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Erste Hilfe bei Spinnenbiss

Erstellt von Todoo, 29.12.2003, 10:26 Uhr · 64 Antworten · 13.464 Aufrufe

  1. #51
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    @Martin:

    Es gibt auch Leute die behaupten das ein Phoneutriabiss nich das Problem ist weil der Tod ja erst in 2-5 Stunden eintritt und der jenige ja wenigstens 10 Kliniken in seinem 1km Umkreis hat...
    >>lol<<


  2. #52
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    Ne möchte mir gerne, eine Bananenspinne anschaffen!

    Selbst wenn ich von ihr gebissen werde, habe ich im umkreis von 1 Km mindestens 10 Kliniken um mich (der Vorteil wenn man in der Düsseldorfer Uni wohnt :-))

    Und das der Tod ja erst nach 2 bis 5 Stunden eintreten soll, ist das nicht das wirkliche problem!
    Hmm, und ich mache mir teilweise Gedanken ob die Vogelspinnenhaltung in einem Studentenwohnheim nicht unverantwortlich ist... :?

    Ich hoffe das die Phoneutria-Halter/Züchter ihre Tiere nicht an jeden Hans oder Franz weitergeben, sondern sich die Leute genau aussuchen...

  3. #53
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    Hallo Kai!

    Ich find sowas echt unerhört..entweder hat dieser Kassala wirklich einen Clown gefrühstückt (wie ich ja schon angedeutet hatte) oder der spinnt..(sorry)...
    Und sowas unterhält ein Forum (auch wenn da nich grad der Bär steppt).

  4. #54
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  5. #55
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    Hallo Martin,

    Spinnengifte bestehen nicht nur aus Proteinen, siehe dazu diesen Artikel:



    Structure and pharmacology of spider venom neurotoxins.

    Escoubas P, Diochot S, Corzo G.

    Universite Pierre-et-Marie-Curie, 9, quai Saint-Bernard, 75252 cedex 05, Paris, France. pescoubas@compuserve.com

    Spider venoms are complex mixtures of neurotoxic peptides, proteins and low molecular mass organic molecules. Their neurotoxic activity is due to the interaction of the venom components with cellular receptors, in particular ion channels. Spider venoms have proven to be a rich source of highly specific peptide ligands for selected subtypes of potassium, sodium and calcium channels, and these toxins have been used to elucidate the structure and physiological roles of the channels in excitable and non-excitable cells. Spider peptides show great variability in their pharmacological activity and primary structure but relative homogeneity in their secondary structure. Following diverse molecular evolution mechanisms, and in particular selective hypermutation, short spider peptides appear to have functionally diversified while retaining a conserved molecular scaffold. This paper reviews the composition and pharmacology of spider venoms with emphasis on polypeptide toxin structure, mode of action and molecular evolution.



    Fischgifte, und ganz besonders das des Steinfisches, sind für ihre Instabilität bekannt. Sie zerfallen durch Wärme , Kälte, Schütteln etc.
    Das Gift des Steinfisches besteht in der Tat aus Proteinen.
    Daher mag es gut sein, dass heißes Wasser hilft, gerade weil die Komponenten von Fischgiften so leicht zerfallen.

    Pharmacological properties of fish venoms]


    Goudey-Perriere F, Perriere C.

    Faculte de Pharmacie, Universite de Paris-Sud, Chatenay-Malabry, France.

    Fish venoms can be lethal for Vertebrates. The effect depends of dose and subject, more than incriminated fish. The most constant symptom is a violent pain; but the serious pharmacological effects are respiratory and heart failure with marked hypotension and cardiac perturbations, neurologic damage, such as seizure and coma. Experimentation is difficult due to venom instability. Activity is lost by distilled water, lyophilisation in buffers, several successive freezing and defreezing. In addition, when venom is broken, other pharmacological effects are evidenced, for instance, with Synanceia verrucosa venom, hypertensive phase takes the place of hypotension. It is difficult to distinguish toxin effect from this of denaturation products of the toxin. Noradrenaline is present in Synanceia venom, and it seems that acetylcholine exists in some venom, at least when diluted in saline solution. Other biological active products are present. Purified toxins allow pharmacological investigations. Stonefish venom is better studied, because venomous glands contain relatively high venom quantity. Stonustoxin from Synanceia horrida exerts its action through NO-synthase liberation, and its primary action can be attributed to its potent vasorelaxant activity, causing a rapid, marked and irreversible hypotension. Trachynilysin, from Synanceia trachynis, causes massive release and depletion of acetylcholine and damage to nerve and muscle fibres, which can account for the inhibition of neuromuscular function, and skeletal paralysis. But the used doses are not compatible with respiratory arrest. Verrucotoxin from Synanceia verrucosa activates potassium channels dependent from ATP; this can explain damage, and probably neurologic and respiratory distress.



    Bioactive proteins from stonefish venom.

    Khoo HE.

    Department of Biochemistry, Faculty of Medicine, National University of Singapore, 10 Medical Drive, Singapore. bchkhe@nus.edu.sg

    1. Of all the venomous fish known, the stonefish is one of the most commonly encountered by man. Studies on its venom started in the 1950s, but little work was performed after that until several groups revived interest in the venom in the 1980s after easier accessibility to the fish. 2. Stonefish venom is a mixture of proteins, containing several enzymes, including hyaluronidase of high specific activity. A purified stonefish hyaluronidase has been characterized. 3. Several of the effects of the crude venom have been isolated to a protein lethal factor that has cytolytic, neurotoxic and hypotensive activity. This protein is stonustoxin from Synanceja horrida, trachynilysin from Synanceja trachynis and verrucotoxin from Synanceja verrucosa. 4. The biochemical properties and activities of these protein lethal factors are reviewed.


    Fazit:
    Was Spinnengifte angeht , ist das Spekulation. Mag sein, dass heißes Wasser subjektiv/objektiv hilft.
    Schaden wird es ja nicht, wenn es nicht zu heiß ist. Übrigens denaturieren Proteine auch durch Alkohol, da kann man gleich die Wunde mit desinfizieren.

    Güße,
    Philipp

  6. #56
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    Guten morgen Philipp,

    Zitat Zitat von Kumalo
    @Martin: Ich denke, dass heißes Wasser eher subjektiv die Schmerzen beeinflußt, da die Rezeptoren " abgelenkt " werden. Heißes Wasser/ Wärme fördert durch die Vasodilatation die Verbreitung des Giftes und eine Entzündung im Bereich der Wunde. Ich persönlich würde es nicht machen.
    vs.

    Zitat Zitat von Kumalo
    Mag sein, dass heißes Wasser subjektiv/objektiv hilft.
    Schaden wird es ja nicht, wenn es nicht zu heiß ist.
    Widerspricht sich das nicht?

  7. #57
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    Hallo,

    auf den ersten Blick ja, daher drücke ich das mal anders aus.

    Sicher kommt es durch Wärme zu Vasodilatation in dem betroffenen Gebiet und Gifte können sich eventuell besser verbreiten.
    Da MEINER MEINUNG nach Vogelspinnengifte eher als harmlos einzustufen sind, wird der Effekt durch ein wenig heißes Wasser/ Vasodilatation auch nicht viel schlimmer : Sprich: Es wird den Schaden nicht signifikant vergrößern.
    Außerdem gibzt es ja noch die Autusuggestion, so dass derjenige, der seinen Arm unter die Dusche hält , möglicherweise schon durch das Gefühl, etwas getan zu haben, eine temporale Steigerung der Lebensqualität erfährt.

    ICH würde das nicht machen, da ich anders vorgehen würde. Die Wunde gehört desinfiziert und dann bin ich persönlich in der Lage mir die passende Schmerzbekämpfung/ Behandlung in sicherlich schnellerer Zeit als die meisten anderen Spinnenhalter zukommen zu lassen.
    Alles andere wäre für mich nur Zeitverzögerung.

    Nochmal als Zusammenfassung: Wärme fördert Vasodilatation, Sterben wird man davon nicht, ich persönlich würde es halt anders machen.
    Ich hätte vielleicht schreiben sollen : " Viel Schaden wird es nicht "

    Grüße,
    Philipp

  8. #58
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    k,

    dann hat es auch der Kai verstanden

  9. #59
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    Hy

    ich versteh die Aufregung um die Vogelspinnenbisse nicht. Wenn man nicht allergisch auf solche Gifte reagiert und eine bestehende Taetanusimpfung hat, kann auch nix passieren.
    Beim biss der Murinus hilft meist Magnesium und eine Aspirin weiter nachdem man die Bisswunde desinfiziert hat - da spreche ich aus leidiger Erfahrung aus der ich gelernt habe.

    Also - no Panik.

  10. #60
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    Hi,

    Beim biss der Murinus hilft meist Magnesium und eine Aspirin weiter nachdem man die Bisswunde desinfiziert hat - da spreche ich aus leidiger Erfahrung aus der ich gelernt habe.
    Ich halte Selbstheilungstips im Internet von Laien für Laien für unverantwortlich.

    " Meist " hilft Magnesium und eine Aspirin... aha, manchmal aber auch nicht , oder was ? Und was darf es denn für eine Aspirin sein ? 125 mg, 500mg oder vielleicht 1000 ? Magnesium in welcher Form denn ? Oral ?

    Gruß,
    Philipp

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