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B.Vagans-komisches Verhalten + welche zweite Spinne????

Erstellt von Grania, 20.07.2005, 15:03 Uhr · 25 Antworten · 5.638 Aufrufe

  1. #21
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    dass man die bartis in einem außengehege laufen lassen soll/kann...
    Das stand nie zur Diskussion. Es ging um Freilauf in der Wohnung.

    Gruß, Bassi

  2. #22
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    Das ist doch nu Tute wie Tröte, ob die im Garten oder in der Wohnung läuft...
    Zugluft kriegt sie auch im Garten...

    Und folgendes:
    Gründe hierfür sind Zugluft, keine Grabmöglichkeiten, keine vernünftige Beleuchtung etc.
    wäre wohl eher als Problemchen zu sehen, wenn das Teil nur in der Wohnung, ohne Terri leben müßte...
    Vom Grabmöglichkeitspunkt und der Zugluft aus, dürfte man auch keine Kaninchen in der Wohnung halten...

    Da finde ich ne Einzelpapageien/-wellensittichhaltung im Rundkäfig ohne Freiflug bei viel weiterem "nicht artgerecht "...
    Oder Frettchenhaltung in der Wohnung, oder Einzelhaltung von Meerschweinchen und Kaninchen, oder Gruppenhaltung von Zwerghamstern ( die ebenfalls solitär leben), oder die Haltung von adulten Vogelspinnenböcken auf 30 x 30 cm Grundfläche ( die hier wie in der Natur Kilometer um Kilometer abreißen, was mit 900 cm² nur dürftigst ausgeglichen ist)...

    Grüße, Andreas

  3. #23
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    Das ist doch nu Tute wie Tröte, ob die im Garten oder in der Wohnung läuft...
    Der Vorteil beim "Gartenlauf" ist die echte Sonne, an deren Lichtqualität auch Leuchten wie HQI und Osram Vitalux nicht rankommen. Das ist ja schließlich Sinn und Zweck der Übung.

    dürfte man auch keine Kaninchen in der Wohnung halten
    Kaninchen sind schon ein bisschen was anderes als Bartagamen. Erstens sind Kaninchen nicht wechselwarm und erleben keinen Temperatursturz von (im stärksten Fall) über 20°C, wie es bei Bartagamen der Fall ist, wenn man sie von ihrem Sonnenplatz auf den Wohhnzimmerboden setzt.
    Wenn man sowas ein paar mal macht, kann ich Dir versichern, dass es sich auf die Dauer negativ auf die Gesundheit des Tieres auswirkt (Thema Stress). Zweitens stellt das Zimmer (bei Innenkaninchen) ja im Prinzip auch den alltäglichen Lebensraum dar, der nur durch ein Gitter o.ä. abgetrennt ist und somit jeden Tag mit den Verhältnissen in der Wohnung konfrontiert wird und durch Ursprung und Zucht den Verhältnissen in etwa angepasst sind. Kaninchen sind Haustiere - Bartagamen Wildtiere.
    Übrigens: Meerschweinchen sollten auch nicht unbedingt ständig Zugluft ausgesetzt sein.



    Wenn man glaubt, dass die Tiere mehr Platz brauchen, soll man ihnen halt ein größeres Terrarium kaufen und nicht notbehelfsmäßig das Tier über den Teppich laufen lassen. Denn einen anderen Sinn hat das Laufen lassen in der Wohnung ja wohl nicht.
    Du steckst ja eine T. blondi ja auch nicht in ein 30x30-Terrarium und lässt sie dafür dann alle zwei Tage mal durch die Küche marschieren.


    Da finde ich ne Einzelpapageien/-wellensittichhaltung im Rundkäfig ohne Freiflug bei viel weiterem "nicht artgerecht "...
    Dass es noch andere Tiere gibt, die nicht artgerecht gehalten werden, ist natürlich richtig ... aber das ist ja kein Argument dafür, andere Tiere "nur ein bisschen unartgerecht" zu halten.


    oder die Haltung von adulten Vogelspinnenböcken auf 30 x 30 cm Grundfläche
    Besser wäre natürlich ein größeres Terrarium- keine Frage! Ich schreib später noch was dazu, aber gerade hab ich Zeitmangel :wink:

    In diesem Sinne:
    Viele Grüße, Bassi

  4. #24
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    Hallo Leute!

    Eure Sorge darum, Tiere möglichst artgerecht zu halten, finde ich durchaus lobenswert (ehrlich). Aber ich glaube, Ihr übertreibt es da so ein wenig.

    Ich bin in Australien aufgewachsen und habe auch in der freien Wildbahn Bartagamen gesehen (obwohl ich mich erstmal an das deutsche Wort dafür gewöhnen mußte). Ich kann Euch versichern: Es gibt auch Wind (Zugluft) in der Natur. Bartagamen führen in der Natur kein Leben komplett ohne Wind - eher im Gegenteil. Ferner sind die Temperaturschwankungen dort auch nicht vom Pappe - immerhin sind Bartis ja eher Steppen- oder Halbwüstenbewohner. Die Anpassungsfähigkeit dieser Tiere sollte man nicht unterschätzen. Pogona vitticeps lebt von den wüstenartigen Gegenden vom NT und Queensland bis ins weseltlich kühlere NSW und auch kleine Teile von Vic. Pogona Barbata kennt überweigend das Ostseitenklima von so weit nördlichen Gegenden wie Cooktown, kommt aber auch im Latrobe Valley vor und da ist das Klima eher wie bei uns als irgendwie steppenmäßig oder trocken. Victoria ist sehr europäisch - in vielerleich Hinsicht - von den Regenwürmern mal abgesehen.

    Tiere sind in der Natur sehr anpassungsfähig. Nicht nur Säuger, sondern auch Reptilien und Wirbellose nutzen die Bauten von Menschen als Unterschulpf oder Jadgtgebiet. In Australien war dies z.B. bei recht lauten Ölpumpen der Fall. Man hatte erst angenommen, daß die Tiere Angst vor ihnen haben würden, aber Pustekuchen! In den weitgehend unbemannten Industrieanlagen tummeln sich viele Wildtiere. Es ist noch keiner auf die Idee gekommen, diese zu verjagen, weil sie dort nicht artgerecht leben. Man hat ja nichtmal versucht, den Tieren zu erklären, daß sie nicht artgerecht leben - immerhin kommt Stahl in der Natur nicht vor.

    Zum Thema Streß:
    Ich packe meine Spinnen auch nicht laufend an, weil mir das einfach nicht so viel gibt. Das Gefühl ist nicht so wahnsinnig doll - im Gegenteil: Ich finde dieses leichte Nadelgefühl von den Spinnenfüßen auf der Haut eher unangenehm. Da ich zwei größere Spinnen habe, die sich problemlos anfassen lassen (Grammostola Actaeon und Eupalaestrus Campestratus) könnte ich es regelmäßig machen, aber warum? Es gibt mir nichts und es besteht sonst keine wirkliche Notwendigkeit dazu. Dann lasse ich mich lieber von meiner Katze vollhaaren als von einer Spinne - die Spinnenhaare jucken so ätzend. :lol:

    Dennoch keine ich die Sorge einiger Leute hier was den Streß getrifft nicht so ganz nachvollziehen. Kein Wildtier führt in der Natur ein vollkommen streßfreies Leben, wie es offenbar viele hier in den Terrarien bieten wollen. Das heißt, eine Spinne trifft mit Sicherheit dann und wann mal auf ein Tier, was ihr nicht wirklich wohlgesonnen ist. Eine Spinne bekommt in der Natur auch nicht mit schöner Regelmäßigkeit vitaminreich ernährtes Futter vorgesetzt, welches immer so dimensioniert ist, daß sie es problemlos überwältigen kann. Spinnen müssen oft wochenlang ausharren , sich gegen Feinde zur Wehr setzen (oder auch mal weglaufen), lassen auch mal ein Bein abfallen, um das eigene Leben zu retten und schaffen es dann noch mit letzter Kraft, eine viel zu große und sich wehrende Beute zu erlegen. Das ist Natur, nicht ein kleines, klimatisiertes Kästchen, wo die größte Sorge der Spinne ist, angeglubscht zu werden.

    Viele Wildtiere degenerieren, wenn sie in der Gefangenschaft ein zu laues Leben führen. Mir sind keine Studien bekannt, ob dies bei Wirbellosen auch passiert. Ein Wenig Streß gehört aber zum Leben dazu - für alle Tiere. Und alle Tiere sind auch in der Lage, Streß zu verarbeiten und zu bewältigen. Bei vielen ist er sogar für den Erhalt der Körperlichen Gesundheit notwendig.

    Versteht mich bitte nicht falsch: Das ist jetzt kein Aufruf, Eure Spinnen regelmäßig in die Hand zu nehmen. Das ist wahrscheinlich eine recht unnatürliche Sache für eine Spinne. Wie unnatürlich sie ist, kann uns nur eine Spinne sagen, deren Wahrnehmung wir verstehen. Für eine Spinne könnte die Hand des Halters auch einfach ein sich im Wind bewegender Zweig sein. Wirklich stressig wird es für eine Spinne wohl erst, wenn sie regelmäßig angefaßt und genervt wird. Ansonsten sehe ich die weitaus größere Gefahr für die Spinne in einem möglichen Sturz oder in der Wut des (blöden) Halters, der gar nicht verstehen kann, warum eine Poecilotheria das Anfassen mit einem Biß quittiert.

    Gruß
    Christian

  5. #25
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    An mein Herz, Bruder im Geiste !

    Dem, finde ich, ist nichts hinzuzufügen !

    Ich mein, wenn einer nen anderen Skorpion als Pimp ( Pandinus imperator :lol: ) hat, wird er sich sicher sehr gut hüten, den auf die Hand zu nehmen ( gibt genug, die ihren imp. mal rausholen und ihn über den Tisch oder Arm krebsen lassen. Das die bis aufs Blut kneifen können, wird meist verdrängt..) ...
    Ein Skorpion geht nicht so schnell kaputt wie ne Spinne, aber warum nimmt dann keiner etwa seinen Parabuthus liosoma auf die Hand, oder seinen Hottentotta ?

    Ich würde mir immer vor Augen halte, das Spinnen auch giftig sind, und wenn einer nicht weiß, daß er auf das Gift allergisch reagiert, kann er genauso am Ar... sein, wie wenn der Skorpion ihm den Stachel in den Daumenballen haut...
    Zu bedenken ist, das ein Skorpion meist erst noch droht, bevor er piekt, und sich auch charakteristisch aufstellt...
    Die Chelizeren einer Spinne aber sind weit näher an der Haut, und die Spinne hat nicht so große Umstände, zu beißen...
    Sie mag trocken beißen, aber man erschrickt, zieht die Hand weg/pfeffert die Spinne an die Wand, und schon ist die Spinne das böse Monster und schuld am Biß, sowie meist tot oder schwer verletzt...
    Und warum ?
    Weil man mal kucken wollte, wie das ist, und man ja ziemlich cool so ist...

    Leute, ich nehme nicht mal meinen Hamster auf die Hand...
    Der ist zwar lieb, wie eine VS meist auch, aber wenn er schlecht drauf ist, wird er beißen oder versuchen, abzuhauen...
    Leider merkt man nicht, wann er schlecht drauf ist...
    Muß nur mal nen Luftzug vorbeihuschen, der nen Raubfeind impliziert, für Spinne wie für Hamster, und schon hat man ein Problem...
    Mehr braucht man wohl nicht zu sagen...

    Grüße, Andreas

    PS: @Bassi, Kaninchen mögen Haustiere sein, leben aber noch immer Stück für Stück wie ihre Vorfahren, das heißt, sie müssen zwingend graben, und legen sich natürlicherweise Baue an, wie in Gehegen gehaltene Hauskaninchen immer wieder zeigen...
    Für meinen Hamster, der dasselbe tut, ließ sich eine Buddelkiste aber weit einfacher realisieren, als es für ein Bunny ginge :wink: ...
    Läßt sich gut mit dir diskutieren !

  6. #26
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    274
    @Gullytrotter:

    Guter Beitrag.

    Was das Thema Anfassen etc. betrifft, so stehe ich der Streßproblematik auch etwas unentschlossen gegenüber. Greifbare Fakten, wie sich das ganze auf den "Seelenzustand" der Spinne auswirkt, sind ja scheinbar eher nicht verfügbar.
    Weswegen ich dem "Anfassen/ Auf die Hand nehmen" trotzdem sehr kritisch gegenüber stehe, ist die Tatsache, dass unsereins diese Tierchen nun mal zum eigenen Vergnügen hält. Und zu diesem Vergnügen gehört es sicher nicht, wenn jemand, der absolut nicht abschätzen kann, wie sich das Tier verhält oder wie er es einigermaßen kontrollieren kann, eben dieses Tier auf die Hand nimmt. Dabei kümmert es mich herzlich wenig, ob er von der VS gebissen wird. Der Biss ist nun mal in den meisten Fällen unproblematisch, wenn auch schmerzhaft. Vielmehr würde ich es einfach nicht riskieren wollen, das Tier dann, ob unabsichtlich oder wegen der Überraschung o.ä. fallen zu lassen, an die Wand zu werfen (es gibt da die "amüsantesten" Berichte von Bissopfern) etc. und somit die VS zu verlieren.
    Ich hab meine VS bisher nicht außerhalb des Terris gehabt, ob auf der Hand oder anders (außer zum Transport, und auch da war der Übergang von HD zu Terri fließend). Ich kann einfach nicht abschätzen, wie sie sich verhalten. Vielleicht döst meine auratum einfach ein bißchen auf der Hand (sehr wahrscheinlich), aber vielleicht macht sie auch nen Satz, fällt runter oder es passiert ein sonstiges Missgeschick und ich hab eine Spinne weniger. Und sowas will ich halt nicht riskieren...gut für mich, gut für die Spinne.

    Ich weiß, hat ein bißchen was von Eigennutz, aber wir halten die Tiere ja nun mal in der Regel, weil es uns gefällt.
    Der Natur ist es freilich egal, was mit der VS passiert. Vielleicht lebt sie zufrieden zwanzig Jahre, vielleicht wird sie morgen gefressen oder stirbt an einer Krankheit oder was auch immer.

    Man kann den Punkt "Terrarium ist nicht gleich Natur" also auch von dieser etwas anderen Perspektive aus sehen.

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