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Häutungsfehler???

Erstellt von Gullytrotter, 20.05.2005, 13:46 Uhr · 6 Antworten · 3.530 Aufrufe

  1. #1
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    Häutungsfehler???

    Hallo, liebe Lesenden!

    Letzte Woche Mittwoch lag meine Nhandu Coloratovillosus morgens auf dem Rücken. Ich hatte schon etwas länger mit einer Häutung gerechnet, da sie recht zickig war, wenn ich ihr zu Trinken geben wollte und sie auch schon länger nicht gefressen hatte. Verwundert war ich darüber also nicht. Die KL vor der Häutung war ca 4cm.

    Von der Häutung habe ich mangels Anwesenheit allerdings nichts mitbekommen. Als ich Abends nach Hause kam, saß sie wieder richtig rum neben ihrem Wassernapf. Ich habe die alte Haut rausgenommen - die sah vollkommen normal aus, sogar ausgesprochen gut erhalten.

    Doch anders als meine Geni, sie sich zwei Tage später gehäutet hat, wurde diese nicht wirklich größer. Nun ist mir bekannt, daß eine Geni ein echtes Wachstumswunder ist. Aber die Nhandu sah anschließend eher noch mickriger aus als vorher. Sie bewegte sich kaum und saß entweder auf dem Wassernapf oder direkt daneben (zum Häuten hat sie sich aber eine trockene Stelle im Terrarium ausgesucht). Gestern Abend dachte ich, daß sie tot sei, weil sie die Beine so unter den Körper gerollte hatte und im Wassernapf saß. Das Abdomen sieht aber für die Zeit nach der Häutung noch normal aus. Deshalb habe ich sie mal vorsichtig abgestubst. Sie lebt noch, aber ihre Beine sind scheinbar reichlich verkrüppelt. Es sah so aus, als könne sie die Beine nicht mehr ausstrecken. Gehen konnte sie zwar, aber es sieht mehr wie ein Krampf aus, wenn sie so humpelt. Die Beine sahen ausgesprochen steif aus und waren immer etwas unter den Körper gebogen.

    Heute Morgen saß die Spinne dann ein paar cm von dem Wassernapf entfernt - wieder in der bekannten Position mit den Beinen unter den Körper gezogen. Vor rund 20 Minuten wollte ich ein paar Fotos für diesen Beitrag von ihr machen, da hat sie aber keinerlei Regung gezeigt. Als ich sie dann rausgenommen habe, ist sie mal auf den Rücken gekippt - ohne Reaktion von ihr. Jetzt sitzt sie schon seit gut einer Viertelstunde auf meinem Schreibtisch. Ab und an bewegt sich mal eins ihrer Beine langsam, aber sie ist (scheinbar) nicht in der Lage, ihren Körper vom Untergrund abzuheben.




    Das erste Foto zeigt sie neben ihrer alten Haut. Die Beine sind schon dicker geworden. Insgesamt wirkt die Spinne aber nicht größer. Die Qualität der Fotos ist recht schlecht, weil ich außer meinem Handy keine digitale Kamera besitze und der Umweg über Film und Fotolabor wohl diese Woche nicht mehr geklappt hätte.

    Hat jemand sowas schonmal nach einer Häutung beobachtet? Wenn ich wüßte was passiert ist, würde der Abschied vielleicht nicht ganz so weh tun.

    Gruß
    Christian


  2. #2
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    Hallo Christian!

    Tut mir leid wegen der Kleinen - ich hoffe sie schafft es...

    Sag, nur mal ne Frage, Wasser war schon drin im Napf, oder? Kann es nicht sein, dass es ihr vielleicht zu trocken war??
    Ich hatte so einen Fall (zum Glück) noch nicht, aber das erste, was ich mir gedacht hab, als ich die Fotos gesehen hab, war ob die wohl genug Feuchtigkeit hatte.
    Hab schon gehört von Beinfehlstellungen nach Häutungen und so, aber ob das so was ist? :roll:
    Vielleicht braucht sie ja einfach nur mehr Zeit, um ihre Gymnastik und so zu machen. Und sie ist noch nicht ausgehärtet und muss sich von der (vielleicht seeehr) anstrengenden Häutung erholen... ?

    Nur mal so Ideen. Ich wünsch ihr echt, dass sie es packt - hört sich ja nicht so toll an...

    LG, Babsi

  3. #3
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    Hallo Christian,

    das von dir geschilderte Problem hatte ich vor einiger Zeit mit einer Pamphobeteus antinous, welche auch ca 2 Tage nach der Häutung
    so aussah, ich nahm an das sich das Tier nach der Häutung zu früh wieder zurückgedreht hat (die Beine waren noch nicht ausgehärtet) und sich diese dabei verbogen hat. Wobei ich das Tier nicht gestört hatte, muß sich wohl vor irgendetwas erschreckt haben.
    Ich habe das Tier dann durch einfrieren erlöst.

    Gruß Andy

  4. #4
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    Hallo nochmal, alle!

    Die Vermutung, daß sich die Spinne zu früh umgedreht hat, kam mir auch schon. Warum sie das getan hat, ist mir aber nicht klar. Ich war ja zum fraglichen Zeitpunkt nicht zu Hause. Vielleicht hat sie einen Luftzug bekommen, keine Ahnung.

    Die Beine wirken auf mich allerdings nicht wirklich verbogen, sondern es kommt mir so vor, als seien die Gelenke nicht in Ordnung. Vielleicht hat wirklich die Gymnastik gefehlt. Ich hätte nur gedacht, daß eine Spinne in der Lage wäre, sowas doch noch zu reparieren. In der Natur ist sie schließlich auch nicht garantiert ungestört bei der Häutung.

    Zu trocken kann eigentlich auch nicht sein. Die Luftfeuchtigkeit war mit ca. 70% vielleicht nicht ultrahoch, aber es gab ja auch keine Komplikationen bei der Häutung selber. Der Wassernapf war immer gefüllt. Das Verhalten, sich immer auf und in den Wassernapf zu setzen habe ich anfangs auch so gedeutet. Aber ich habe dafür gesorgt, daß immer zu trinken da ist.

    Schaffen wird sie es wohl nicht, denke ich. :cry: Dafür hat sie einfach zu sehr abgebaut. Immerhin hat sie sich gestern noch bewegt. Heute ist kein Leben mehr in ihr zu bemerken, wenn man von dem gelegentlichen Zucken mal absieht, was inzwischen aber auch passé ist. :roll:

    Werde ihr ein schönes Grab im Garten machen.

    Gruß
    Christian :cry:

  5. #5
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    Hallo Christian

    Tut mir leid, Deine Spinne wird es nicht schaffen.
    Es passiert, dass Spinnen Tage brauchen um zu sterben, wenn sich jedoch ein Unterziehen der Beine anzeigt - und sei es noch so duchbrochen von "guten Phasen", ist es meist das Endstadium.
    Das, was Du beschreibst klingt mir nicht nach Verkrüpplung durch ungutes Häuten.
    Ich selbst habe zwei Spinnen gehabt, die diese Problematik(verkrüppelte Beine) durchmachten und letzten Endes gestorben sind.
    Allerdings steckte die eine einfach zu lange in der alten Haut und ihre Beine härteten so deformiert aus, die andere hatte nach oben gebogene Zehen und krumme Beine (sehr große schwere blondie).
    Die blondie war insgesamt schwach nach der Häutung und hat - wie Deine Spinne - Tage gebraucht um zu sterben, zwischendurch dachte ich immer, es würde besser, dann fiel ihr Abdomen ein (Exitus).

    Die kleine sabulosum hat Monate mit langgestreckten Hinterbeinen gelebt, gejagd und gefressen, und ist schliesslich gestorben, weil sie sich hinter Rinde verkantet hatte und nicht mehr raus kam.
    Ich Idiot hab es zu spät bemerkt.

    Die Beine Deiner Spinne sind nicht verkrüppelt, sie hat einfach die Häutung nicht überstanden und stirbt.
    Traurig, mein Beileid.

    Grüße Mila

  6. #6
    Registriert seit
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    481
    Hallo Christian,

    tut mir echt leid um Deine Spinne.

    Nach der letzten Häutung meiner C.c. hatte sie Tage danach auch die Angewohnheit, zwischendurch mit angezogenen Beinen im Terrarium zu sitzen. Jedoch sobald ich die Tür geöffnet habe hat sie sich sofort ins Gespinnst zurück gezogen. Wie ich gelernt habe, schein C.c. sich öfters mal "komisch" zu platzieren. Scheint bei Dir leider nicht so zu sein.

    Hier mal "mein" alter Thread:

    http://www.arachnophilia.de/forum/viewtopic.php?t=5316

    Gruß

    INgo

  7. #7
    Registriert seit
    28.05.2002
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    241
    Hallo Christian!

    Na, das tut mir jetzt aber leid.
    Aber anscheinend ist es so, dass manche Spinnen eine Häutung ganz einfach nicht überstehen. Vielleicht war das Ganze körperlich zu anstrengend für sie. Oder sie wurde von irgendwas gestört oder oder oder... man weiß ja nicht... tut mir jedenfalls leid für die Kleine!

    Mitfühlende Grüße,
    Babsi

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