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Unterstützung bei "abgeworfenem" Bein

Erstellt von KiIIUAII, 31.08.2006, 11:32 Uhr · 3 Antworten · 3.522 Aufrufe

  1. #1
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    34

    Unterstützung bei "abgeworfenem" Bein

    Heyho, mal wieder!

    Ich als absoluter Anfänger, habe mal wieder ein Erlebnis hinter mir, daß mir gerne erspart hätte bleiben können. Gestern Nacht begann meine Grammostola Rosea wie eine wilde den Boden zu verspinnen, Tags drauf war sie schon halb gehäutet. Die Betonung liegt auf halb. Wissend, daß man weder stören soll, noch sonst irgendetwas unternehmen sollte, habe ich brav gewartet, doch nach einer Stunde stellte ich fest, daß das hinterste linke Beinglied abgetrennt war und ein Tröpfchen Hämolymphe glänzte an der Stelle. :cry: Aber aus der Haut war sie.
    Entsetzt hab ich mich auf das Forum (Viva www.arachnophilia.de) gestürtzt um zu den Thema etwas zu finden. Naturlich gab es hier Unmengen an Artikeln, die beschieben, daß das Phänomen keine ausgesprochene Seltenheit darstellt, aber durchaus mit vielen Problemen verbunden sein kann (Meist waren die Threads aber spezifisch auf Folgeprobleme bezogen, so daß ich mal wieder einen neuen eröffnet habe). Außerdem stolperte ich über einen Satz, der besagte, daß das Bein "nachwachsen" könnte.

    Nun meine Fragen:

    1.) Wie in Gottes Namen soll das denn funktionieren, bei einem Exoskelett?

    2.) Und wenn das nicht nur Humbug war, kann ich dies Unterstützen (Calciumergänzung der Nahrung, Temperatur)?

    3.) Sollte ich noch etwas zur desinfektion, bzw. Wundpflege unternehmen (da war von Backpulver, Mehl und Puderzucker bei nicht gestoppter Blutung die Rede)? Wobei ich mich echt davor sträube irgendetwas
    in die offene Wunde zu streuen (Fremdkörper Infektionsgefahr).

    Ist Euch schon mal etwas ähnliches passiert? Weiß man woran das liegt, daß die Häutung zum Beinverlust führt? Und vor allem, wer hat schon mal ein Nachwachsen beobachtet?

    Vielen Dank, wie immer, im voraus...

    Der besorgte Spinnen-Papa
    K.

  2. #2
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    206
    Hallo K.,

    1.) Ich weiss nicht, wie das funktioniert, aber es funktioniert

    2.) Ist nicht nötig

    3.) Wenn nichts mehr aus der Wunde austritt, würde ich gar nix mehr machen

    Bei meiner smithi sind mal zwei Beine flöten gegangen (bei einem hat sie sich an ihrer Behausung festgehalten, ist losgelaufen, und ab wars. Bei dem anderen hab ich keine Ahnung). Sie hat mittlerweile zwei Häutungen hinter sich und wenn man nicht genau weiss, welche Beine gefehlt haben, sieht man es nicht mehr.
    Ich denke einfach mal, dass es bei deiner (Spinnes) Häutung irgendein Problem gab und sie das Bein einfach abgeworfen hat. Ist aber erstmal nicht weiter schlimm.

    MfG

    Carsten

  3. #3
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    Beiträge
    4.402

    Re: Unterstützung bei "abgeworfenem" Bein

    Hallo K. !

    Zitat Zitat von KiIIUAII
    ...das hinterste linke Beinglied abgetrennt war und ein Tröpfchen Hämolymphe glänzte an der Stelle. :cry:
    nur um Missverständnisse zu vermeiden - war das hinterste linke Bein komplett(!) abgetrennt oder nur ein Beinglied von besagtem Bein ? Wenn das ganze Bein fehlt dann ist das kein Grund zur Sorge denn die Tiere haben eine "Sollbruchstelle eingebaut" was den Tropfen Hämolymphe erklären würde.

    Außerdem stolperte ich über einen Satz, der besagte, daß das Bein "nachwachsen" könnte.
    1.) Wie in Gottes Namen soll das denn funktionieren, bei einem Exoskelett?
    ganz "einfach" - das neue Bein wird im Inneren des Exoskeletts, also innen anliegend an der Aussen"schale" nachgebildet und klappt dann bei der nächsten Häutung auf - ist das nachvollziehbar denn ich wüsse nicht wie ich's einfacher erklären sollte ?!

    2.) Und wenn das nicht nur Humbug war, kann ich dies Unterstützen (Calciumergänzung der Nahrung, Temperatur)?
    ist kein Humbug - VS können alle(!) Extremitäten ersetzen, also genauso Chelizeren, Pedipalpen od. Spinnwarzen ! Unterstützung braucht's dafür keine, halte die Spinne einfach wie bisher, den Rest erledigt die Natur :wink:

    3.) Sollte ich noch etwas zur desinfektion, bzw. Wundpflege unternehmen (da war von Backpulver, Mehl und Puderzucker bei nicht gestoppter Blutung die Rede)? Wobei ich mich echt davor sträube irgendetwas in die offene Wunde zu streuen (Fremdkörper Infektionsgefahr).
    wenn das ganze Bein wie oben beschrieben abgeworfen wurde sind keine Desinfektionsmassnahmen notwendig. Du kannst, um Dein Gewissen zu beruhigen, etwas Puderzucker oder Mehl auf die Stelle tun aber notwendig ist das sicher nicht !

    Ist Euch schon mal etwas ähnliches passiert? Weiß man woran das liegt, daß die Häutung zum Beinverlust führt? Und vor allem, wer hat schon mal ein Nachwachsen beobachtet?
    bei adulten Tieren -glücklicherweise- noch nicht. Bei jungen Tieren kann man nur bei der 1. Häutung nach dem Verlust des Beins einen Unterschied zu den anderen Beinen sehen, nach der 2. Häutung ist meist kein Unterschied mehr erkennbar.
    Bei adulten Tieren dauert die Geschichte etwas länger, sprich da kann's schon mal 3-4 Häutungen dauern bis das ersetzte Bein nicht mehr von den anderen zu unterscheiden ist.

    LG, Ferdinand

  4. #4
    Registriert seit
    23.07.2006
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    34

    Thanx again

    ich kann gar nicht häufig genug Danke sagen...

    @ Ferdinand: Japp, gazes Bein, also "Soll-Bruchstelle"
    Danke für die Erklärung

    Ich kann die nächste Häutung schon kaum erwarten....
    Wer hätte gedacht, daß ich mich aufführe wie bei 'ner Geburt.

    Grüsse, K.

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