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Ungebetene Mitbewohner in meiner Weißen Assel Zucht

Erstellt von SilentS, 16.03.2017, 22:54 Uhr · 4 Antworten · 815 Aufrufe

  1. #1
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    Ungebetene Mitbewohner in meiner Weißen Assel Zucht

    Liebe Forenmitglieder

    ich züchte Weiße Assel zum Verfüttern und Einsetzen in Terrarien als Putzkolonne in einer BraPlast Box. Vor einiger Zeit sind mir immer wieder schwarze Punkte auf hellen Sachen wie Gurken- oder Salatscheiben aufgefallen. Allerdings dachte ich immer, hierbei würde es sich um Kot von den Asseln handeln. Da aber in den letzten Wochen die Menge dieser Punkte stark zugenommen hat, habe ich doch einmal näher hingeschaut und bemerkt, dass sich diese Punkte bewegen. Aktuell ist es so schlimm, dass zum Teil die Wände der BraPlast Box voller kleiner schwarzer Tierchen sitzt und ich diese auch schon in der näheren Umgebung außerhalb der Box auf dem Regalboden vorfinden konnte. Nach etwas Recherche bin ich fast sicher, dass es sich hierbei um Milben handeln muss, jedoch halt nicht um die häufig anzutreffenden weißen Substrat Milben, sondern in meinem Fall um dunkelbrauch bis schwarze Milben. Nun also meine Fragen:

    1) Sind diese Milben schädlich für meine Vogelspinnen? Die Terrarien der Spinnen habe ich mit "Köder-Gurkenscheiben" kontrolliert und Gott sei Dank hält sich dort die Population der schwarzen Plagegeister noch in Grenzen. Trotzdem bin ich verunsichert.

    2) Wie bekomme ich diese Milben aus meinem Zuchtansatz bzw. generell los? Pestizide scheiden aufgrund meiner Spinnen und natürlich auch der Asseln direkt aus. Auch der Einsatz von Raubmilben sehe ich kritisch, da diese doch bestimmt auch meine Asseln verputzen würden?! Und bei einer trockenerer Haltung oder einem geringeren Futterangebot gehen ja auch über kurz oder lang meine Asseln ein. Irgendwie sehe ich mich in der Zwickmühle. Da der Zuchtansatz aber echt gut läuft, möchte ich mich ungern von ihm trennen. Gibt es noch andere Möglichkeiten?

    Vielleicht hat ja der ein oder andere ähnliche Erfahrungen gemacht bzw. Tipps, wie man die Milben noch los bekommen könnte, ohne den Asseln all zu stark zu schaden.
    Über jeden Beitrag wäre ich äußerst dankbar.

    Viele Grüße
    David
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  2. #2
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    06.02.2017
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    1
    Hallo David,
    ich glaube die selben Punkte habe ich auch in meiner Springschwanzbox! Leider kann ich dir nicht sagen ob sich diese Milben nur von Abfällen ernähren und nicht an die Spinne gehen, bzw selbst an der Spinne eher als Zähneputzer dienen oder bzw. trotzdem gefährlich für sie sind.
    Eine Antwort von jemand mit Erfahrung zu diesen Punkten würde mich daher auch brennend interessieren!

    Liebe Grüße,
    Stefan

  3. #3
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    24.05.2006
    Beiträge
    137
    Hallo!

    Ich habe zwar nicht dieselben Milben, bei mir sind es weiße ungefähr derselben Größe,
    die sich anscheindend in den meisten von mir gekaufen Billigblumenerde-Säcken befinden.
    In einem Sack waren es soviele, das ich auch Bedenken wegen meiner Spinnen bekam. Ich
    beschloss aber erstmal es zu probieren, bei allen bis auf einer meiner Spinnen verschwanden die Milben
    nach ein paar Wochen von selbst wieder aus der Erde.

    Bei einem meiner 10 Tapinauchenius santivincenti - Jungtiere (ca. N5-6, KL 2cm) stellte ich vor kurzem fest
    das sich eben diese Milben auf dessen Carapax niedergelaßen hatten, geschätzt 10 plus ein paar einzelne
    im Coxa- und Femurbereich der Beine. Die Spinne schien davon aber nicht oder nicht sichtbar beeinträchtigt zu sein, sie (bzw.
    wahrscheinlich er) verhält sich wie meine neun anderen der Art, lebt und frißt ganz normal.

    Ich quartierte das Tier in eine trockene 500ml-Box mit etwas trockenem Kokoshumus und einem Kunstblatt.
    Zuerst habe ich probiert die Milben per kurzzeitigem Austrocknen und Temperaturanstieg dazu zu bringen die Spinne zu
    verlaßen [Diese "Temperaturmethode" kann laut KREHENWINKEL, MAERKLIN & KROES in ihrem Buch "Ornamentvogelspinnen"
    zum Erfolg führen.] Meine Milben wollten nicht mitspielen, ich mußte mir etwa anderes einfallen laßen.

    Also nahm ich Ohrenstäbchen, machte das Ende naß (nicht nur feucht) und begann vorsichtig den Carapax
    der Spinne abzutupfen. Gleich beim ersten Anlauf klebten 2 der Milben in dem Wasser auf der Watte, denen ich
    manuell den Garaus machte. Bis auf 2 der auf dem Carapax sitzenden Milben konnte ich alle bei der ersten
    Behandlung erwischen.
    Zwei Tage später saßen nur noch ein paar einzelne Milben auf dem Carapax, 2 mit selber Methode gekillt, weitere
    2 Tage später habe ich nochmal 3 erwischt, an die letzte weitere sichtbare ließ mich die Spinne nicht mehr heran.
    Heute sind wieder 3 Tage vergangen, ich werde gleich noch nach ihr sehen.

    Es wunderte mich ziemlich das ich auf diese Weise eine Tapinauchenius behandeln konnte, ich rechnete eigentlich
    damit das sie losdüst wie eine Rakete.
    Den Augenhügel darf man natürlich nicht abtupfen, als ich dem beim zweiten mal zu nahe kam nahm die
    Spinne Reißaus und verweigerte für diesen Abend weitere Compliance.

    Gefressen hat die Spinne die ganze Zeit über gut.
    Ich nehme an nach der nächsten Häutung ist die Sache vorüber, vielleicht hätte ich auch gar nichts machen müssen,
    so schnell wie Tapis wachsen und sich dementsprechend oft häuten.
    Aber auch falls überflüssig war dies eine positive Lernerfahrung.

    Grüße, Marco

  4. #4
    Registriert seit
    17.01.2014
    Beiträge
    1.820
    Hallo

    Ich würde mir bei Milben nicht all zu viel sorgen machen und auch nur bei richtig heftigem Befall aktiv werden. Sind die Spinnen gesund, dann verpacken die diese Milben bis zur nächsten Häutung sehr gut. Ich hab mir letztes Jahr durch eine Verseuchte Futterlieferung selbst auch Milben eingeschleppt, eigentlich alle Tiere waren zumindest mit ein paar Milben zwischen den Chelizeren bestückt. Meine B.emilia hatte sogar ein richtig krassen Befall.

    Hat aber überhaupt nicht geschadet und jetzt nach der letzten Häutung ist sie auch wieder komplett frei von Milben. Die anderen die sich noch nicht gehäutet haben, die haben immer noch einzelne Milben dort sitzen, scheint sie aber nicht im geringsten zu stören.

    Gruß

  5. #5
    Registriert seit
    24.05.2006
    Beiträge
    137
    Hi!

    Bei den Milben auf meiner Spinne wundert mich das sie sich überwiegend
    auf dem Carapax sammeln.
    Als Resteverwerter um den Bereich der Chelizeren oder um den After rum würde ich verstehen.
    Vielleicht ist das die Stelle am Rücken wo man nicht kratzen kann, sprich die anderen Körperpartien
    könnte die Spinne von Milben freihalten?

    Ich fand eben übrigens wieder 3 der Milben auf dem Tapi, 2 hab ich erwischt.

    Grüße, M

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