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Haltungsparameter bei Nachzuchten

Erstellt von quicktime87, 09.02.2019, 03:58 Uhr · 4 Antworten · 254 Aufrufe

  1. #1
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    Haltungsparameter bei Nachzuchten

    Guten Abend,

    Ich wollte mal fragen wie es sich eigentlich mit den Haltungsparametern von Nachzuchten in 3ter Generation+ verhält.
    Besitzen die Tiere nicht auch eine gewisse Anpassung an andere Umgebungsparameter oder Einflüsse?
    Es gibt ja auch Tiere die sich an das Licht gewöhnen oder Vibrationen etc.
    Mir stellt sich die Frage deshalb, weil es bei Vielen Vogelspinnen einfacher ist einen Raum auf eine Durchnittstemperatur zu halten, Anstatt vieler kleiner Flecken?

    Bitte nicht falsch verstehen, ich versuche allen Tieren ihre Parameter einzuhalten, aber gewöhnen sich die Tiere nicht an unser Klima?

    Grüße
    quicktime


  2. #2
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    Meiner Meinung nach findet eine kleine gewisse Anpassung der einzelnen Tiere schon statt. Erkennbar durch ihr Verhalten wie Höhlenbau und Zeigefreudigkeit. Aber ob diese Anpassungen über Generationen weiter gegeben werden bezweifel ich, da durch die "gewollten" und "kontrollierten" Zuchten kaum natürliche Selektion statt findet.

  3. #3
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    Bei der natürlichen Anpassung (Evolution) überleben diejenigen Individuen und geben ihre Gene am effektivsten weiter, die an das örtliche Klima am besten angepasst sind bzw in der Regel auch gewisse Schwankungen abkönnen.
    Wenn der Mensch seine Finger nicht im Spiel hat und nach irgendwas aktiv selektiert, sind 3 Generationen garnichts, auch 10 nicht oder 100.

    Aber von sich aus bringen alle Lebewesen ein gewisses Spektrum an Anpassungsfähigkeit mit.
    Nicht jede Spinne hat in der Wildnis ihr keines Refugium mit idealen Bedingungen, manchmal findet sich eben ein Revier mit gewissen Störungen, die die Spinne durchaus lernt einzuschätzen und zu ignorieren, solange genügend andere Parameter stimmen. Oder dann ist eben ihr Revier ein bisschen kühler oder wärmer als das ideale Mittel, je nachdem, wo und wie die Sonne eintrifft und ob die Wärme von etwas gespeichrt wird. Oder dass da ein Nicht-Beute-nicht-Feind des Öfteren vorbeischaut und nichts tut, was einen irritieren muss.

  4. #4
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    Ok vielen Dank für die Teilnahme an dem Thema. Ich habe mal in einer Doku gesehen, das ausgebrochene Hausschweine 3-4 Generationen brauchen, um sich wieder zu "Wildschweinen" Körperlich und Verhaltenstechnisch ändern. Somit passen sie sich immens schnell an andere Bedingungen an.
    Das die Evolution ein langer Prozess ist, ist mir ja auch klar. Bei uns Menschen, geht das ja auch beim vermischen von Herkunftsländern und Klimazonenwechsel?

  5. #5
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    Hmjaaa, die Tiere wurden vom Menschen selektiert nach bestimmten Eigenschaften. Dabei interessieren Wildeigenschaften nicht, solange sie nicht stören, können also ruhen.

    Ich kenne mich da eher mit Farbratten aus. Meine haben ziemlich schnell gelernt, Dubias zu erlegen (dass man die essen kann, bezweifelten sie keinen Moment), und als ich noch Wassernattern hatte und für diese Rotfedern als Futter, haben die Ratten zu meiner Überraschung auch sehr schnell das Fischen in einem Suppenteller raus gehabt. Das sitzt immer noch drin in denen.
    Ratten sind nun sehr soziale Tiere, die in Rudeln leben. Sie lernen durch Beobachung von anderen Artgenossen. Ich habe in den letzten Jahren schon zwei mal ein neues Rudel angesetzt und allerbeste Erfahrung damit gemacht, dafür junge Ratten mit älteren aus dem Tierheim zu vergesellschaften. Was die jungen nicht wussten, lernten sie in Nullkommanix von den Älteren.
    Wenn Hausschweine verwildern, werden sie wohl auch ihre alten Instinkte wieder ausgraben - soweit noch vorhanden - und an ihre Jungen weitergeben, was man braucht. Da gibt es nur wenig neu zu lernen, auch wenn ihnen da einige Tricks und Kniffe fehlen, die in einer Wildrotte weitergegeben werden.
    Eher verlernen sie ihre Menschenbindung.

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