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Aphonopelma seemanni

Erstellt von Zodiak, 25.06.2004, 20:15 Uhr · 5 Antworten · 2.860 Aufrufe

  1. #1
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    Aphonopelma seemanni

    Ich habe meine seemanni jetzt seit letztem Jahr November. Sie ist auch überhaupt nicht aggressiv wie ich zuvor mal gelesen habe.

    Jetzt sehe ich mich als Spinnen-Neuling aber seit einiger Zeit mit 2 Problemen konfrontiert:

    1. Hab ich erst später erfahren, das diese Gattung anscheinend sehr gerne gräbt. Ich habe aber nur eine Bodenhöhe von 4 cm. Ich wüßte auch gar nicht wie ich bei meinem Terrarium eine Bodenhöhe von 10 - 15 cm hinbekommen sollte, ohne das mir jedes mal alles herausquillt wenn ich aufmache. Also was tun ? Hat da jemand ähnliche Erfahrungen gemacht ?

    2. Anscheinend hat sich mein "Merlin" (obwohl es wohl ein Weibchen ist) zum häuten in seiner Wohnhöhle verbunkert. Will heißen.. zugesponnen und vorne nen großen Erdwall erichtet. Da sitzt er jetzt seit Februar drinn und mir kommt es schon seltsam vor das die Häutung solange dauert.
    Ok, ich habe gehört das die Tierchen sich erst abhungern... und er war auch sehr gut genährt... aber ist das echt normal ?

    Ich bin für jede Antwort und Tips sehr dankbar !!!


  2. #2
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    Aphonopelma seemanni

    Hi Zodiak,

    habe auch ne Seemanni. Bei meinem Murphy (weibl 3-4Jahre alt) ist das ähnlich. Er/sie gräbt einen dicken Haufen vor seine Korkröhre und alles ist still. Bestimmt schon seit 3 Monaten. So ca alle 2 Wochen schmeiss ich ne Heuschrecke rein, die dann aber über Nacht über den Futterjordan geht, obwohl ich fast keine Veränderung an dem Haufen erkennen kann...ausser das er noch grösser ist.
    Manchmal hat der Haufen einen kleinen Spalt, der mit ein paar Spinnfäden verschlossen ist, und man sieht nur ein oder zwei Beine.

    Das Problem mit der Erdhöhe hab ich so gelöst, das ich das "Substrat" von vorne nach hinten ansteigend reingetan hab.
    Vorne so ca 3-4cm und hinten ca 15cm-20cm auf einer Terrarientiefe von 30cm.
    Die Korkröhre hab ich ab der Hälfte so halb eingegraben, so dass die Röhre den Anschein hat als würde sie tiefer in die Erde gehn, liegt aber horizontal. (hoffentlich verstehst mein Müllgeschreibsel )
    Der Murphy gräbt solang, bis er an Glas oder Kork stösst...hab mir schon überlegt ob ich ihn/sie in ein grösseres Terrarium umsetze...
    Vielleicht häutet er sich dann?!?!? Stören will ich sie aber auch nicht. Soll ja in Ruhe leben

    Hinten aber hat er sich ne Art Notausgang nach oben gebaut, der durch Spinnfäden aber immer zu ist.

    Aber eins kann ich dir sagen...meine ist aggressiv wie die Sau, wenn sie mal draussen war und ich vor dem Terrarium nur ne Pinzette abgelegt hab, ist sie schon in Angriffstellung und sprintet Richtung Glastür (wenn sie mal eine ihrer allmonatlichen Abendspaziergänge gemacht hat, was aber wiegesagt seit ein paar Monaten auch nicht mehr vorkommt).
    Ausserdem müllt er seine eigene Wohnröhre mit Futterresten und Verdautem/Kot zu. Schrecklich sag ich nur...
    Ich hab noch ne Br.Vagans und ne Br.Albopilosum, und die sind wirklich sauber! Sie legen ihr RestHeuschreckenKnäuel sogar an die Glastür!

    Vielleicht ist das bei Aphonopelma Seemanni so, dass sie ne Futterpause im Frühsommer einlegen...da kenn ich mich leider auch nicht so genau aus, weil ich sie auch erst seit Mitte Oktober hab...

    Hoffe ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen...oder dir zumindest ein bisschen mehr Sicherheit geben was die Haltung deines Schützlings angeht.
    Ich denke nämlich das bei unseren beiden Seemannis alles mehr als in Ordnung ist.

    oh mann ich glaub ich hab zuviel geschrieben
    VIEL ERFOLG noch mit deinem Merlin

  3. #3
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    2.335

    Re: Aphonopelma seemanni

    Zitat Zitat von Zodiak
    Ich habe meine seemanni jetzt seit letztem Jahr November. Sie ist auch überhaupt nicht aggressiv wie ich zuvor mal gelesen habe.
    Hi und erstmal herzlich Willkommen hier im Forum.
    Sei froh, dass deine nicht aggressiv ist. Meine war es auch nicht, als ich sie in der Hand hatte zum umsetzen (wollte sie sogar meiner Freundin mal auf die Hand geben). Nächsten Tag hat das Vieh aber auch alles angegriffen was in ihr Terri kam - soviel zum Thema friedlich :twisted:


    Zitat Zitat von Zodiak
    1. Hab ich erst später erfahren, das diese Gattung anscheinend sehr gerne gräbt. Ich habe aber nur eine Bodenhöhe von 4 cm. Ich wüßte auch gar nicht wie ich bei meinem Terrarium eine Bodenhöhe von 10 - 15 cm hinbekommen sollte, ohne das mir jedes mal alles herausquillt wenn ich aufmache. Also was tun ? Hat da jemand ähnliche Erfahrungen gemacht ?
    Also am besten du füllst die Erde von vorne nach hinten hoch auf. So erreichst du evtl. nach hinten so 15-20 cm (je nachdem wie hoch dein Terri ist).

    Zitat Zitat von Zodiak
    2. Anscheinend hat sich mein "Merlin" (obwohl es wohl ein Weibchen ist) zum häuten in seiner Wohnhöhle verbunkert. Will heißen.. zugesponnen und vorne nen großen Erdwall erichtet. Da sitzt er jetzt seit Februar drinn und mir kommt es schon seltsam vor das die Häutung solange dauert.
    Ok, ich habe gehört das die Tierchen sich erst abhungern... und er war auch sehr gut genährt... aber ist das echt normal ?
    Hmm, also das kann schonmal sein, dass sich die Tiere solange zurückziehen. Hast du die Möglichkeit von hinten/unten in die Höhle mal reinzuschauen (ohne sie zu stören)? Schau einfach nach ob sie noch lebt. Lebt sie noch ist alles im Rahmen. Deine Spinne weiß schon selber wann sie was fressen muss und vor allem wann sie sich häuten muss.

    Einfach das Substrat etwas feucht halten (nicht nass).

    Ich wünsche Dir hier noch viel Spass im Forum...

  4. #4
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    814
    Hallo Harry,

    herzlich willkommen erst mal.

    zu 1. Normale Standard-Terris sind für grabende VS-Arten in der Regel nicht sonderlich geeignet. Wie sind denn die Maße Deines Terris? Wenn es nicht allzu klein ist, könntest Du versuchen, den Bodengrund nach hinten ansteigen zu lassen. Und wie groß ist die Spinne?

    Ich hab mir damals für meine Seemanni extra ein Terrarium mit einem besonders hohen Frontsteg besorgt. Es hat zwar mehrere Monate gedauert, bis sie angefangen hat zu graben - dann aber richtig. Seitdem sehe ich sie zwar nicht mehr sehr oft; allerdings ist sie wesentlich ruhiger und 'zufriedener' geworden.

    zu 2. Es ist für die Art durchaus typisch, sich für längere Zeit zurückzuziehen - mit oder ohne Häutung. Auch entsprechend lange Fresspausen sind nicht ungewöhnlich.

    Nachdem sich meine Seemanni im letzten Herbst eingegraben hatte, hat sie eine regelrechte Winterruhe eingelegt. Bis ins Frühjahr ward sie nicht mehr gesehen und hat in dieser Zeit von mindestens 7 Monaten auch nichts gefressen. Erst vor kurzem ist sie wieder zum Vorschein gekommen. Seitdem lässt sie sich eigentlich täglich für ein paar Stunden draußen sehen - sogar tagsüber - und fressen tut sie auch wieder.

    Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob sie sich in der Zeit auch gehäutet hat oder nicht, da sie eigentlich genau wie vorher aussieht.


    Ansonsten würde ich Dir zum Thema A. seemanni auch noch die Suche-Funktion ans Herz legen. Ähnliche Fragen wurden hier schon mehrfach durchgekaut.

    Nichtsdestotrotz beste Grüße
    Sabine

  5. #5
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    2

    Die Seemanni....

    Das waren jetzt wirklich mal nützliche Erfahrungen und Tips ! Danke an euch !!

    Mein Terrarium ist 40(B) x 30 (T) x 25 (H). Also wenn ich den Boden nach hinten erhöhe scheitert es möglicherweise an der niedrigen Höhe. Aber ich werd das auf jeden Fall mal ausprobieren. Also quasi wenn der gnädige "Herr Merlin" mal wieder rauskommt. :lol:

    Was denkt ihr wär die richtige Terrariengröße (von den Ausmaßen) für eine grabende Spinne ?

    Ich habe jetzt auch in den alten Beiträgen geforscht... da hat auch mal jemand geschrieben das man durchaus mal ein Heimchen reinsetzen kann und schauen ob die Seemanni dieses über Nacht erbeutet. Scheint das sinnvoll zu sein ? Ich will ihn ja nicht in einer eventl. Häutungsvorbereitung stören...

  6. #6
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    1.048
    Hallo Harry
    Es kommt vorallem auf die Höhe des Steges an. Ich halte meine stärker grabenden Spinnen teilweise in einen Aquarium 25x40x25 mit ca 15 cm hohen Bodengrund.
    Wenn du bei einen Terrarium (Steghöhe 4-5cm) mit einer tiefe von 30 cm den Bodengrund nach hinten auf 15-20cm aufstocken willst wird es wohl eine "Steilwand" werden die auf die dauer nicht halen wird, ausser du nimmst lehmhaltige Erde.
    Ich bevorzuge bei den "normalen Terrarien" das Format 30x40x30 (BTH) mit 10 cm hohen Steg , da ist Substrat technisch alles drin (für Bodenbewohner)

    Gruss Christoph

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