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milben?schädlich oder nich?

Erstellt von arachnorbert, 19.03.2006, 20:47 Uhr · 52 Antworten · 9.815 Aufrufe

  1. #1
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    milben?schädlich oder nich?

    heidiho!
    ich hab mir am 11.03. in kornwestheim eine brachypelma boehmi zugelegt, kl ca.3cm...das terra hatte ich schon eine weile davor eingerichtet gehabt,als substrat hab ich handelsübliche blumenerde genommen.ich halt das terra bei ca 60%,manchmal etwas mehr,manchmal etwas weniger,aber nie wirklich feucht.jetzt hab ich gerade so komische viecher auf der erde entdeckt.ich vermute dass es milben sind.sie haben eine länge von ca 1mm und sind schwach rötlich bis weißlich.ich weiß jetzt nicht was ich machen soll,ob ich umräumen soll,anderen bodengrund nehmen soll und die einrichtungen in den ofen stecken soll.oder sind diese viecher für meine kleine harmlos?
    danke im vorraus,arno


  2. #2
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    Was die kleinen roten viechers angeht weiss ich glaube ich wohl welche du da meinst, aber kann dir auch nicht sagen ob sie schädlich sind oder nicht. was mich nur gerade beschäftigt ist, dass du handelsübliche blumenerde genommen hast, denn diese kann unter umständen mit pestiziden versehen sein. wenn du das schon weisst und darauf geachtest hast, dass in der die du gekauft hast keine drin sind, ignoriere bitte diesen post, ansonsten nimm die kleine boehmei bitte schnellstmöglich aus dieser unter umständen für sie hochgiftigen umgebung heraus!

  3. #3
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    Hi.

    Ich nehme seit mehrern Jahren "handelsübliche" Blumenerde und konnte bis jetzt keine schädlichen Auswirkungen auf meine Vogelspinnen erkennen.

    Wenn es sich wirklich um Milben handeln sollte diese aber nur vereinzelnt im Terrarium auftreten, wird es schon nicht so schlimm sein. Halte dein Terrarium einfach eine Zeit lang sehr trocken. Dies dürfte dein Problem lösen. Sollten die "Milben" aber schon zu einer richtigen Plage geworden sien, würde ich dir raten den Bodengrund auszuwechseln und das komplette Terrarium mit heißem Wasser zu reinigen.

    Gruß, Damian

  4. #4
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    Hi!

    Zitat Zitat von freeekster
    Ich nehme seit mehrern Jahren "handelsübliche" Blumenerde und konnte bis jetzt keine schädlichen Auswirkungen auf meine Vogelspinnen erkennen.
    Dito, zudem kann man die auch prima mit Walderde und/oder Lehm vermengen ...
    Ergänzend:

    Zitat Zitat von [url=http://www.arachnophilia.de/forum/viewtopic.php?t=5801
    Volker von Wirth[/url]]In meinem kürzlich erschienenen Vogelspinnenbuch habe ich die Sache mit der Blumenerde aber richtiggestellt, das man nämlich einfache, billige Blumnerde verwenden kann!
    *FG*
    Uwe

  5. #5
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    Hi,

    ich hab da verschiedene "rezepte" für substrat. Am einfachsten ist natürlich walderde pur. Bei uns in der gegend ist diese aber meist zu sandig, so dass ich wenigstens ein drittel blumenerde untermische.

    Heute habe ich allerdings folgendes mischung verwendet:

    1/3 blumenerde,
    1/3 kokohum,
    1/3 sandige erde aus einem alten terra,
    eine volle heimchendose mit erde, die dicht mit weissen asseln besiedelt ist,
    eine handvoll erde mit springschwänzen,
    auf der oberfläche eine leichte streuschicht aus eichenfallaub.

    Das substrat ist für ein becken mit T. blondi gedacht.

  6. #6
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    830
    Hallo,

    Milben im Terrarium müssen nicht gleich schädlich sein, ganz im Gegenteil, man kann sie auch als Nützlinge sehen. Es hängt viel vom Mikrobiotop und den Gegenspielern ab.
    Problematisch wird es, wenn sich die Milben bei dir explosionsartig vermehren und auf die VS übergehen (auch hier, nicht jede Milbenart wird deine VS angreifen wollen). Dazu kan man eigentlich viel schreiben.

    Bei deiner B. boehmei sollte es aber, wie schon oben es jemand verfasst hat, kein Problem sein diese durch Trockenhaltung zu vertreiben. Aber hartnäckig sind die schon

  7. #7
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    388
    Hi!

    Ich erlaub mir mal mich ganz kurz einzumischen. :lol:

    Also ich hatte bei meiner A. geniculata auch 'ne Zeit lang Probleme mit Milben.
    Da ich aber weder Lust hatte das gesamte Becken auszuräumen, noch abwarten wollte ob und wann meine Spinne die Viecher abbekommt und bei der geni auch viel trockenere Haltung wohl nicht das Wahre ist, hab ich was ganz anderes ausprobiert:

    Ich hab einmal über biologische Schädlingsbekämpfung nachgedacht und bin auf eine geniale Idee gekommen (Die Bemerkung erlaub ich mir, da die Methode kaum Arbeit macht und trotzdem super klappt!) :lol:

    1.) Ich hab zuerst Springschwänze im Terrarium angesiedelt, die sich sowohl von pflanzlichen als auch tierischen Abfällen ernähren.

    Zweck: Ich hab den Milben einen Nahrungskonkurrenten geschaffen, was andersrum nicht der Fall ist, da die Springschwänze auf Erde u.ä. ausweichen konnten.

    2.) Ich habe eine Massenvermehrung der Springschwänze abgewartet.

    3.) Ich hab irgendwelche carnivoren Milben bei mir in meinen Blumenpötten gefunden, wobei diese dort schon seit etlichen Jahren leben und ich erst letztens festgestellt hab, dass sie carnivor sind als ich ne Pisaura mirabilis damit füttern wollte (wobei die Milbe nachher satter war :cry: ). Ich habe also einige große Exemplare gefangen und meiner geni gleich auf die Chelizeren gesetzt, da dort zwischen schon Milben waren.

    Zweck: Ich habe einen Räuber ins Terrarium eingebracht, der sich erstmal von den Milben ernährte.

    Da es aber unter normalen Bedingungen zum Effekt nach LOTKA und VOLTERRA gekommen wäre, also weniger Beute = weniger Räuber hatte ich schon vorher die Springschwänze als Ersatzfutter im Terrarium gezüchtet.

    Ergebnis: Nach 2 Tagen hatte die geni keine einzige Milbe zwischen den Chelizeren sitzen und nach 2 Monaten gab es nur Springschwänze und carnivore Milben im Terrarium.
    Zweischendurch gab es immer wieder ein paar von den anderen, wobei sie gleich wieder weggefressen wurden.

    Warnhinweis:

    Diese Methode ist für Spinnen unter 3 mm KL nicht geeignet!!!
    Hier werden sich beide Milben auf die Spinne stürzen!!!
    Außerdem sind das bestenfalls Heimchendosen, die sowieso schneller ausgeräumt sind, als man die Springschwänze und Milben zusammen hat.

    Problem: Ich hab keine Ahnung, wo man im Normalfall an solche Milben drankommt, wenn nicht bei mir zu Hause. :roll:


    Schreibt mal was ihr davon haltet.


    MfG Pawel!

  8. #8
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    Hallo.

    Hier mal ein Artikel zum Thema "Raubmilben":

    TIETZ, A. (2005): Erfahrungen mit dem Einsatz von Raubmilben gegen parasitäre Milben bei Skorpionen. ARACHNE 10(6): 11-14

    Gruß, Damian

  9. #9
    Registriert seit
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    Hi!

    Wär nett, wenn du mal kurz schreiben könntest, was drin steht.

    Hab ich was schlechtes gemacht? :?


    MfG,

    Pawel!

  10. #10
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    Hi.

    Zitat Zitat von Pawel
    Hab ich was schlechtes gemacht?
    Nein, hast alles richtig gemacht. :wink:

    In dem Artikel wurden unter anderem verschiedene Raubmilben-Arten beschrieben, welche sich am Besten für den "Kampf" gegen parasitäre Milben eignen und dass diese sich leider auch an den Springschwänzen vergreifen.

    Am Besten diese Ausgabe der ARACHNE nachbestellen und selbst nachlesen. :wink:

    Gruß, Damian

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