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Gammostola pulchripes als erste Spinne geeignet?

Erstellt von insectum, 03.09.2018, 16:48 Uhr · 20 Antworten · 577 Aufrufe

  1. #1
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    Gammostola pulchripes als erste Spinne geeignet?

    Hallo, Freunde der Sonne und der Spinnen!

    Mein Name ist Leonard, ich bin Schüler der elften Klasse und halte und Züchte seit geraumer Zeit allerlei Insekten.
    Hauptsächlich tropische Käfer, aber auch Fangschrecken etc..

    Wie ihr vermutlich am Titel erkannt habt, spiele ich mit dem Gedanken in die Spinnenhaltung einzusteigen.
    Die Art die ich mir ausgeguckt habe ist die Goldknievogelspinne Grammostola pulchripes, welche überall als äußerst ruhig und verhältnismäßig umgänglich beschrieben wird; aber bevor ich mir wahllos irgendein Tier anschaffe (welches sehr alt wird), muss ich mich natürlich entsprechend informieren.

    Der Plan wäre folgender:

    Ein weibliches (jung-?)Tier in ein 40x35x40 (BxTxH) Falltürterrarium.
    Darin vorn 15-20cm, hinten 25-30cm feuchter Bodengrund (Laubwald-/Kokoshumus, Torf oder Lehm ?) zum Graben, einige Korkverstecke, evtl. eine Efeutute oder Kletterficus (Ästhetik) und eine Beleuchtung (?) für die Temperatur von ca. 28°C am Tag. Natürlich auch eine kleine Wasserschale oder diese "Wasserkristalle", wobei ich kein Fan von diesen bin...
    Als Futter wären dann Blaptica dubia in entsprechenden Stadien vorhanden.
    Für die jährliche "Kälteperiode" gibt es einen Raum, der im Winter ca. 16-18°C hat.

    Das fasst in etwa meine bisherigen Überlegungen zusammen. Passt das so in etwa, habe ich etwas bedeutendes vergessen oder gibt es irgendwelche Ratschläge/Einwände?

    Ich hoffe ihr könnt mir etwas Klarheit verschaffen..

    Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen,

    Leo


  2. #2
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    Hallo Leonard

    ich halte eine G. pulchripes. Deine Ausführungen sind is auf ein paar Kleinigkeiten okay. Wassergel ist für Vogelspinnen vollkommen ungeeignet. Bei Grammostolas muss man sich auf Fresspausen der Spinne einstellen - meine geht nun seit rund 6 Monaten an nichts mehr ran (ist aber auch schon etwas älter -> Häutungsintervall ca. 2 Jahre), sieht aber noch richtig gut genährt aus. Beim Terrarium ist die Grundfläche okay, Höhe reichen 30 cm aus. Ich benutze eine Walderde/Torf-Gemisch und sie hat anfangs sehr viel gegraben. 28°C halte ich für zu warm - zumindest im kompletten Terrarium, bei meiner hat man bei den hohen Temperauren im Sommer gemerkt, dass sie sich nicht wohlfühlt. Bezügl. Feuchtigkeit halte ich ca. 1/3 des Terragrunds feucht - diese Stellen werden aber von der Spinne tunlichst gemieden. Sie mag lieber die trockenen Stellen. Das mit der "Kälteperiode" ist auch richtig, aber nur dann zwingend erforderlich, wenn du auch züchten möchtest. Aber das Wichtigste bezügl. dieser Periode ist, dass diese während unseres Sommers stattfindet, da das Tier ja auf der südlichen Halbkugel beheimatet ist. Hoffe, dass ich dir helfen konnte - Viele Grüße - Chris

  3. #3
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    Hey Chris,

    Vielen Dank für deine Antwort.

    Das mit dem Wassergel dachte ich mir beinahe, schließlich können die Kumpellitos ja nicht wirklich was festes zu sich nehmen. Dann gibt es also doch ein Wasserschälchen. (Ich dachte da an einen Wasser gefüllten Flaschendeckel oder so)
    28°C als empfohlene Temperatur hatte ich mehrmals gelesen. So 22°C sind also besser? Jedenfalls gut, dass ich nachgefragt habe und auch über "Hungerstreiks" von bis zu 18 Monaten habe ich gelesen. Ist das komplette Übertreibung oder kann das hinkommen?

    Nun habe ich noch einige Fragen... als absolut blutiger Anfänger.

    Mit "feucht" meinte ich, dass das Substrat eine solche Feuchte hat, dass es, wenn man es mit beiden Händen und leichtem Druck zu einem Brocken formt, nach wenigen Sekunden wieder von selbst zerfällt. Diese Feuchte würde auch das Graben einer Höhle ermöglichen.
    Ist das schon zu feucht?
    Und wie oft kann man damit rechnen, dass das Tier sich zeigt? Verlassen sie Tagsüber überhaupt ihren Unterschlupf? In welchem Stadium/Welcher Größe/mit welchem Alter sollte man sich eine Spinne der Art anschaffen? Ist das die Geschlechtsbestimmung bereits möglich? Und wäre mein Angebot an Bodengrund zu tief? Es wird häufig angegeben, dass diese Spinne sehr oft, sehr tief gräbt...

    Und nun zuletzt...
    Wo rät es sich am meisten, eine Vogelspinne zu erwerben? Sollte ich Ausschau auf großen Börsen/Messen wie in Frankfurt a. M. oder Hamm halten oder lieber von privaten Züchtern kaufen? Mit welchem Preis müsste ich überhaupt rechen?

    Meine Güte, gibt es noch viel zu erfahren, aber es soll dem Tier ja auch gut gehen...

    MfG,

    Leo

  4. #4
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    Also 24°C ist besser. Bezügl. Feuchte kann man das pauschal nicht beschreiben. Dein Terrarium wird ja aus Glas sein und da siehst du dann recht gut, inwiefern sich die Feuchtigkeit ausbreitet - ist es zu nass, dann wird der feuchte Bereich ja immer grösser - dann dementsprechend weniger oder gar nicht giessen. Meine hat bisher nur an den trockenen Stellen gegraben - aber das kann von Tier zu Tier variieren. Richte das Terra doch erst einmal ein und teste ein wenig herum. Wenn du den Dreh dann raus hast, dann kaufst du dir das Tier. G. Pulchripes zeigt sich erfreulicherweise auch tagsüber sehr oft (ausser während der Häutung) - aber auch das kann von Tier zu Tier variieren. Ob du dir einen Sling oder schon ein erwachsenes Tier kaufst liegt letztendlich in deinem eigenen Ermessen - G. pulchripes wächst jedoch sehr langsam. Hole dir das Tier am Besten von einem Züchter in der Nähe (Zooläden kann ich nicht empfehlen) und hole das Tier persönlich ab. Dann kannst du dich bei dem Halter nochmal zusätzlich informieren. Börsen würde ich jetzt kategorisch nicht ausschliessen, aber die Leute dort sind, je nachdem wie viel los ist, sehr beschäftigt und haben dann keine Zeit dir alle möglichen Fragen zu beantworten. Viele Grüsse - Christian

  5. #5
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    Alles Klar!

    Dann werde ich mir das Becken erstmal besorgen und dann ggf. hier ein paar Bilder einstellen.
    Irgendwie haben es mir die kleinen slings doch schon sehr angetan... bis zu welchem Alter oder welcher Größe sollte man die Slings denn in einem kleineren Behältnis aufziehen?

    Vielen Dank jedenfalls bisher! Das hat mir echt sehr geholfen!

    Grüße,

    Leo

  6. #6
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    Das ist vollkommen egal, wie groß der Behälter ist - du kannst einen Sling auch schon ins Endterra setzen. Aber die Spinne in einem solchen Terrarium zu finden ist eher schwer, da sie sich überall verstecken kann und du nicht siehst, wo die Spinne gerade ist...

  7. #7
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    Okay, das hatte ich mir auch überlegt... Dann werde ich einfach das Becken vorbereiten um ein Gefühl dafür zu bekommen und das vorläufige Gefäß entsprechend der größe der Spinne wählen.

    Grüße,

    Leo

  8. #8
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    Hole dir das Tier am Besten von einem Züchter in der Nähe (Zooläden kann ich nicht empfehlen) und hole das Tier persönlich ab. Dann kannst du dich bei dem Halter nochmal zusätzlich informieren. Börsen würde ich jetzt kategorisch nicht ausschliessen, aber die Leute dort sind, je nachdem wie viel los ist, sehr beschäftigt und haben dann keine Zeit dir alle möglichen Fragen zu beantworten.
    Das mit dem "Tier beim Züchter holen", ist ein guter Ratschlag, nur sind professionelle Züchter keine Halter und deren Infos sind nicht immer das "Gelbe vom Ei".

    Und zu den Börsen, ein guter/seriöser Züchter versucht sich für jeden Kunden Zeit zu nehmen um Fragen zu beantworten und stehen meist auch später noch zur Verfügung. Aber da wäre dann wieder das zuvor Geschriebene.

  9. #9
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    So,



    Das Terrarium hebe ich zur Terrarien-Börse in Ilsenburg am 30.09.2018 bestellt und werde mich dort auch nach der Spinne umschauen.
    Vermutlich werde ich das Tier aber vorerst im angestammten Behältnis belassen (vermutlich etwa Filmdosen groß) und sobald sie etwas gewachsen ist über eine kleine 1l Box (siehe Bild; 10cm Kantenlänge) und nach einigen Häutungen in das Terrarium umsiedeln.

    20180906_193808.jpg
    Wäre das Terrarium, in der Art der 1l Box eingerichtet, geeignet? Ich würde hinten und an den Seiten dann Kork einkleben.
    Und es mag etwas übermotiviert erscheinen, dass ich diese Dose bereits vorbereitet habe, aber man muss ja sicher gehen, dass das Behältnis auch geeignet ist...


    Grüße,
    Leo

  10. #10
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    Hi Leo,

    Copy & Paste, weil es hier vlt. noch andere Anfänger lesen.

    Die Gaze im Deckel wäre mir zu riskant. Nicht nur wegen Tarsalklauen / Autotomie, sondern auch weil die Spinne die Kunststoffgaze zerbeißen und ausbrechen kann. Ich würde mit einem Lötkolben eine Doppelbelüftung mit Löchern im Deckel und an einer Seitenwand machen. Ein kleines Loch direkt über der Wasserschale ist nützlich zum Auffüllen.

    Die Inneneinrichtung passt. Das Versteck könnte etwas kleiner sein, aber das ist Geschmackssache. Beim Endterrarium arbeitest du dann sicher mit dem aufsteigenden Substrat.

    Ich finde es gut, dass du dich rechtzeitig vorbereitest. Habe selbst monatelang recherchiert und Testläufe gemacht.

    VG KS

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