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Dyskinetisches Syndrom

Erstellt von 8Leg, 27.09.2010, 22:55 Uhr · 16 Antworten · 15.354 Aufrufe

  1. #1
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    Dyskinetisches Syndrom

    Vorab, ich weiß, dass dies der 1000ste Thread mit dem Titel Dyskinetisches Syndrom ist,
    jedoch möchte ich hier nicht wissen ob diese Krankheit vorliegt sondern, mit Hilfe von euch,
    etwas Licht in die Sache bringen.
    Da mich diese Geheimnisvolle Krankheit schon lange interessiert habe ich so
    ziemlich jeden Stoff im Netz darüber gelesen, bin aber nicht wirklich schlauer daraus geworden.

    Fakt ist, dass es sich hierbei um eine schwerwiegende Krankheit für Vogelspinnen handelt, die in den meisten Fällen zum Tod führt.

    Symptome:
    • Im Anfangsstadium zeitweilige unkoordinierte Bewegungsabläufe die rasch wieder abklingen.
      Zuckungen bzw. schnelle, reflexartige Bewegungen der Beine ohne jeglichen Grund.
      Flegmatisches verhalten (herumliegen, zusammenkauern, Nahrungsverweigerung, etc.)
    • Im fortgeschrittenen Stadium werden die Symptome zunehmend heftiger.
    • Im Endstadium können zwei Fälle eintreten:
      1. Die Spinne kann ihre Gliedmaßen überhaupt nicht mehr steuern und verkrampft völlig.
        (YouTube - Sick Regalis)
      2. Die Spinne rudert unkoordiniert mit ihren Gliedmaßen umher
        (YouTube - H.Hercules ?? dyskinetic syndrome ??)


    Ursachen:
    Die Ursachen beruhen auf Vermutungen und logischen Schlussfolgerungen die ich bei meiner Recherche zusammengetragen habe.

    Nun zunächst, in Anbetracht der Symptome, gehe ich davon aus, dass es sich um eine akute Erkrankung der
    Nervenbahnen bzw. Nervenknoten der Beine handelt. Denn es sind meines Wissens ausschließlich die Beine
    vom Dyskinetischen Syndrom betroffen (z.B. siehe das Video der P.regalis --> Versuchter Giftbiss --> Chelizeren funktionieren einwandfrei).
    Die Erkrankung der Nervenbahnen legt nahe, dass es sich um einen Virus handelt der diese zerstört oder beeinträchtigt.
    Ebenso könnte es sich aber um ein Bakterium handeln, welches sich an den Nervenenden ablagert und somit verhindert,
    dass Informationen übermittelt werden können.

    Vielen Berichten war zu entnehmen, dass andere Spinnen des gleichen Halters einige Tage/Wochen später ebenfalls anfingen
    diverse Symptome zu zeigen, was meine Vermutung untermalt.
    Ich habe mich daraufhin mit einigen von ihnen in Verindung gesetzt und abei kam heraus, dass eigentlich niemand die Hände bzw.
    die Pinzette zwischen den Fütterungen der einzelnen Spinnen reinigt und desinfiziert. Somit können sich die Erreger, einmal auf der
    Pinzette/der Fingerspitze niedergelassen, auf mehrere Terrarien ausbreiten ohne, dass eine direkte Verbindung ersichtlich ist.
    Behauptungen von giftigen Pflanzen und schlechtem Bodengrund als Ursache
    kann man meiner Meinung nach ausschließen. Was allerdings nich außer Acht gelassen werden darf ist, dass die Möglichkeit besteht,
    dass es verschiedene Syndrome mit gleicher ausprägung sein könnten.

    Heilung:
    Eine Heilung des betroffenen Tieres ist äußerst unwahrscheinlich, sofern es sich nicht um einen jungen Spiderling handelt.
    Es gibt Berichte und eine Videoreihe auf YouTube (siehe unten), bei der eine Heilung vom Dyskinetischen Syndrom beschrieben wird.
    Dies kann aber nur dann stattfinden, wenn man es irgendwis schafft, die Spinne durch die nächsten Häutungen zu bekommen. Ich
    kann mir so etwas nur dadurch erklären, dass die Erreger eventuell direkt am Übergang zwischen dem Prosoma und den Beinen sitzen
    und diese dann, durch die Häutung, zumindest teilweise, mit abgeworfen werden (was mehr für Bakterien spricht).

    Heilungsversuche:
    Ich selbst hatte (zum Glück) noch keinen Fall von Dyskinetschiem Syndrom bei meinen Kleinen aber jeder Betroffene kann, natürlich auf
    freiwilliger Basis, eine der folgenden Methoden versuchen.Ich weise darauf hin, dass jeder der einen dieser Versuche ausprobiert selbst für
    die Folgen verantwortlich ist. Die Tiere könnten dabei sterben, deshalb sollte gründlich und lange über diesen Schritt nachgedacht werden.

    1. Survive-Methode:
      Es wird versucht die Spinne bis zur nächsten Häutung irgendwie am Leben zu erhalten. Durch vorsichtiges träufeln eines Wasser-Heimchen-Mix
      direkt in die Mundöffnung und Haltung bei kühleren Temperaturen (~16-18°C) und feuchterer Umgebung (~90% LF). Wenn sich die Spinne häutet,
      gibt es eventuell eine Verbesserung der Krankeit so, dass anschließende Lebenserhaltungsmaßnahmen vieleicht einfacher werden bis die Spinne
      geheilt ist.
      .
    2. Kühlschrank-Methode:
      Dies ist eine sehr rabiate Methode, hat aber den Vorteil, dass die Spinne bei Fehlern friedlich einschläft und nicht mehr leiden muss.
      Zunächst wird eine Heimchendose mit Küchenpapier gut ausgepolstert. Dann setzt man die Spinne hinein, es muss aber durch den Deckel freie Sicht
      vorhanden sein. Nun wir der Behälter zunächst für 4min in den Kühlschrank gestellt (ca. 3°C). Anschließend wird er für 1min wieder herausgenommen
      und danach wieder in den Kühlschrank gestellt. das macht man so lange, bis im Inneren der Heimchendose nur noch ca. 8°C herrschen. Danach in
      umgekehrter Reihenfolge wieder aufwärmen (4min draußen, 1min im Kühlschrank).
      Diese Prozedur wiederholt man ca. 3-4mal am Tag.
      Da Bakterien und Viren oft solche Temperaturschwankungen nicht vertragen, könnte dadurch eine Besserung oder sogar eine Heilung auftreten.
      .
    3. Chemo Therapie:
      Es wird eine sehr sehr geringe Dosis von herkömmlichem Antibiotika in Wasser aufeglöst und der Spinne mit einer Pimpette über die Mundöffnung geträufelt.
      Diese Methode ist jedoch sehr experimentell und ich weiß nicht wie Spinnen darauf reagieren.
      Deshalb rate ich hiervon ab.
      .
    4. Shocktherapie:
      Die Spinne in eine ausgepolsterte Heimchendose geben und für 1min in den
      Tiefkühlschrank. Dann schnell rausnehmen und an einem kühlen Ort (z.B. Keller) langsam auftauen lassen. Die Spinne mit der Heimchendose für den Rest des
      Tages an diesem Ort belassen und erst langsam wieder an die normale Raumtemperatur gewöhnen.
      Hat den selben Effekt wie die Kühlschrank-Methode ist jedoch riskanter, hat aber den Vorteil, dass die Erreger geshockt werden, was sie auchnciht mögen.
      .
    5. Heizungsmethode (von janet): (Originalpost hier - Danke für den Tipp Mancon)
      Die VS wurde sofort vom Bestand separiert und in eine mit trockenem Zewa ausgelegt HD befördert (kein Abwehrverhalten, nur Zuckungen) und sehr warm gestellt (direkt auf die Heizung). 1x pro Tag wurde das Zewa etwas befeuchtet, und nach 30 Minuten sofort wieder gegen trockenes ausgetauscht und das Tier wieder warm gestellt. Nachts wurde die HD von der Heizung genommen und normal bei Zimmertemperatur gestellt (ca. 22 Grad).

      Nach ca. 10 Tagen liess das Verkrampfen und Taumeln deutlich nach und ich habe es mit einem Futtertier versucht (Heimchen), was sofort geschnappt und gefressen wurde. Nach und nach setze auch wieder normales Spinnverhalten ein sowie Drohverhalten und normale Bewegungsabläufe, wenn ich die HD öffnete zum Zewawechsel^^

      Die VS sitzt jetzt wieder in einer Fürstdose mit Erde (noch immer aber räumlich separiert), gräbt, spinnt und frisst und zeigt bisher keine weiteren Auffälligkeiten. Die Bewegungsabläufe sind absolut normal. Das Tier wird aber weiter gut beobachtet.

      Die o.g. Massnahmen sind keinem Buch o.ä. entnommen und als wirksame "Therapie" zu verstehen (man weiss ja nichtmal gegen was, denn DS ist ja lediglich wenn dann ein Symptom), sondern mir ist einfach aufgefallen, dass das Krampfen unter massiver Wärmezufuhr (die Heizung war wirklich sehr heiss) merklich nachliess. Ich muss auch dazu sagen, dass ich zumindest die erste Zeit wo die VS in der HD auf der Heizung stand ständig kontrolliert habe wie das Tier reagiert und die Heizung hoch und runtergeregelt habe.
      Zugeben muss ich noch, dass ich kurz davor war, die Spinne einzufrieren als ich sie das erste Mal so taumeln sah. Sie sah wirklich mehr tot als lebendig aus. Nur vom Erlösen bekommt man keine Erkenntnisse sondern nur ein totes Tier, und so hab ich zumindest was versucht, was auch (bis jetzt, man sollte es nicht Verschreien) geklappt hat. Die VS steht natürlich weiterhin unter strenger Beobachtung.

      Vielleicht können o.g. Massnahmen und Beobachtungen ja weiteren VS helfen, es wäre schön wenn ihr eure Tiere nicht gleich einfriert, sondern zumindest versucht, ihnen zu helfen und eure Beobachtungen hier mitteilt. Leider tappt man dabei, was DS ist, was es auslöst und was man tun kann halt noch arg im Dunklen.
      .
    6. Vitaminpräparate (z.B. Vit. B12) (Danke für den Tipp Pelmator)
      Da das Dyskinetische Syndrom wahrscheinlich nervenbedingt ist, könnten auch einige Vitaminpräparate helfen die symptome zu lindern.
      Mehr information darüber (Erfolge(Misserfolge) wären sehr hilfreich.


    Videodokumentation der Heilung durch wiederholte Häutung (Grammostola Rosea):
    1. YouTube - Grammostola rosea with Diskinetic syndrone
    2. YouTube - G rosea DKS
    3. YouTube - Grammostola rosea with Diskinetic syndrone update!!!
    4. YouTube - Grammostola rosea feeding (Ex DKS Victim) Update #3
    5. YouTube - Grammostola rosea with Diskinetic syndrone update #4

    .
    Nun bevor ihr alle losschimpft, überlegt mal was ihr tätet wenn eure liebste Vogelspinne am Dyskinetischem Syndrom leiden würde. Würdet ihr nicht alles versuchen um sie zu retten ?

  2. #2
    Mancon Gast
    Hi,

    ich würde die Heizungsmethode versuchen, die von Janet hier beschrieben wird - die hat ja auch schon geholfen.

    Aber ich denke, es ist ganz gut, Informationen nochmals zu bündeln - was keinerlei Kritik am bestehenden Thread darstellen soll.

    Lg,
    Mancon.

  3. #3
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    1.738
    hi,

    also ich finde die Auflistung gut. Könnte aber noch erwähnt werden, das auch Vitamin B12 schon angeschlagen hat. Da einige davon ausgehen, das DS nervlich bedingt sein könnte, wäre das reichen eines Vitaminpräparates in meinen Augen auch nicht verkehrt.

  4. #4
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    30
    Zitat Zitat von Mancon Beitrag anzeigen
    Hi,

    ich würde die Heizungsmethode versuchen, die von Janet hier beschrieben wird - die hat ja auch schon geholfen.

    Aber ich denke, es ist ganz gut, Informationen nochmals zu bündeln - was keinerlei Kritik am bestehenden Thread darstellen soll.

    Lg,
    Mancon.
    Zitat Zitat von Pelmator Beitrag anzeigen
    hi,

    also ich finde die Auflistung gut. Könnte aber noch erwähnt werden, das auch Vitamin B12 schon angeschlagen hat. Da einige davon ausgehen, das DS nervlich bedingt sein könnte, wäre das reichen eines Vitaminpräparates in meinen Augen auch nicht verkehrt.
    Danke für die Tipps. Hab ich wohl durch zu viel Infoinput übersprungen.
    Habs meiner Liste hinzugefügt.

  5. #5
    xXx
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    Also ansich keine schlechte Idee die allerdings Fehler aufweist!
    Als erstes wird vieles als DS angeblich beschrieben was keins ist bzw wo die Symptome auch auf eine starke Dehydrierung oder mit einer Vergiftung gleichzusetzen sind.

    Beispiel:
    Anfang des Jahres verstarben mir 3 Tiere in einem Zeitraum von ca 3 Wochen an den gleichen Symptomen wie DS.
    Das habe ich mit 4 VS Haltern besprochen die auch recht bekannt sind u. wie ich beim gleichen Futtertierlieferanten eingekauft haben.
    Uns 5 sind 9 Tiere eingegangen die mit den Futtertieren gefüttert worden sind.
    Fazit: jeder Halter sollte erstmal in seinem Umfeld schauen was die Ursachen gewesen sein können.

    nächstes Beispiel: Dehydrieren
    Eine dehydrierte VS zieht die Beine an weil der Flüssigkeitsverlust die Muskeln zusammen ziehen lässt (selber schon an einen Tier erlebt).
    Die Tiere bewegen sich dann als ob sie DS haben. Auch eine erneute Wassergabe hielt zwar das Tier am Leben allerdings waren die Muskeln irreparabel geschädigt.

    @ Pelmator
    Wo hat den B12 angeblich gewirkt?

  6. #6
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    Hallo zusammen,

    Die naheliegendste These, eine Vergiftung mit Fipronil oder ähnlichen Insektiziden wurde leider überhaupt nicht erwähnt.

    Die genannten Behandlungen sind teilweise völlig schwachsinnig. Tut mir leid das zu sagen, aber so ist es nunmal.

    Eine Antibiose ist keine Chemotherapie. Und von beidem sollte man die Finger lassen wenn man keine Ahnung hat.

    Kein Bakterium oder Virus hat Probleme mit Temperaturen die eine Spinne noch überlebt. Also kann man Kühlschrank und Eisschrank wohl auch Kegeln.

    Ich wüsste nicht wo Vitamin B12 bei der Spinne helfen soll, aber da lasse ich mich gerne belehren.

    Das einzige was in meinen Augen helfen kann ist die Hyperthermie-Methode. Und das unabhängig vom Auslöser das Syndroms.

    War bestimmt etwas Mühe, dies alles zusammenzutragen, aber in meinen Augen unnötige Arbeit.

    Gruß

    Frank

  7. #7
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    11
    morgen zusammen,

    für ein nervenleiden würde ja sprechen, dass bei araneae die ganglien im bauchmark zu einem knoten kumuliert sind und von den gliedmaßen innerviert werden. und die störung ausschließlich in den beinen stattfindet.

    falls es tatsächlich ein neuronale erkrankung sein sollte, dürfte die pauschale gabe von vitaminen aber wenig erfolg versprechen. zwar ist coenzym b12 in der tat wichtig für die zellteilung und bildung und umbildung von aminosäuren und von Coenzym a im citratcyclus. allerdings führt meines wissens ein starker mangel an b12 zu nervenleiden (kann also eine ursache sein), was nicht heisst, dass umgekehrt die gabe von b12 nervenleiden anderen ursprungs heilen kann.

    bei parkinson z.b. ist die ursache eine unterproduktion von dopamin, das ist ein neurotransmitter, hervorgerufen durch eine degenerative erkrankung der basalganglien (bestimmte nervenzellen, die das dopamin produzieren). da kann man mit vitaminen nichts reissen...

    ansonsten gebe ich frank recht, dass eine unkorrekte behandlung mit antibiotika auch dazu führen kann, dass sich in einer population von mikroorganismen genau diejenigen durchsetzen, die resitenzen gegen das entsprechende antibiotikum gebildet haben. und dass eine vergiftung am naheliegendsten ist.

    liebe grüße

  8. #8
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    30
    Auha, dass gibt wieder einen Roman

    @ xXx
    Das Thema der Ursachenfindung habe ich mehr oder minder überflogen. Ich denke zwar, dass es sicherlich wichtig ist aber gehe mal nicht davon aus,
    dass hier komplett beschränkte Leute rummlaufen und die Tiere dann mit
    dem selben Werkzeug und Futter nochmals füttern.
    Aber gut man soll ja niemals nie sagen. Ich werde dieses Thema mehr einfließen lassen.

    Könnte ich eventuell die Namen der 4 anderen VS Halter erfahren? Dann kann ich mit denen in Kontakt treten und mehr Informationen über dieses Thema sammeln.

    Bei Dehydrierung ziehen sich die Muskelstränge aufgrund des Wasserverlustes
    zusammen, wie du schon richtig gesagt hast. Jedoch sind die Bewegungen der Spinne, bei genauerer Betrachtung, selbst in diesem Zustand koordiniert. Natürlich, mit einem verstauchten Bein kann ein Mensch auch nicht mehr korrekt gehen aber der Bewegungsablauf entspricht der Norm, so auch bei Spinnen.
    (YouTube - P.irminia-Dyskinetic syndrome (?))

    Einen Vergiftungsfall habe ich bisher noch nicht beobachtet. Ausgehend von der herkömmlichen Hausspinne die von einem Insektizid getroffen wird sehe ich von den Symptomen her keine Übereinstimmung. Die Spinne kann nachwievor korrekt gehen (rennt in Panik weg). Sobald sie sich in irgend eine Ecke setzt zieht sie mit der Zeit langsam die Beine unter den Körper und verendet. Da Vogelspinnen relativ schwer sind, ist es meist so, dass sie die Beine nicht unter sondern an den Körper ziehen. Stubst man sie leicht an, läuft sie zwar etwas wackelig aber wiederum mit dem korrekten Gehrythmus.
    Aber danke für denTipp, ich werde mich da ein wenig einlesen.


    @ _Frank
    Natürlich gibt es bei jedem neuen Thread jemanden der nur rummeckert, in meinem Falle bist das eben du. Wobei ich damit ja eh noch Glück gehabt habe, es gibt einige User hier, die möchte ich nicht wirklich in dieser Rolle sehen

    Nun der Fall Fipronil war mir nicht bekannt, jedoch dürften dann seit Anfang dieses Jahres überhaupt keine Vergiftungserscheinungen in Deutschland, die durch Fipronil entstanden sind, mehr auftauchen, sofern man keine Kartoffeln ins Terrarium legt. Natürlich werden nachwievor mit Insektiziden versuchte Pflanzen verkauft aber man kann ja im Baumarkt fragen und im Zweifelsfall die Hand davon lassen und sie auf einer Terraristikbörse kaufen.

    Den Namen "Chemo Therapie" habe ich willkührlich gewählt, da es mit Medikamenten zu tun hat. Wenn dir der Name nicht gefällt, auch gut.

    Das mit den Bakterien und Viren ist nicht ganz richtig. Die Methode zielt ja nicht darauf ab, die Erreger durch den Kältetod zu vernichten, sondern sie mit Hilfe größerer, andauernder Temperaturschwankung zu schwächen und eventuell zu beseitigen. Diese Methode wird auch in der Forschung zur Medikamentenherstellung benutzt um die Resistenz der Erreger bzw. des Medikaments gegen eben solche Temperaturschwankungen in Erfahrung zu bringen.

    Am Ende möchte ich noch hinzufügen, dass es sich bei den meisten Methoden um noch nie ausgeführte Vorgänge handelt, daher ist auch nicht bekannt, ob es wirkt oder nicht. Ich bin froh, dass du deine Lieblingsmethode in der Hyperthermie gefunden hast und hoffe für deine Vogelspinnen, dass ihnen nie so etwas zustößt.


    @ passmetheshizzle
    Du scheinst ein sehr ausgeprägtes Wissen über Medizin zu haben. Nun, es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass Vogelspinnen so oft mit Antibiotika behandelt werden, dass sich Erregerstämme bilden konnten die resistent gegen diese sind. Dies kann nur der Fall sein, wenn die Erreger von vornherein die Wirkung des Antibiotikums unterdrücken.


    Vitamin B12-Akte: (für alle die etwas mehr darüber erfahren wollen)
    Vogelspinnen Dyskinetisches Syndrom


    Nun gut, ich werde die Kritiken zur Kenntnis nehmen und mich ein wenig in die Sekundärlektüre einlesen. Vielen Dank trotzdem.

  9. #9
    Registriert seit
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    171
    Hi,

    Auch wenn du es vielleicht wieder als gemecker abtust. Aber offenbar hast du dir nichtmal den hier im Forum stehenden und als Sticky markierten Thread zum DS durchgelesen.
    Denn dann wüsstest du, daß jüngst ein Bericht zum DS in der Arachne stand, in der eine Verbindung zwischen dem Einsatz von Frontline (tue ich übrigens nicht auf Kartoffeln), welches als Hauptwirkstoff Fipronil enthält und dem DS hergestellt wird.
    Ob sich damit alle Fälle erklären lassen sei mal dahingestellt. Sicher lassen sich damit jedoch viele Fälle erklären.
    Aber ich bin ganz sicher, daß du dir jetzt anliest wie Fipronil auf GABA-Rezeptoren wirkt und du dabei auch herausfinden wirst, daß die Symptome hervorragend passen. Natürlich kann man das alles vergessen wenn man schonmal eine "herkömmliche Hausspinne" hat verenden sehen.
    Ach übrigens, daß meiste steht im o.g. Thread.

    Ich hab' hier aber auch noch irgendwo einen Artikel rumliegen, wo die Wirkung von Fipronil auf die GABA-Rezeptoren von Wirbellosen untersucht wird. Zwar in Hinblick auf Resistenzbildung, aber deswegen nicht minder Informativ.

    Aber hast schon recht, ich mecker nur.

    Also Leute, wenn eure Spinne zuckt. Friert sie ein, aber vorher gut mit Antibiotika füttern, hat man ja ohnehin vom letzten Schnupfen übrig.

    Gruß

    Frank

  10. #10
    xXx
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    Zitat Zitat von 8Leg Beitrag anzeigen
    Auha, dass gibt wieder einen Roman

    @ xXx
    Das Thema der Ursachenfindung habe ich mehr oder minder überflogen. Ich denke zwar, dass es sicherlich wichtig ist aber gehe mal nicht davon aus,
    dass hier komplett beschränkte Leute rummlaufen und die Tiere dann mit
    dem selben Werkzeug und Futter nochmals füttern.
    Aber gut man soll ja niemals nie sagen. Ich werde dieses Thema mehr einfließen lassen.

    Könnte ich eventuell die Namen der 4 anderen VS Halter erfahren? Dann kann ich mit denen in Kontakt treten und mehr Informationen über dieses Thema sammeln.

    Bei Dehydrierung ziehen sich die Muskelstränge aufgrund des Wasserverlustes
    zusammen, wie du schon richtig gesagt hast. Jedoch sind die Bewegungen der Spinne, bei genauerer Betrachtung, selbst in diesem Zustand koordiniert. Natürlich, mit einem verstauchten Bein kann ein Mensch auch nicht mehr korrekt gehen aber der Bewegungsablauf entspricht der Norm, so auch bei Spinnen.
    (YouTube - P.irminia-Dyskinetic syndrome (?))

    Einen Vergiftungsfall habe ich bisher noch nicht beobachtet. Ausgehend von der herkömmlichen Hausspinne die von einem Insektizid getroffen wird sehe ich von den Symptomen her keine Übereinstimmung. Die Spinne kann nachwievor korrekt gehen (rennt in Panik weg). Sobald sie sich in irgend eine Ecke setzt zieht sie mit der Zeit langsam die Beine unter den Körper und verendet. Da Vogelspinnen relativ schwer sind, ist es meist so, dass sie die Beine nicht unter sondern an den Körper ziehen. Stubst man sie leicht an, läuft sie zwar etwas wackelig aber wiederum mit dem korrekten Gehrythmus.
    Aber danke für denTipp, ich werde mich da ein wenig einlesen.


    @ _Frank
    Natürlich gibt es bei jedem neuen Thread jemanden der nur rummeckert, in meinem Falle bist das eben du. Wobei ich damit ja eh noch Glück gehabt habe, es gibt einige User hier, die möchte ich nicht wirklich in dieser Rolle sehen

    Nun der Fall Fipronil war mir nicht bekannt, jedoch dürften dann seit Anfang dieses Jahres überhaupt keine Vergiftungserscheinungen in Deutschland, die durch Fipronil entstanden sind, mehr auftauchen, sofern man keine Kartoffeln ins Terrarium legt. Natürlich werden nachwievor mit Insektiziden versuchte Pflanzen verkauft aber man kann ja im Baumarkt fragen und im Zweifelsfall die Hand davon lassen und sie auf einer Terraristikbörse kaufen.

    Den Namen "Chemo Therapie" habe ich willkührlich gewählt, da es mit Medikamenten zu tun hat. Wenn dir der Name nicht gefällt, auch gut.

    Das mit den Bakterien und Viren ist nicht ganz richtig. Die Methode zielt ja nicht darauf ab, die Erreger durch den Kältetod zu vernichten, sondern sie mit Hilfe größerer, andauernder Temperaturschwankung zu schwächen und eventuell zu beseitigen. Diese Methode wird auch in der Forschung zur Medikamentenherstellung benutzt um die Resistenz der Erreger bzw. des Medikaments gegen eben solche Temperaturschwankungen in Erfahrung zu bringen.

    Am Ende möchte ich noch hinzufügen, dass es sich bei den meisten Methoden um noch nie ausgeführte Vorgänge handelt, daher ist auch nicht bekannt, ob es wirkt oder nicht. Ich bin froh, dass du deine Lieblingsmethode in der Hyperthermie gefunden hast und hoffe für deine Vogelspinnen, dass ihnen nie so etwas zustößt.


    @ passmetheshizzle
    Du scheinst ein sehr ausgeprägtes Wissen über Medizin zu haben. Nun, es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass Vogelspinnen so oft mit Antibiotika behandelt werden, dass sich Erregerstämme bilden konnten die resistent gegen diese sind. Dies kann nur der Fall sein, wenn die Erreger von vornherein die Wirkung des Antibiotikums unterdrücken.


    Vitamin B12-Akte: (für alle die etwas mehr darüber erfahren wollen)
    Vogelspinnen Dyskinetisches Syndrom


    Nun gut, ich werde die Kritiken zur Kenntnis nehmen und mich ein wenig in die Sekundärlektüre einlesen. Vielen Dank trotzdem.
    Nein die Namen u. den Händler wirst du nicht erfahren.

    Lass mal bitte deine Youdoof video´s weg die sind Sinnlos.

    Mit der Vergiftung meinte ich Bolfo u. habe hier im Forum auch schon über Fipronil geschrieben.
    Das es dieses seit anfang des Jahres nicht mehr geben soll ist schwachsinn u. wird von der Firma Bayer immernoch eingesetzt.
    Viele Futtertierzüchter achten bei Milbenbefall nicht auf uns sondern setzen es ein.
    So wie in den von mir beschrieben Fall.

    Zu deinem SH B12 Link. Totaler blödsinn wer alleine mal die Leute kennt die in dem Thread gepostet haben, weiß das da nur eine kurze Haltung von VS dahinter steht.

    Auch wurde da von 1! User gesagt es soll helfen. Belege? Fehlanzeige!

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