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B. albopilosum - ein paar Fragen nach einem Jahr Haltung

Erstellt von Shina, 17.08.2016, 13:20 Uhr · 7 Antworten · 701 Aufrufe

  1. #1
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    B. albopilosum - ein paar Fragen nach einem Jahr Haltung

    Hallo,
    seit knapp einem Jahr habe ich nun eine B. albopilosum, die sich m.E. inzwischen gut eingelebt hat.
    Dennoch haben sich mit der Zeit noch einige Fragen angesammelt. Wäre super, wenn ich gute Tips bekommen könnte.

    1. Die Spinne wohnt in einem 30x30er Glaswürfel mit Doppelbelüftung. Zudem gräbt sie sehr gern, und hat sich (wie auf dem ersten Bild zu erahnen ist) auf der Rückseite nach rechts, hinten und links jeweils bis zur Glasscheibe durchgegraben.
    Sollte ich ihr deswegen ein größeres Terrarium holen, oder ist das so in Ordnung? Ich möchte nicht, dass sie sich eingeengt fühlt, habe aber andererseits auch nicht den Eindruck, dass sie sich unwohl fühlt, da sie viel Zeit in oder vor ihrer Höhle verbringt und gut frisst.

    2. Als Bodengrund habe ich ein Blumenerde-Sand-Gemisch, bin aber nicht glücklich damit. Da ich die Spinne die meiste Zeit sehr trocken halte, zieht sich die Erde zusammen und formt so einen ca. 1cm breiten Spalt an jeder Wand, der nicht schön aussieht und in den sich Heimchen manchmal Stunden oder sogar Tage verkriechen. Die Erde nimmt zudem kaum frisches Wasser auf, sodass das Wasser nur abperlt und durch den Lüftungsschlitz nach draußen läuft.
    Deswegen möchte ich gerne auf Maulwurfhügelerde umsteigen. Da habe ich allerdings bei Achatina Fulica schon schlechte Erfahrung mit Schimmel gemacht. Wie feucht soll die Erde denn gehalten werden? Entstehen beim Austrocknen nicht auch wieder überall Risse? Und wie stark soll die Erde zusammengepresst werden? Eher locker oder eher 'lehmig'?

    3. So oder so muss ich meine B. albopilosum ja bei Terrariumsarbeit in eine Heimchenbox o.ä. umquartieren. Leider kommt sie selten komplett aus ihrer Höhle heraus, und wenn sie merkt, dass das Terrarium offen ist, verschwindet sie in ihrer Höhle. Wie soll ich sie da möglichst stressfrei herausbekommen?

    4. Zuletzt noch eine kurze Frage zu Futtertieren. Da ich nur eine Spinne habe, lohnt sich eine Zucht nicht, daher kaufe ich immer nach. Bisher waren das Heimchen, aber die zehren durch das ständige Zirpen so langsam an meinen Nerven, deswegen wollte ich auf Schaben (vielleicht die Argentinische Waldschabe?) umsteigen. Muss ich dabei etwas besonderes beachten? Kann ich jede Schabenart meiner B. albopilosum ohne Gefahr verfüttern?

    Hier noch ein paar Bilder.

    2016-07-06 (1).jpg

    2016-07-06 (3).jpg

    2016-01-13 (3).jpg

    2016-01-24 (2).jpg

    2016-03-06 (2).jpg

    2016-06-06 (3).jpg

    Vielen Dank im Voraus!

    Liebe Grüße
    Shina


  2. #2
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    1.819
    Zitat Zitat von Shina Beitrag anzeigen
    Hallo,


    1. Die Spinne wohnt in einem 30x30er Glaswürfel mit Doppelbelüftung. Zudem gräbt sie sehr gern, und hat sich (wie auf dem ersten Bild zu erahnen ist) auf der Rückseite nach rechts, hinten und links jeweils bis zur Glasscheibe durchgegraben.
    Sollte ich ihr deswegen ein größeres Terrarium holen, oder ist das so in Ordnung? Ich möchte nicht, dass sie sich eingeengt fühlt, habe aber andererseits auch nicht den Eindruck, dass sie sich unwohl fühlt, da sie viel Zeit in oder vor ihrer Höhle verbringt und gut frisst.
    Nen 30er Würfel sollte genügen, aber wenn du Geld übrig hast und sie eh bald mal rausholen musst wegen einem Erdwechsel, dann kannst du durchaus ein etwas größeres Terrarium nehmen. 40X30X30, oder 40x40x40 und dann auch viel erde reinpacken. Solltest du dieses Terrarium behalten, empfehle ich dir aber die stellen hinten am Glas dunkel abzukleben, damit da nicht zuviel Licht hineinscheint.

    Zitat Zitat von Shina Beitrag anzeigen
    2.Als Bodengrund habe ich ein Blumenerde-Sand-Gemisch, bin aber nicht glücklich damit. Da ich die Spinne die meiste Zeit sehr trocken halte, zieht sich die Erde zusammen und formt so einen ca. 1cm breiten Spalt an jeder Wand, der nicht schön aussieht und in den sich Heimchen manchmal Stunden oder sogar Tage verkriechen. Die Erde nimmt zudem kaum frisches Wasser auf, sodass das Wasser nur abperlt und durch den Lüftungsschlitz nach draußen läuft.
    Deswegen möchte ich gerne auf Maulwurfhügelerde umsteigen. Da habe ich allerdings bei Achatina Fulica schon schlechte Erfahrung mit Schimmel gemacht. Wie feucht soll die Erde denn gehalten werden? Entstehen beim Austrocknen nicht auch wieder überall Risse? Und wie stark soll die Erde zusammengepresst werden? Eher locker oder eher 'lehmig'?
    Brachypelma albopilosum

    Ich empfehle dir mal diesen Link durchzulesen. Brachypelma albopilosum kommt aus eher feuchten Gebieten Mittelamerikas und wird keineswegs trocken gehalten!!! Von daher erübrigt sich deine frage dahingehend wenn du sie zukünftig richtig halten willst. Ich würde dir Lehmige Erde empfehlen und die schön fest ins Terrarium einbringen, da kannst du tolle höhlen bauen.
    Vorne kannst du mit Rindenstücken die gerade sind den Steg noch etwas erhöhen, so kannst du mehr erde hineinpacken und das Wasser läuft dir auch beim anfeuchten nicht immer direkt aufs Lochblech und besudelt alles.

    P1180282.jpg P1180283.jpg P1180284.jpg

    Aber bei der Albopilosum würde ich nie ganz trocknen lassen, wie gesagt, sie kommt aus eher feuchten Gegenden Mittelamerikas. Richtig schöne Lehmerde zieht sich aber - im Gegensatz zu gekaufter erde - kaum zusammen wenn man sie richtig eingebracht hat.

    Zitat Zitat von Shina Beitrag anzeigen
    3. So oder so muss ich meine B. albopilosum ja bei Terrariumsarbeit in eine Heimchenbox o.ä. umquartieren. Leider kommt sie selten komplett aus ihrer Höhle heraus, und wenn sie merkt, dass das Terrarium offen ist, verschwindet sie in ihrer Höhle. Wie soll ich sie da möglichst stressfrei herausbekommen?
    Na wenn du nur kurze arbeiten im Terrarium machen willst, dann kannst du sie doch drin lassen. Solltest du eh alles raushauen und neue erde reinpacken, dann kannst du sie ganz vorsichtig mit einem löffel ausgraben, oder wenn es möglich ist kannst du sie mit einem langen Pinsel aus der höhle schieben. Geht natürlich nur wenn die höhle nicht zutief ist. Ich schiebe dann diesen Pinsel vor die Spinne und stubbs sie immer wieder an, so laufen sie dann rückwärts aus der höhle hinaus.

    Zitat Zitat von Shina Beitrag anzeigen
    4. Zuletzt noch eine kurze Frage zu Futtertieren. Da ich nur eine Spinne habe, lohnt sich eine Zucht nicht, daher kaufe ich immer nach. Bisher waren das Heimchen, aber die zehren durch das ständige Zirpen so langsam an meinen Nerven, deswegen wollte ich auf Schaben (vielleicht die Argentinische Waldschabe?) umsteigen. Muss ich dabei etwas besonderes beachten? Kann ich jede Schabenart meiner B. albopilosum ohne Gefahr verfüttern?
    Du kannst die Männlichen Heimchen auch einfrieren, dann hast du auch immer schön Futter für "Notzeiten". Ich hab immer eine Ration im Gefrierschrank. Aber sonst kannst du fast alles versuchen zu Füttern was nicht größer als die Spinne ist, ich empfehle aber lieber relativ kleine Futtertiere und dafür öfter Füttern. Entspricht wohl eher den natürlichen Gegebenheiten.
    - Schaben
    -Heuschrecken
    -SteppenGrillen (Die Männchen Zirpen aber noch ne stufe lauter als Heimchen)

    Grüße

  3. #3
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    Zitat Zitat von Patrick_81 Beitrag anzeigen
    Na wenn du nur kurze arbeiten im Terrarium machen willst, dann kannst du sie doch drin lassen. Solltest du eh alles raushauen und neue erde reinpacken, dann kannst du sie ganz vorsichtig mit einem löffel ausgraben...

    - Schaben
    -Heuschrecken
    Huhu,

    da kann ich Patrick nur zustimmen: das mit dem Löffel ist bisher für mich die nervenschonendste Variante für Mensch und Spinne gewesen. Wenn genug Erde beim rauslöffeln unter der Spinne ist, reagiert sie kaum, und du kannst sie problemlos ins nächste Becken/Heimchendose usw heben.

    Wir haben die Schaben für unsere grösseren Brachy´s, da Heuschrecken von ihnen verschmäht wurden und glücklich an Altersschwäche gestorben sind. Der Vorteil bei ihnen ist, sie sind still, geruchsarm ( ) genügsam, langlebig und den Nachwuchs kannst du an kleine Spinnen/Spiderlinge verfüttern. Wir halten sie in einer grösseren Plastikbox, auf einer Schicht Haferflocken und einem Teller für Wasser, bzw einen mit Wasser getränktem Wattebausch. Gefüttert werden sie mit Obst usw. Als Versteck haben wir eine Klopapierrolle drin, mit denen sie Nachts durch die Box rollen, total witzig..

    LG
    Melli

    PS: wunderschöne Spinne.. ist bei mir schon auf dem Wunschzettel.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Melli*KI Beitrag anzeigen
    PS: wunderschöne Spinne.. ist bei mir schon auf dem Wunschzettel.
    Als Tip...versuch, an die 'echten' ranzukommen. Aktuell gibt es noch NZ von Tieren aus Nicaragua als Import aus GB. Überhaupt nicht zu vergleichen mit den Hobby Mischmasch-albos.
    Mit die schönsten VS überhaupt!

  5. #5
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    Zitat Zitat von Andreas Be Beitrag anzeigen
    Überhaupt nicht zu vergleichen mit den Hobby Mischmasch-albos.
    Huhu,

    das erklärt grad einiges. Ich hab diese Spinne nämlich immer mal im Handel gesehen, in verschiedenen Grössen, und konnte die Tiere kaum mit den Spinnen von den Bildern im Forum unter einen Hut bringen. Und da das Auge halt einfach mit entscheidet hab ich bisher die Finger davon gelassen. Mir kam das so vor, als wenn da ein falscher Name am Terra stand. ^^

    Danke für den Tipp! Hab hier im Forum auch grad schon eine Bezugsquelle geflüstert bekommen.

    LG
    Melli

  6. #6
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    Heya,

    ich hab mir nich alle Bilder hier im Forum angeschaut, aber ich behaupte einfach mal dass keine davon eine 'reine' albo ist.
    Das hier wäre z.B. eine reine aus Nicaragua...je nach Beleuchtung schimmern die Haare fast weiss.

    (Quelle: The Spider Shop UK)
    B_albopilosa_REAL5.jpg

  7. #7
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    Wir haben das Thema gewechselt.. Sorry Shina !

    Ach, ihr verwirrt mich..

    Ich kann nur sagen das keine der Spinnen, die ich im Handel gesehen habe, so ein Prachtwuschel war. Sie sahen immer eher wie etwas (!!!!) stärker behaarte dunkle Spinnen aus. Statt Kraushaarvogelspinne eher Fönwellenvogelspinne.. Absolut kein Vergleich zur Spinne von Shina oder der auf deinem Bild.

  8. #8
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    Hallo

    Ich hatte mich noch gar nicht für die vielen ausführlichen Antworten bedankt... besser spät als nie, also dankeschön!

    Inzwischen bin ich auf (nichtzirpende) Heuschrecken und Schaben umgestiegen, damit bin ich glücklicher als mit Heimchen. Die Erde ist inzwischen auf guten Rat hin stets feucht, aber zu natürlicher Erde wechseln möchte ich trotzdem immer noch. Es ist gar nicht so einfach, gute Erde zu finden.

    Mein eigentliches Anliegen ist gerade allerdings ein Verhalten meiner Vogelspinne, dass ich mir nicht erklären kann. Für euch Spinnenspezialisten ist das aber bestimmt leicht:
    Meine B. Albopilosum sitzt seit ca. 2 Monaten nur noch in ihrer Höhle. Erst war sie so tief darin, dass ich sie nur noch durch ein 'Fenster' im Hinteren des Terrariums sehen konnte, dann hat sie einen Erdberg vor den Eingang geschoben. Nach etwa einem Monat habe ich ein kleines Loch in den Berg gegraben und mit einer Taschenlampe geschaut, ob in der Höhle alles in Ordnung ist, da auch kein Futter aufgenommen wurde. Am Tag darauf hat meine Spinne mit einem noch größeren Schwall Erde reagiert und das Loch wieder verschlossen, seitdem habe ich es nicht mehr probiert. Die Heuschrecke, die im Terrarium lebte, ist vor ca. einer Woche einen glücklichen Alterstot gestorben. Gehäutet hat sich meine Spinne ziemlich sicher nicht, da ich wie gesagt hinten ins Terrarium hereinschauen kann, wenn ich die Abdeckung entferne, da sie ihre Höhle bis zum Glas gebaut hat. Ist das Verhalten denn normal? Muss sie nicht langsam mal wieder etwas fressen (nach über 8 Wochen)?

    Noch eine Sache, die vielleicht relevant ist: Vor einiger Zeit hatte ich Heuschrecken im Laden gekauft und wie gewohnt in einer Plastikbox gehalten. Doch schon nach einer Woche sind mir alle gestorben. Alle hatten nach kürzester Zeit 'Lähmungserscheinungen', erst konnten sie kaum noch springen, dann ihre Beine nicht mehr bewegen. Dann sind sie alle umgefallen und gestorben. Eine dieser Tiere hatte meine Spinne kurz vorher gefressen (dieses Tier hatte zu dem Zeitpunkt noch keine Symptome). Ich hoffe, dass es keine 'übertragbare' Krankheit war. Auch ist mir aufgefallen, dass das einzige Tier, was lange Zeit überlebt hat, die Heuschrecke im Spinnenterrarium war, die danach nicht mehr angerührt wurde.

    Hat jemand irgendeine Idee, was das für eine Krankheit sein kann und ob es für meine Spinne eventuell gefährlich war?

    Viele Grüße!
    Shina

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