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Fresspausen bei Grammostola rosea

Erstellt von Spiderbilly, 29.11.2003, 13:04 Uhr · 42 Antworten · 6.946 Aufrufe

  1. #1
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    Fresspausen bei Grammostola rosea

    Hallo,
    meine ist grad in so einer und mich würde interessieren, warum die Fresspausen einlegen: Hat das mit dem Herkunftsort zu tun, also herrscht da gerade Trockenzeit, wo wenig Futter zu finden ist? Und wie hält die Spinne dass so lange ohne Futter aus? Kotet die dann nicht?


  2. #2
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    Billy, wenn Du Dir mal die Mühe gemacht hättest, ein wenig über das Herkunftshabitat von G. rosea herauszufinden, wäre Dir aufgefallen, dass es in Chile, wo G. rosea u. a. vorkommt, im Winter schon recht kalt wird.
    D.h. die Tiere machen eine Art Winterruhe und verbringen die kalte Jahreszeit (umgekehrt zu unseren Jahreszeiten, da südliche Hemisphäre) tief in ihren Bauten.
    Dass sie dann nicht aktiv sind und demzufolge auch nix fressen liegt auf der Hand was wiederrum die extremen Fresspausen (meine hat mal fast ein ganzes Jahr nix gefressen) begründet !

    Ich weiss ja nicht, wie wichtig es Dir ist, ob die Spinnen einen regelmässigen Stoffwechsel haben oder nicht (ich hab' mich darum noch nie geschert...) aber wenn sie nix fressen, werden sie wohl kaum was zum sch***** haben.... :roll:

    Mir ist schon klar, dass es einfacher ist andere alles möglich (und unmögliche) zu fragen, aber ein wenig Eigeninitiative bringt schon das eine oder andere Resultat !?

    LG, Ferdinand

  3. #3
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    Hallo Ferdinand!
    Du hast geschrieben, dass die Roseas ihre Winterpause in unserem Sommer machen! Könnte es nun bei einer Nachtzucht sein, dass sie sich unseren Jahreszeiten angepasst hat? Vielen Dank im voraus für die Antwort!
    Gruss Deniz

  4. #4
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    Also meine G.rosea macht auch schon mal längere Fresspausen, so drei bis vier Monate sind schon drin. Brauchst dir deswegen keinen Kopf machen 8)
    Übrigens meines Wissens fängt der "Winter" in Chile an wenn bei uns Hochsommer ist.

    Übrigens sind Foren ja auch da um auf Fragen Antworten zu bekommen, oder :wink:
    Grüsse color

  5. #5
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    Hallo,
    du hast irgendwie geladen reagiert. Naja ist ja auch egal. Dass VS aus Chile kommen weiß ich schon, aber woher soll ich wissen dass da Winter ist. Wenn das so ist, dann müssten unsere roseas immer im Sommer eine Fresspause machen und im Winter (bei uns) fressen, hab ich Recht? Aber soviel ich weiß, machen die roseas ihre Fresspausen doch immer unterschiedlich (bin mir aber nicht sicher).

  6. #6
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    Think of it this way. In the Atacama they experience seasonal fluctuations
    in temperature, water/humidity availability, day length, and food
    availability. They use one, some or all of these to entrain their annual
    cycles, to synchronize their lives with the rest of Mother Nature. Their
    species evolved in this absolutely predictable waltz of variations. Each
    individual tarantula has grown up in these conditions.

    Then somebody snatches them out their lair and ships them to the other
    side of the planet. Worse yet, we keep them in a house with
    thermostatically controlled heat. There goes any temperature clues to let
    them readjust to the new time table.

    We get up and turn the lights on every morning at 6:30 or 7:00 AM and the
    house is well lit until we turn the lights off at 10:30 or 11:00 PM. And
    this never changes regardless of what season of the year it is. We've just
    removed day length as a clue.

    Worse yet, in nature they're preprogrammed to eat as much food as
    available in preparation for the coming famine season. (There's *ALWAYS* a
    coming famine season!) During the famine season they may go hungry for
    several months before food becomes plentiful again, another seasonal clue.
    In captivity we give them all the food they'll eat and, out of instinct,
    they eat everything that we throw at them. We overfeed them thinking that
    they're starved and they don't stop eating until they're obese. Even then
    the food *STILL* keeps coming! There is no string of light meals followed
    by a few months of fasting. This destroys any food availability clues
    completely.

    Lastly, in the Atacama, as dry as it is, there are dry seasons and damp
    seasons. It may not rain often, but from time to time fog banks roll in
    from the Pacific and generally moisten everything for a few hours to
    several days. And, this tends to happen seasonally. In your home its
    always bone dry, but you always keep a dish of water in the cage. Ooops!
    There goes another clue.

    The result is that this species more than almost any other gets really
    confused about what season of the year it is. Because we've removed all
    their clues they don't know when to start eating again once they get too
    fat and stop. Neither do they know when it should be time to molt. They
    may go 2 years or more without eating or molting, before they finally pick
    up the few very subtle clues available to synchronize with the local
    seasons.
    Rose Hair Owners Please Read! How to REALLY take care of your G.rosea

    edit und ps.:

    Ich werde nicht müde diesen Link zu posten bis auch der letzte, der Probleme mit seiner G.rosea hat, ihn gelesen hat.

  7. #7
    Boris Striffler Gast
    Hallo Billy,

    da es ja bisher kaum (belegte) Informationen im deutschsprachigen Raum zu Grammostola rosea gibt, habe ich Dir mal eine kurze Zusammenfassung aus einem in Kürze erscheinenden Artikel kopiert:

    ...Es handelt sich um eine recht kälteresistente Art, deren nördlichste Verbreitung in der Atacama-Wüste Chiles und im angrenzenden Bolivien liegt. Im Großteil dieser Halbwüsten und Wüstengebieten sinken die Temperaturen während der vergleichsweise milden Winter deutlich ab und es kann zu vorübergehende Nachtfrösten kommen. Im Sommer herrschen dort heiße, trockene Tage und zeitweise eiskalte Nächte vor (MÜLLER 1996). Grammostola sind in den (chilenischen) Wintermonaten zwischen Mai und September nicht aktiv und verschließen zum Schutz vor der Kälte ihre Wohnröhre. In dieser Zeit nehmen sie kaum Nahrung zu sich und fasten problemlos zwei Monate lang. Im Frühjahr (Oktober-November) beginnt dann die Paarungszeit und im heißen Sommer (Dezember bis Anfang März) finden Eiablage und anschließend die Häutung der Weibchen statt (BÜCHERL 1951). ..."

    Im übrigen denke ich, dass sich die Tiere schon (nach einiger Zeit) den hiesigen Bedingungen anpassen. Sprich, wenn es bei uns kühler wird und auch die Terrarien kühler stehen, dann werden sie eher eine Ruhepause einlegen, als wenn es bei uns Sommer ist und dementsprechend warm ist (auch im Terrarium).


    Viele Grüße,
    Boris

    P.S.: Der Ausschnitt stammt aus Striffler, B.F. & Ziegler, T. (2003): "Ecdysis" - wenn Vogelspinnen aus der Haut fahren. DRACO Nr. 13, Jahrgang 4.

    P.P.S.: Die übrige zitierte Literatur:
    • Bücherl, W. (1951): Estudos sobre a biologia e a sistemática do género Grammostola Simon, 1892.. Sao Paulo: Instituto Butantan.
    • Müller, M. J. (1996): Handbuch ausgewählter Klimastationen der Erde. Trier: Forschungsstelle Bodenerosion der Universität Trier Mertesdorf (Ruwertal).

  8. #8
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    Danke Boris,

    das macht doch Lust auf mehr :wink: (wird Zeit das das Heft rauskommt)

  9. #9
    z.Zt. gesperrt
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    Hallo,
    danke für eure Berichte. Bei Wildfängen müsst es doch dann so sein, dass sie im Winter (bei uns) fressen und im Sommer fasten? Oder eben wenn es in den Terrarien Winter (kälter) ist, fressen und wenns warm ist fasten!?
    Könnt ihr mir sagen, wie kalt es da ist? Könnt ich indem ich die Temperatur im Terri absetz, die rosea zum fressen animieren?

  10. #10
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    hi!

    Zitat Zitat von Spiderbilly
    Könnt ich indem ich die Temperatur im Terri absetz, die rosea zum fressen animieren?
    liess dir den post von boris nochmal GENAU durch,dann wird sich deine frage beantworten...

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