Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 11 bis 20 von 24

Brachypelma smithi

Erstellt von Seziererin, 26.04.2017, 22:04 Uhr · 23 Antworten · 875 Aufrufe

  1. #11
    Registriert seit
    05.04.2017
    Beiträge
    14
    Natürlich geschieht es in der freien Natur für sie dann auch mal ähnlich. Ein Stein, eine Wurzel, irgendetwas im Weg, dass die Vogelspinne vom weitergraben abhält.
    Die Gründe, aus denen sich Vogelspinnen verstecken, sind selbstverständlich im Terrarium nicht gegeben. Aber woher soll eine Vogelspinne das wissen? Hantiert jemand am Terrarium herum, ist das schon eine Stresssituation. Sie weiß ja nicht, ob da gerade ein Fressfeind auf der suche nach Frischfutter ist. Sie hat nur wenige Möglichkeiten sich zu wehren. Und diesen Stress bekommt sie erst gar nicht, wenn sie eine Höhle hat. Und umso besser diese ist, umso weniger Stress hat sie bei Störungen. Und wenn das Terrarium 20 cm hoch ist, kann sie da garantiert nicht die gewünschte Versteckmöglichkeit einbauen. Hat das Tier in der freien Wildbahn gemerkt, dass sie nicht weitergraben kann, dann wird sie auch nicht denken "Ja dann bleibe ich einfach hier, ist eh egal." sondern eher Stress ausgesetzt sein, als eine mit tiefem, geschütztem Tunnel.
    Das war jetzt ein bisschen ausladend, aber wenn die Spinne ne 5 cm tiefe Höhle hat, wird sie damit nicht "zufrieden" sein. Und deswegen ist es wichtig. mit 20 cm+ hat sie definitiv bessere Chancen, ein ruhiges, stressfeies und somit auch längeres Leben zu führen als bei 5-10 cm.
    Und wenn ich meinem Haustier das bestmögliche Leben bieten kann, dann versuche ich das auch. Vor allem ist es ja wirklich kein Aufwand, einfach ein höhers zu holen.

    Und deswegen: stimme zu, 20 cm haben mir nicht gefallen. Habs in live gesehen und das bietet wirklich zu wenig... vor allem bei Falltür. Da kann man nicht viel bieten.

    Und muss ich wirklich darauf achten, dass die Erde lehmig ist? Weiß nicht, wie ich das dann so wirklich erkennen kann... habe nie wirklich Gartenarbeiten oder ähnliches gemacht und bin auf diesem Gebiet dementsprechend unerfahren.

    Habe auch Terrarien gesehen, in denen smithis auf 1-2 cm Bodengrund saßen. Man weiß nicht, ob sie sich wohlfühlen, aber smithis sind nunmal Gräber und ich kann mir vorstellen, dass sie so ohne "erweiterten" Rückzug durchaus mehr Stress gegenüberstehen.


  2. #12
    Registriert seit
    06.03.2015
    Beiträge
    616
    @Ben

    Dann erkläre mir mal, welchen Unterschied es genau für's Tier macht, ob da nun 20 oder 25-30cm Erde sind. Bin gespannt auf die fundierte Antwort.
    Und dann erkläre mir mal, wieso ein Tier auf 20cm weniger "artgerecht" gehalten wird, als eines, das im hinteren Bereich eines Glaskastens 5 oder 10cm mehr hat.

    Ach ja...und noch was...es gibt keine B. smithi mehr im Hobby, die heisst B. hamorri. Aber wer die genauen cm-Angaben kennt, wußte das sicherlich bereits


    @Seziererin
    Woher eine VS das weiss, dass im Terra keine Bedingungen wie in der Natur herrschen? Ich vermute stark, sie spürt dass sie tagsüber ausserhalb ihrer Höhle nicht gegrillt wird....und sie sich nicht bis sonstwohin buddeln muss, um an Feuchtigkeit zu gelangen. Ist nur ne Theorie

  3. #13
    Registriert seit
    21.04.2013
    Beiträge
    290
    Zitat Zitat von Patrick_81 Beitrag anzeigen
    Hoher Bodengrund ist ein muss bei einer artgerechten Haltung für Vogelspinnen!
    Mega Bullshit!

    Wenn dem so wäre, beziehst du einen Großteil deiner Tiere von verantwortungslosen Spinnenzüchtern die das professionell betreiben!

    Ergo: du unterstützt eine tierschutzwidrige Menschengruppe und förderst es zudem, dass Tiere unter mangelhaften Bedingungen gehalten, gezüchtet und vermarktet werden.

    Doppelmoralist mit selektiver Wahrnehmung! Und komm mir jetzt nicht mit dem scheinheiligen Argument, dass sie aus Platzgründen keine andere Option haben sonst haue ich dir die nächsten Argumente um die Ohren.

    btw: artgerechte Haltung und Spinnen in Terrarien halten ist ein Widerspruch in sich mon ami...

    Wer ist eigentlich dieser Ben? Infos gerne per PN

  4. #14
    Registriert seit
    05.04.2017
    Beiträge
    14
    Zitat Zitat von Andreas Be Beitrag anzeigen
    @Seziererin
    Woher eine VS das weiss, dass im Terra keine Bedingungen wie in der Natur herrschen? Ich vermute stark, sie spürt dass sie tagsüber ausserhalb ihrer Höhle nicht gegrillt wird....und sie sich nicht bis sonstwohin buddeln muss, um an Feuchtigkeit zu gelangen. Ist nur ne Theorie
    Naja, das sind aber Faktoren, die auch je nach Standort der Spinne in der freien Natur der Fall sein kann.
    Aber selbst wenn sie dann den Unterschied so genau wahrnimmt, wüsste sie ja trotzdem nicht, dass sie im geschützten Terrarium ist. Sie kann ja nicht wissen, dass sie dort (meistens) keine Fressfeinde hat. Sie wird ja deswegen nicht den Instinkt, sich zu verstecken und zu schützen, ablegen... Sie kann es nunmal nicht wissen und wird deswegen nicht minder darauf aus sein, sich zu schützen.

    Und ich bin zwar nicht Ben,
    aber der Unterschied ist, dass die Vibrationen gedämpft werden. Wenn sie also eine 20 cm tiefe Höhle hat, ist sie trotzdem näher an evtl. Fressfeinden oder eben vermeintlichen Fressfeinden (hantieren im Terrarium), was dann wohl Stress auslösen wird. Umso geringer die sind, umso geschützter ist sie ja auch. Und auch 5 cm machen einen Unterschied, wenn auch keinen allzu großen. Aber umso sicherer, umso besser geht es ihr natürlich auch.

  5. #15
    Registriert seit
    21.04.2013
    Beiträge
    290
    Einer der Hauptaspekte warum diese Kreaturen graben ist der, dass sie sich damit die optimalsten Bedingungen schaffen können bzgl. Wärme und (Luft)feuchtigkeit. Niemand kann deswegen (in einem Terrarium) das der Spinne zur Verfügung stellen. Auch nicht Typen mit einem Hang zu subjektiv wichtigen Gestaltungsfummeleien.

    Aber fürs Ego ists halt besser wie der Porsche den einer braucht als Kompensation mangelnder Qualitäten.

  6. #16
    Registriert seit
    17.01.2014
    Beiträge
    1.819
    Man muss sich deswegen ja auch nicht streßen. Es gibt sicher für beide seiten Argumente. Ich biete einfach so viel Bodengrund an wie es geht, weil viele dies einfach krass ausnutzen und auch im Terrarium graben wie der teufel.

    Die Erfahrung zeigt - Ältere Spinnen graben wenig bis gar nicht und jüngere Spinnen oft, sogar bei arten die nicht zu den Grabenden zählen. Aber die Verhältnisse wie in der Natur wird man wohl eh nie nachstellen können. In der Natur stößt man ja auch nicht nach 20 cm auf glas.

  7. #17
    Registriert seit
    06.03.2015
    Beiträge
    616
    Patrick, ich hatte 9 verschiedene Brachypelma, und mehrere albopilsoum, Hobbyform als auch Nicaragua Tiere. Letztere, sowie auratum Pärchen hab ich auch heute noch. Bis auf die Hobbyalbo hat keine einzige Brachypelma 'stark' gegraben, die meisten haben überhaupt nicht gebuddelt. Lediglich die vagans (hobbyform) hat ihre Höhle ein kleines Stück erweitert.
    Die Ironie daran...nur die beiden Hobbytiere haben gebuddelt, die 'echten' Brachypelma, sowie die WF Nicaragua albos kein einziges Mal (ein Weibchen davon hatte einen 30er Würfel zu mehr als 2/3 gefüllt mit feinster Erde!). Alle haben die vorgegebene Höhle angenommen, und das war's.
    Komisch irgendwie, oder?

    @Seziererin
    Das mit den Vibrationen ist etwas Quatsch...es sei denn, Du betonierst das Terra ringsherum aussen zu wie einen Atommeiler. Wenn ich am Regal wackel, spürt das jedes Tier gleichermassen...ob's nun aussen oder in 30cm Tiefe sitzt, schliesslich wackelt alles und Erde ist nun kein Schaumstoff, welcher Vibrationen dämpft. Die meisten Tiere interessiert das Gewackel auch nichtmal, sofern nicht alles am klappern ist.

    Ich bin ja nicht gegen viel Erde, also nicht falsch verstehn. Notwendig ist es aber faktisch nicht, dem Tier ist es schlichtweg egal. Wenn sich ein Tier im Terra unwohl fühlt, zeigt es das auch (unruhiges Verhalten, reagiert deutlich offensiver auf Störungen, wandert ständig auf der Suche nach einem geeigneteren Platz, usw.).
    Wie Lightman schon sagt...artgerecht und Terra schliessen sich gegenseitig aus. Man kann versuchen, so naturnah wie möglich zu halten...aber da gibt es wichtigere Dinge, auf die zu achten wäre, als ein paar cm Erde mehr oder weniger.

    Einige sehr namhafte Leute halten ihre Tiere auf 10-max 15cm Bodengrund. Und nimm's mir nicht übel Patrick, aber da sind sehr erfahrene Leute, gerade in Bezug auf Brachypelma sp., dabei, welche mehrmals in den Habitaten waren, seit Jahrzehnten die Tiere halten und problemlos nachziehen. So unwichtig wie in den Terras sind wohl nirgendwo anders 5cm mehr oder weniger


    Edit: Wieso zum Geier hab ich Dich vorhin eigentlich Ben genannt?

  8. #18
    Registriert seit
    05.04.2017
    Beiträge
    14
    Zitat Zitat von Andreas Be Beitrag anzeigen
    @Seziererin
    Das mit den Vibrationen ist etwas Quatsch...es sei denn, Du betonierst das Terra ringsherum aussen zu wie einen Atommeiler. Wenn ich am Regal wackel, spürt das jedes Tier gleichermassen...ob's nun aussen oder in 30cm Tiefe sitzt, schliesslich wackelt alles und Erde ist nun kein Schaumstoff, welcher Vibrationen dämpft. Die meisten Tiere interessiert das Gewackel auch nichtmal, sofern nicht alles am klappern ist.
    Ich meine damit Vibrationen die von der Oberfläche des Terrarienbodens ausgehen (beispielsweise durch Tiere, die über den Boden laufen).
    Bei einem 40 cm Würfel kann man das eben aber auch sehr gut nutzen. Meine ist ja wie gesagt auch vorher noch ständig von der Scheibe gefallen. Umso höher dann der Bodengrund, desto ungefährlicher ist es ja dann...
    Und dass meine smithi viel gräbt, ist ja gut zu sehen. Und das ist abgesehen von den anderen Aspekten auch wunderbar zu beobachten.

    Dennoch ging es mir trotz allem darum, dass mein Gemisch wahrscheinlich einfach nicht stabil genug ist. Wenn ich dann einen Bodenwechsel vornehme, werde ich die Stabilität auch noch mal testen...

    Diskussion schön und gut, aber eigentlich ging es hier ja um was anderes. Und in freier Wildbahn hat eine grabende Vogelspinne nunmal mehr Platz zum Graben zur Verfügung und keine 2 cm Schicht, bei denen sie teilweise gehalten werden.
    Der Züchter, von dem ich meine smithi habe, hat auch gemeint sie hätte nicht gegraben.
    Nach dem Eingewöhnen hier hat sie es aber nunmal und dann möchte ich ihr dafür auch genügende Stabilität und viel Platz dafür bieten.

    Aber da meine Frage oben wohl überlesen wurde, stelle ich sie nochmal:
    "Und muss ich wirklich darauf achten, dass die Erde lehmig ist? Weiß nicht, wie ich das dann so wirklich erkennen kann... habe nie wirklich Gartenarbeiten oder ähnliches gemacht und bin auf diesem Gebiet dementsprechend unerfahren."

  9. #19
    Registriert seit
    17.01.2014
    Beiträge
    1.819
    Zitat Zitat von Andreas Be Beitrag anzeigen
    Patrick, ich hatte 9 verschiedene Brachypelma, und mehrere albopilsoum, Hobbyform als auch Nicaragua Tiere. Letztere, sowie auratum Pärchen hab ich auch heute noch. Bis auf die Hobbyalbo hat keine einzige Brachypelma 'stark' gegraben, die meisten haben überhaupt nicht gebuddelt. Lediglich die vagans (hobbyform) hat ihre Höhle ein kleines Stück erweitert.
    Die Ironie daran...nur die beiden Hobbytiere haben gebuddelt, die 'echten' Brachypelma, sowie die WF Nicaragua albos kein einziges Mal (ein Weibchen davon hatte einen 30er Würfel zu mehr als 2/3 gefüllt mit feinster Erde!). Alle haben die vorgegebene Höhle angenommen, und das war's.
    Komisch irgendwie, oder?
    Nö, finde ich nicht komisch. Ich halte auch viele Brachypelma arten und die Jungtiere graben alle. Ich kann dir Höhlen zeigen, da schlackerst du mit deinen ohren. Ich muss gerade bei meiner B.emilia und B.kahlenbergi jeden morgen Erdhaufen vor der Terrarientür wegschaufeln weil sie wieder wie sau gegraben haben.

    Das gleiche bei L.striatus und sogar bei der P.cancerides.

    Du hast halt andere Erfahrungen gemacht. Ich kann die aber SO nicht bestätigen!

  10. #20
    Registriert seit
    06.03.2015
    Beiträge
    616
    Von Jungtieren rede ich hier nicht...meine juvenilen albos graben sich auch weg. Aber die sind ja in noch kleineren Aufzuchtbehältern, und kommen daher mit weniger Bodengrund klar^^

    @Seziererin
    Nein, Du kannst auch stinknormale Blumenerde vom Baumarkt nehmen (gedüngt oder nicht ist dabei egal). Der Optik wegen, und weil Erde von draussen zumeist mit nützlichen Helferlein ausgestattet ist, empfehle ich dennoch Walderde, sofern das Gebiet nicht mit irgendwelchen Pestiziden belastet ist. Noch besser ist Erde von Maulwurfshügeln...aber auch hier muss sichergestellt sein, dass die Erde sauber ist, also nicht unbedingt am Strassenrand oder auf landwirtschaftlichen Flächen absammeln. Schön festgedrückt hält das bombenfest. Wenn da dann noch ein gewisser Lehmanteil vorhanden ist (erkennt man an einer helleren oder auch rötlichen Färbung), umso besser. Man kann auch Lehmpulver beimischen, wenn man etwas mit der Farbe variieren möchte...aber das ist alles eine Frage des persönlichen Geschmacks, notwendig ist's nicht.

    Ach ja...und Fallhöhe wird auch überbewertet. Bei, sagen wir 30cm Fallhöhe, passiert nämlich so rein gar nichts, wenn nicht gerade ein spitzer Stein den Fall bremst. Die Beschleunigung bei dieser geringen Höhe und die erreichbare Fallgeschwindigkeit sind nicht ansatzweise ausreichend, als dass da was passiert. Myth busted.

Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Brachypelma Smithi, Sondergenehmigung?
    Von Gerber im Forum Haltung
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 09.10.2002, 19:10
  2. Brachypelma-Smithi im Einkaufszentrum !!!
    Von Selen1 im Forum Allgemeine Themen
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 06.09.2002, 00:52
  3. Aufzucht von Brachypelma Smithi
    Von Mars im Forum Andere Gattungen
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 15.08.2002, 11:43
  4. Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 30.05.2002, 09:52
  5. Brachypelma Smithi
    Von BlackShadow im Forum Andere Gattungen
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 10.05.2002, 08:30