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Spinne für Anfänger

Erstellt von Distrugere, 24.09.2011, 17:51 Uhr · 117 Antworten · 14.580 Aufrufe

  1. #21
    Fussel Gast
    Also ich behaupte mal, die grundlegenden Sachen zum Thema Vogelspinnenhaltung kann man sich innerhalb von drei Wochen erlesen, wenn man fleißig ist. So Sachen woran erkenne ich Männchen und Weibchen, woran erkenne ich ob die Vogelspinne gesund ist, Nematodenbefall usw, Hilfe meine Vogelspinne frisst nicht, Hilfe meine Vogelspinne klettert die Scheiben hinauf, Oh Gott meine Vogelspinne liegt auf dem Rücken, schöne bunte Kieselsteine im Terrarium genau wie Sand oder Sägespähne...die Liste ist lang, aber eig lässt sich hier im Forum alles finden, von den idiotischsten Fragen und Beiträgen bis hin zu komplexen Krankheiten bei denen die Tiere in tierärztliche Obhut gegeben wurden, Zucht und rechtliches genauso.
    So weit die Theorie, die Praxis ist dann wieder ein bisschen was anderes.

    Erstmal musst du dich entscheiden welche Art du willst, dann kannst du in der Artenbeschreibung oder im Internet oder in Büchern nach den Haltungsbedingungen schauen, wobei oft auch das natürliche Habitat dabei steht. Daran kannst du dich dann zusätzlich orientieren, gerade wenns um Regenzeiten oder Winterruhe geht.
    Ich hab damals jeden Tag an die zwei bis drei Stunden damit zugebracht das Forum hier zu durchstöbern und das hat mir viel gebracht bevor ich mir dann meinen ersten A. versicolor Sling geholt hab.

    Die Haltung von Vogelspinnen ist kein Hexenwerk aber man muss schon auf einiges achten. Mit der Zeit wirst du den Dreh schon rausbekommen und auch ein Gefühl dafür entwickeln wie oft und wie viel gesprüht werden muss.

    Aber es muss auch klar sein, dass man eine Verantwortung hat.


  2. #22
    Registriert seit
    13.05.2011
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    1.055
    Es gibt eine Menge "friedliche" Arten, wobei es wirklich geeignetere Arten zum Einstieg als G. rosea gibt, auch aus dem Grund dass die meisten im Zoohandel angebotenen Exemplare aus Wildfangbeständen kommen, was im Fall von G. rosea wirklich negative auswirkung auf das Ökosystem hat.

    Wenn du dich für trotzdem für eine G. rosea entscheiden solltest, achte bitte darauf dass sie von einem Züchter und nicht aus dem Zoohandel ist.
    Auch wenn es etwas länger dauert mit der Suche.

    Gruß - Felix

  3. #23
    Fussel Gast
    Grammostola pulchripes, Grammostola grossa, Grammostola pulchra zB sind auch sehr friedlich, genau wie Brachypelma Arten
    hängt aber auch alles vom Charakter der Spinne ab.

  4. #24
    DirtyHarry Gast
    Aha, diese Arten sind weniger vom WF betroffen?

    Mal abgesehen davon, friedlich hin oder her, es gibt auch bei den verufenen aggressiven Gattungen ruhige Tiere, was logischerweise auch umgekehrt geltend ist.

    Warum nicht eine Eupalaestrus campestratus?

    @Distrugere: Es gibt keine ultimative Anfängerspinne, von daher verstehe ich nicht Deine Anforderung an das ruhige Wesen. Die Tiere gehören ins Terrarium und nicht in die Hand,
    von daher kannst Du Dir auch eine VS kaufen, die Dir gefällt, auch wenn sie als aggressiv o.ä. bezeichnet wird.

    Die Pflegemaßnahmen beschränken sich auf das Wesentliche, beim richtigen Umgang wirst Du auch nicht in Konflikt mit der Spinne kommen.

  5. #25
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    @Dörte: Ich finde es sinniger einem Anfänger z.B. zu einer A. versicolor zu raten, als ihn damit zu verwirren dass es keine Anfängerspinnen gibt.
    Vom Grundgedanken hast du natürlich 100% Recht, aber für mich ist es wichtiger dass nachher das Ergebnis stimmt.
    Viele die sich hilfesuchend an ein Forum wenden, geben nämlich schon nach den ersten beiden für sie unverständlichen Antwort auf und holen sich dann doch die Rosea im Hagebaumarkt für 19.95€

    Gruß

    P.S.: wo bleibt mein Rezept^^
    P.P.S.:
    Zitat Zitat von Fussel Beitrag anzeigen
    Grammostola pulchripes, Grammostola grossa, Grammostola pulchra zB sind auch sehr friedlich, genau wie Brachypelma Arten
    hängt aber auch alles vom Charakter der Spinne ab.
    Warum zählst du ausgerechnet diese Spinnenarten und nicht die ca. 200 anderen "friedlichen Arten" auf?
    Grammostola sp. brauchen meistens eine Winterruhe sind deshalb eher weniger zu empfehlen.

  6. #26
    Registriert seit
    04.04.2008
    Beiträge
    93
    Ich will hier mal was generelles festhalten.
    Ja, Anfängerspinnen gibt es so eig. nicht, dennoch gehen mir Aussagen, wie "ich verstehe nicht, warum jemand eine Anfängerspinne will. Bei richtiger Pflege ist das doch egal", gegen den Strich. Der Wunsch eines Anfängers ein ruhigeres Tier zu haben, ist doch eigentlich sehr verständlich. Es gibt Arten wie beispielsweise H. maculata, die egal ob aggressiv oder passiv, Anfänger wirklich verunsichern können, denn auch wenn man sein Tier nicht streichelt, kommt man in Kontakt mit ihm, schließlich muss man das Terrarium auch ab und an mal öffnen und reingreifen (Futterreste, Kot, Wassernapf...). Solche Dinge lernt man aus Erfahrung und nicht aus Büchern und dabei kann es auch mal zu Unfällen kommen, egal wie gut man sich informiert hat. Und eben an dieser Stelle macht das Wesen einer Spinne einen gewaltigen Unterschied, eine blitzschnell rennende H. maculata kann einem da schon einen Schreck einjagen, gerade wenn man unerfahren ist. Es ist einfach Fakt, dass ruhigere Tiere leichter zu pflegen sind, weil sie eben beispielsweise nicht mit Volltempo durchs Terrarium zischen.
    Daher ist der Wunsch nach einem Anfängertier nur all zu verständlich. Dass es so eine Art nicht gibt, kann der Anfänger kaum wissen, schließlich steht überall etwas von "anfängertauglich" oder "einem Anfänger nicht zu emfehlen". Jemand ohne Erfahrung kann unmöglich beurteilen, welche der Informationen, die er findet, zutreffend sind und welche nicht. Da hilft der pauschale Satz "mit richtger Pflege kannst du alles halten" auch nicht weiter, selbst wenn er zutrifft. Und auch wenn es Anfängerarten nicht gibt, existieren dennoch Arten/Gattungen, bei denen die Häufigkeit ruhigerer bzw. "aggressiverer" Exemplare signifikante Werte erreicht. Legenden entstehen eben niemals aus dem Nichts.

    Also mein Tipp für dich Distrugere:
    Lies dich auf jeden Fall erstmal noch weiter ein, das Buch, das Qurk dir empfohlen hat, ist wirklich gut. Außerdem kannst du dich auch hier im Forum umschauen, nutz einfach mal die SuFu, die spuckt tausende von Beiträgen aus, wenn du darüber hinaus spezielle Fragen hast, kannst du die hier natürlich auch gerne stellen
    Was die Artensuche betrifft, kannst du dich im Artenteil der Hauptseite dieses Forums umsehen oder auch mal die Bilderthreads durchstöbern, was dir so gefällt. Dann kannst du spezielle Informationen über diese Arten suchen.
    Eine Art, die ich gerne empfehle ist Chromatopelma cyaneopubescens, weil sie wunderschön aussieht und idR sehr zeigefreudig und auch recht ruhig ist, wie gesagt Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Ich wünsch dir auf jeden Fall noch viel Erfolg beim Einstieg in die VS-Haltung. Es ist echt ein tolles Hobby mit absolutem Suchtpotential

    MfG
    Astrospider

  7. #27
    Fussel Gast
    Wenn ich alle nicht aggressiven Arten aufliste, bin ich ne Weile beschäftigt. Denn die meisten ziehen sich bei Störung eher zurück.
    Ich bin der Meinung, dass auch ein Anfänger die Winterruhe durchführen kann. Die Frage ist nur ob er es auch will, also sein Tier mal ein paar Monate nicht sehen.

    Grammostola gehören meiner Erfahrung nach zu den ruhigsten Vogelspinnen und bombardieren viel seltener als Brachypelma Arten.
    (Klar ist das auch wieder von Individuum zu Individuum verschieden)

    Eine Art, die in dem großen Terrarium auch richtig genial aussehen könnte wär Chromatopelma cyaneopubescens, wenn sie alles zuspinnt.

    Astrospider war schneller....

  8. #28
    Distrugere Gast
    Vielen Dank für eure Antworten.
    @ Astrospider, ich bin froh das du es auf den Punkt bringst, das eine VS kein Tier ist das man in die Hand nehmen sollte, ist mir inzwischen bewussts, (Triopse kann man auch nicht in die Hand nehmen und sind auch reine Beobachtungstiere) und ja das ist auch der Grund wieso ich eine eher ruhigere Spinne suche, wenn ich da mal Futter reingeb oder die Pflanzen bisschen giesse die drin sind, will ich nicht gleich angegriffen werden XD.
    D.h nicht das ich jetzt eine ruhige gesucht hab um sie irgendwie "unnatürlich" aus ihrem Terra zu nehmen und das Gefühl hab ich könnte sie streicheln, nja jedenfalls danke bin froh das du das auf den Punkt gebracht hast.

    Ich habe gestern von meiner Bekannten im Msn erfahren, das es ja diese krasse Krankheiten gibt, sieht aus wien Epianfall bei Spinnen.Leider weiss ich jetzt grad den Namen nicht mehr, jedenfalls les ich einerseits, bei VS gibts kaum Krankheiten, bei ihr erfuhr ich allerdings das es viele Krankheiten gibt?

    Sie selbst hatte ne Smithi und jetzt noch ne Rosea, die Smithi finde ich auch sehr schön, aber die Rosea soll ja besser geeignet sein, ich werd mich zumindest mal an einen Züchter wenden und bisschen nachfragen.

    @ f_Luxus, wie sieht man bei Spinne im Zoohandlung, ob es sich um einen Wildfang handlet?

  9. #29
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    Beiträge
    80
    wie sieht man bei Spinne im Zoohandlung, ob es sich um einen Wildfang handlet?
    Adulte Weibchen oder Männchen von G. rosea werden im Zoofachhandel zu 99,9 % immer Wildfänge sein ( auch wenn die Verkäufer gerne mal was anderes erzählen).

    Schau mal hier rein:

    8legs - Blog: "Discount-Spinne" Grammostola spec. - Geiz ist nicht immer geil

    LG

  10. #30
    Registriert seit
    17.01.2010
    Beiträge
    867
    Hey,

    Die Aggressivität einer Spinne ist, sofern vernünftige Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sind und das Tier nicht groß gestört wird, zu vernachlässigen. Das Tier wird sich dann bei Störung nämlich zurückziehen.
    Das heisst wenn dir ein Tier ins Auge springt, dass dir besonders gefällt, aber als aggressiv gilt, dann ist das dennoch kein großes Problem. Viel mehr Gedanken solltest du dir um die Bedürfnisse deines Wunschtieres machen. Denn die gerade so schön als die Anfängerspinne gepriesene G. rosea fällt meiner Meinung nach eben nicht darunter bzw. gibt es viele Arten, welche weniger hohe Anforderungen haben. Meist begründet diese Aussage auf Zoogeschäfte, welche die Tiere als Wildfänge für einen niedrigen Preis verhöckern und diese damit leicht ersetzbar sind.
    Und einen Wildfang kann man eigentlich nicht als solches identifizieren, es bleiben immerhin die gleichen Tiere. Einen Wildfang zu kaufen vermeidest du am effektivsten wenn du dir Nachzuchten von einem Züchter holst, statt blindlings in einer Zoohandlung zu kaufen. Gerade G. rosea aus Zoohandlungen sind zu 99,9% Wildfänge unbestimmten Alters und Geschlechts (auch wenn 2,5 Jahre und weiblich dran steht... Was auch für die meisten anderen Spinnen aus der Zoohandlung gilt).

    Gruß,
    Mark

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