spielen und reinpatschen in einen plätschernden Wasserstrahl.

    PS: ich klopfe vorm Reingehen mit den Nägeln leise an, wenn es Futter gibt. Vielleicht sieht man nach einer Weile einen Unterschied in der Reaktion.
    Die geni sieht im ersten Moment den Wasserstrahl als Beute an und haut erst ab, wenn sie merkt es ist nass. Die sehen eh kaum was, spüren das eher.
    Sagt Deine Spinne auch "Herein"? Ich neige eher nicht dazu, Vogelspinnen zu vermenschlichen.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Entenzwerg Beitrag anzeigen
    Okay also das liest sich schon mal sehr gut, dass dem Wunsch meiner Freundin wohl entsprochen werden kann. Jedes Tierchen hat da wohl auch seinen eigenen Charakter. Jetzt hab ich noch eine Frage. Undzwar bei bodenbewohnenden Arten soll die Höhe ja 30cm nicht überschreiten, da sonst ein Sturz lebensgefährlich werden kann. Sind bei den 30cm die Gesamthöhe inklusive Substrat gemeint oder abzüglich? denn bei 15cm Substrat wären ja nur noch 15cm bis Terrarienende und bei einer ausgewachsenen Spinne hat sie ja fast schon lässig ihr Beinchen über das Terrarium geschwungen. Oder sind diese 30cm ohne Substrat gemeint also ~50cm insgesamt?
    30 ist die Höhe des Terrariums ohne Inhalt. Bei 15 cm Erde bleiben nach oben noch 15 cm, ja. Ich verstehe das zwar jetzt nicht, was Du mit den Beinen meinst, aber die Spinne brauch keine Höhe, sie ist ein Bodenbewohner und die Bedingungen im Terra sind richtig, wenn sie sich auch am Boden aufhält. Klettern soll sie nicht. Grundfläche sollte sie 40 x 40 cm haben, manche nehmen auch größer. Ich bleibe bei dem kleineren Maß, da meine geni sich kaum bewegt, sie hat zwei feste Plätze, einmal auf ihrem Baumstumpf und einmal neben/in der Wasserschale. Mehr nutzt sie nicht.

  8. #8
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    Zitat Zitat von Bärbel80 Beitrag anzeigen
    Sagt Deine Spinne auch "Herein"? Ich neige eher nicht dazu, Vogelspinnen zu vermenschlichen.
    Was ist daran vermenschlichen?
    Jedes Tier, das auf Futter abfährt, ist darauf konditionierbar, dass es beim Ertönen eines Glöckchens ein Leckerli gibt. Ein Herr Pawlow wies nach, dass ein Hund beim Ertönen dieses Glöckchens bereits in Erwartung des Leckerlis an zu sabbern fängt - weswegen das auch der Pawlowsche Reflex heißt.
    Dass eine Spinne bei einem bestimmten Entreegeräusch irgendwann erwartet, dass es jetzt Beute gibt und dass es ohne dieses Geräusch nie Beute gibt, sondern nur eine sonstige Störung, finde ich nicht abwegig. Da meine Spinnchen ein ganzes Jahr brauchen, um einzuschätzen, dass ich ihnen nix tu und mich ungerührt in ihrem Terra machen lassen, vermute ich, dass andere Dinge zu lernen auch nicht schneller geht. Aber sie können es - und sie müssen es können, um sich auf ihr Revier einstellen zu können.

  9. #9
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    Zitat Zitat von Bärbel80 Beitrag anzeigen
    Die geni sieht im ersten Moment den Wasserstrahl als Beute an und haut erst ab, wenn sie merkt es ist nass. Die sehen eh kaum was, spüren das eher.
    Sagt Deine Spinne auch "Herein"? Ich neige eher nicht dazu, Vogelspinnen zu vermenschlichen.

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    30 ist die Höhe des Terrariums ohne Inhalt. Bei 15 cm Erde bleiben nach oben noch 15 cm, ja. Ich verstehe das zwar jetzt nicht, was Du mit den Beinen meinst, aber die Spinne brauch keine Höhe, sie ist ein Bodenbewohner und die Bedingungen im Terra sind richtig, wenn sie sich auch am Boden aufhält. Klettern soll sie nicht. Grundfläche sollte sie 40 x 40 cm haben, manche nehmen auch größer. Ich bleibe bei dem kleineren Maß, da meine geni sich kaum bewegt, sie hat zwei feste Plätze, einmal auf ihrem Baumstumpf und einmal neben/in der Wasserschale. Mehr nutzt sie nicht.
    Das was ich meine ist, dass so wenig mir Spinnen etwas ausmachen, ich nicht unbedingt möchte, dass sie beim öffnen der Türe sofort herausstürzt und mir in der Wohnung herumwuselt, daher war die Höhe eher als "Sicherheitsabstand" gegen Ausbrüche gedacht und nicht weil ich denke dass sie so gerne in luftiger Höhe leben mag. Aber vielen Dank für den Input den ich bis jetzt bekommen hab.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Entenzwerg Beitrag anzeigen
    ... daher war die Höhe eher als "Sicherheitsabstand" gegen Ausbrüche gedacht ...
    Öhm, eine Spinne hält man normalerweise in einen Terrarium, und nicht in einem Aquarium. Ein Terra ist vorn offen, hat Türen. Und vor Allem eine Belüftung von unten/mitte nach oben.
    Oder versteh ich da was falsch?

    Wenn ich so überleg, weiß ich auch nicht, wie eine Spinne das fände, wenn man ihr von oben kommt. Ratten können das z.B. überhaupt nicht ab wegen der Beutegreifer.
    Wäre der Zugriff mehr oder weniger "ebenerdig" nicht besser?

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