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Aphonopelma bicoloratum/seemanni-Terrarien

Erstellt von Magnus, 17.06.2008, 15:52 Uhr · 30 Antworten · 13.713 Aufrufe

  1. #1
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    Aphonopelma bicoloratum/seemanni-Terrarien

    Hallo zusammen,
    da ich mich jetzt entschieden habe,
    welche beiden Vogelspinnenarten in meinen beiden vorhandenen Terrarien
    einziehen sollen, wollte ich nochmal 3 kurze Fragen zur Einrichtung stellen...

    In mein 30 x 20 x 20er-Terrarium (LxBxH) soll eine Aphonopelma bicoloratum einziehen,
    in mein 30 x 30 x 20er-Terrarium eine Aphonopelma seemanni.

    Soweit so gut, jetzt stellt sich mir die Frage des Bodengrundes:
    Bei A. bicoloratum soll laut Artenbeschreibung lehmige Walderde
    ins Terrarium, bei A. seemanni einfach Walderde, sprich ohne Lehm.
    Lehmpulver habe ich auch noch genug vorrätig (Farbe: Orange-bräunlich)...

    Welches Produkt würdet Ihr mir also jeweils für diese Spinnenarten empfehlen?

    Kokossubstrat scheint ja für Vogelspinnen eher ungeeignet,
    höchstens zur Optik später ein bisschen hier und da zum darüber streuen...

    Von Namiba-Terra gibt es ja "Spider-Brick", ist auch gar nichtmal so teuer.
    Ist das geeignete Terrarienerde, die "Walderde"-Qualitäten hat?
    Die würde ich dann für beide Becken nehmen und eben bei A. bicoloratum
    ein bisschen mit Lehmpulver vermischen...

    Die zweite Frage bezieht sich auf die Rückwand,
    in meinem kleinen Becken habe ich eine schöne grobe Rückwand
    aus Echtrinde angebracht, das möchte ich im grossen Becken
    auch gerne so machen, stellt sich mir nur die Frage,
    ob dies für Aphonopelma-Arten im Bezug auf deren natürliche Habitate
    auch in Frage kommt, es handelt sind ja Bodenbewohner ;-)

    Die dritte Frage wäre: Wo bekomme ich geeignetes Moos her?
    Im Laden oder aus der Natur - und wo muss ich drauf achten wegen Keimen, Parasiten ect.?

    Sorry wegen der vielen Fragerei, aber ich möchte
    möglichst sorgfältig mit meinem neuen Hobby anfangen :-)


    MfG
    Magnus


  2. #2
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    123
    Hi,

    Zitat Zitat von Magnus
    In mein 30 x 20 x 20er-Terrarium (LxBxH) soll eine Aphonopelma bicoloratum einziehen,
    in mein 30 x 30 x 20er-Terrarium eine Aphonopelma seemanni.
    Also, ich bin eher der Vertreter von grösseren Becken jedoch sollten die Grundmaße reichen.
    Da meine A. seemanni sehr stark gräbt reicht m.E. die Höhe von 20 cm nicht aus. Ich fülle schon min. soviel Erde rein. Mom. sind es bei ihr hinten 25 cm und vorne knapp 20cm. Das Becken hat die Grundmaße 40x40cm was sicherlich reichlich ist. Für die A. bicoloratum sollte das BEcken m.E. reichen da diese Art scheinbar nicht so stark gräbt.

    Zitat Zitat von Magnus
    Welches Produkt würdet Ihr mir also jeweils für diese Spinnenarten empfehlen?
    Warum Erde kaufen? Du kannst dir doch aus dem Wald normale Erde holen und sie mit deinem vorhandenem Lehm mischen. Das schadet der Spinne gar nicht auch wenn du die Erde überhaupt nicht behandelst. Sprich sie einfach so ins Becken tust. Den Lehm tust du rein damit die Erde besser "hält" wenn die Spinne sich ein Röhrensystem anlegt ( so wie meine A. seemanni es tut). Zu der A. bicoloratum kann ich nicht vielsagen, da ich selber keine Halte. Jedoch sollte normale Walderde reichen.

    Zitat Zitat von Magnus
    Von Namiba-Terra gibt es ja "Spider-Brick", ist auch gar nichtmal so teuer.
    Ist das geeignete Terrarienerde, die "Walderde"-Qualitäten hat?
    Weiß ich pers. nicht. Jedoch halte ich meine VS mom. auch fast nur auf selbsgesammelter Walderde. Bis auf ein paar wenige die ihre Becken schon vor ein paar Jahren bezogen haben.

    Zur Rückwand: Warum solltest du keine einkleben? Ich habe auch bei allen Bodenbewohnern eine drin und mir gefällt es ganz gut. M.E ist es eine rein Optische Sache. Siehe die Becken von einigen Usern, die gestalten ihre Becken auch ohne Rückwand und es sieht super aus. Entscheide selber obs gefällt. Die Spinne stört es denke ich nicht.


    Zitat Zitat von Magnus
    Wo bekomme ich geeignetes Moos her?
    Am besten ebenfalls aus dem Wald. Ansonsten gibt es Moss in jedem gut sortiertem Terraristikladen. Das hat allerdings seinen Preis.
    Wegen keimen usw. solltest du dir keine Gedanken machen. Das passt schon.

    MfG Thomas

  3. #3
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    Hallo,

    ich möchte mich bezüglich der Terrigröße Thomas anschließen. Ich biete auch lieber gerne größere Terrarien an, damit ich ordentlich Erde Einfüllen kann. Dabei sind bei mir, im hinteren Bereich 20cm Erde, bei grabenden Arten, das Minimum.

    Der Waldboden hat neben dem finanziellen Aspekt noch einen weiteren Vorteil. Es befinden sich schon viele kleine Helfer in der Erde, die das Terrarium sauber halten.

    Viele Grüße
    Andi

  4. #4
    Aaron K. Gast
    Moin!

    Zitat Zitat von Snake_hod Beitrag anzeigen
    Der Waldboden hat neben dem finanziellen Aspekt noch einen weiteren Vorteil. Es befinden sich schon viele kleine Helfer in der Erde, die das Terrarium sauber halten.
    Außerdem duftet die Erde supergut und das auch nach längerer Zeit noch..
    Also, finde ich..

    Ansonsten schau doch mal hier http://arachnophilia.de/forum/showth...349#post125349.
    Das ist ein sehr ausführlicher Thread über die verschiedenen Bodengrundarten.

    Grüße,

    Aaron

  5. #5
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    Danke an Euch alle für die Tips!

    Ich tendiere irgendwie auch eher zum 30x30x20er für die Aphonopelma bicoloratum...
    Habe eben noch ein 30x20x20 zur Verfügung, deshalb diese Idee.
    Jetzt weiss ich zumindest schonmal für das erste Becken bescheid,
    wie ich das mit der A. seemanni mache muss ich dann eben später in Ruhe überlegen ;-)

    Ich werde nochmal in der Artenliste schauen,
    welche Spinne mir für mein 30x20x20er-Terrarium zusagt...

    Da ich nicht weit weg vom Wald wohne, werde ich mich dort mal nach Erde und Moos umschauen
    und hoffe, dass ich dort nicht nur "normale" braune hartwerdende Erde a'la Maulwurfshügel,
    wie sie in jedem Garten vorkommt finde, sondern eher saugfähige ähnlich der Blumenerde!

    Habe nochmal recherchiert:
    "Spider Brick" ist kein Humus, sondern auch nur Kokossubstrat - quasi 'ne Mogelpackung
    Naja das ist ja jetzt auch gelöst...

    Der Bericht über die verschiedenen Bodengründe ist klasse - Danke!


    MfG
    Magnus

  6. #6
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    2
    Moin, Moin,

    Zitat Zitat von Thomas Beitrag anzeigen
    Da meine A. seemanni sehr stark gräbt reicht m.E. die Höhe von 20 cm nicht aus. Ich fülle schon min. soviel Erde rein. Mom. sind es bei ihr hinten 25 cm und vorne knapp 20cm. Das Becken hat die Grundmaße 40x40cm was sicherlich reichlich ist. Für die A. bicoloratum sollte das BEcken m.E. reichen da diese Art scheinbar nicht so stark gräbt.
    A. seemanni
    Thomas hat recht. Meine Erfahrung sagt auch, das die A. seemanni wahre Bergleute sind. Unter 10 cm Bodengrund graben sie regelmäßig das ganze Terri um und erst ab 15 cm Bodengrund werden sie ruhiger und graben kurze Gänge. Aber erst ab 20 cm Bodengrund scheinen sie sich erst richtig wohl zu fühlen und bauen dann ein ganzes Tunnelsystem, meist drei Gänge die jeweils in einer kleinen Höhle enden. Oberirdisch einrichten tun sie das Terri sowieso wie sie es möchten.

    Dann sieht man sie nur noch wenn sie wieder Hunger haben im Becken lauern.

    Bei A. seemanni hast Du außerdem nicht viele Chancen dein estetisches Empfinden für die Einrichtung eines Terrarium umzusetzen. Meine gräbt regelmäßig alle Pflanzen wieder aus und zerlegt sie dann in ca. 5 cm. lange Stückchen. Erst wenn kein Stiehl mehr steht, ist wieder Ruhe im Becken.

    Aber, sie fühlen sich dann richtig wohl.

    A. bicoloratum
    Sie gräbt wirklich nicht sehr viel. 5 cm Bodengrund reichen da aus. Ein Stückchen leicht gebogene Korkrinde, das an der höchsten Stelle der Biegung etwa 2-3 cm Bodenfreiheit (Körperhöhe der sitzenden Spinne plus 0,5 cm Bewegungszuschlag) bietet, reicht da vollig aus. Entweden nehmen sie das dann so als Höhle an, oder sie legen darunter dann einen Gang bis auf den Terrarienboden an. Zwei von meinen habe den Kork so angenommen und die dritte hat noch einen kleine Gang bis aufs Glas unter dem Kork gebaut.

    Gruß

    Konni

  7. #7
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    62
    Moinsen =)

    zur A. Bicoloratum:
    Ich habe bei mir im Terrarium von vorne bis zum Steg, und hinten ~25cm Erde drin. Und bin sehr froh darueber, denn mein Spinnchen hat sich schon unter dem angebotenen Korkstueck selbst ne Hoehle gegraben. Sehe zwar nicht wie tief sie ist, aber sie hat um den Eingang jetzt einen Wall und z.T. ist beim Oeffnen der Schiebetuer auch schon einiges an Erde wieder aus dem Terrarium gefallen, wesshalb ich mal vermute das sie schon etwas tiefer gegraben hat.

    Ausserdem hat viel Bodengrund den Vorteil, das bei eventuellen Kletteruebungen nicht soviel "Fallweg" vorhanden ist.

    Eine Korkrueckwand hab ich auch drin, sieht meiner Meinung nach besser aus, ausserdem ist Spinnchen am Anfang relativ viel darauf rumgeklettert. (Bevor sie die Korkroehre angenommen u. umgebaut hat.

    MfG
    Paz

  8. #8
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    Danke für Eure Tips
    Sehr interessant!

    MfG
    Magnus

  9. #9
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    Moin,

    ich sehs ähnlich. Geb ihr lieber mehr Erde als zuwenig .... Vorteile:

    - wie schon angesprochen geringere Fallhöhe
    - Feuchtigkeit hält sich wesentlich besser je mehr Erde vorhanden ist
    - falls das Tierchen doch mal graben will, hats die Möglichkeit
    - es sieht auch noch besser aus
    - es trainiert Deine Armmuskeln, denn im Falle eines Umstellens musst Du mehr heben :P

    Gruss
    janet

  10. #10
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    Hallo zusammen,
    ich habe heute mein Terrarium (30x30x20) komplett eingerichtet,
    jetzt muss nur noch der Bodengrund trocknen, dann der Probelauf losgehen
    und dann kann die Aphonopelma bicoloratum auch bald schon einziehen :-)

    Hier mal ein paar Bilder des Terrariums...
    Auf dem letzten Bild sieht man die Rindenhöhle von der Seite,
    ist also doch schon länger als sie auf den ersten Bildern aussieht.

    Terrarium, Frontansicht:



    Terrarium, Höhlenansicht:



    Terrarium, Seitenansicht:




    MfG
    Magnus

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