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Seltsames Verhalten von Pamphobeteus sp.

Erstellt von SebastianW, 15.10.2010, 17:40 Uhr · 6 Antworten · 2.679 Aufrufe

  1. #1
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    Seltsames Verhalten von Pamphobeteus sp.

    Hallo erstmal!

    Kurz ein paar Infos zum Tier:

    0.1 Pamphobeteus spec. Kolumbien 6
    Körperlänge: 3,5-4cm
    in Besitz seit: ca. 08.09.2010

    Habe seit rund 3-4 Tagen folgendes Problem: Das Tier wirkt total apathisch, reagiert wenig bis gar nicht auf äußere Reize wie Anpusten oder auch Sprühen, sitzt mit unter den Körper gezogenen Beinen in der Dose und die Beine bewegen sich minimal. Außerdem hat man den Eindruck, sie würde versuchen Erde zu fressen. An mangelnder Feuchtigkeit kann es eigentlich m.E. nicht liegen. Der Bodengrund war immer ausreichend feucht (nicht nass) und als ich sie mit den Chelizeren in einen Wassernapf gehalten habe, ist sie mehr oder weniger davon gelaufen. Auch ein feuchtes Küchenpapier schaffte keine Abhilfe. Ich muss dazu sagen, dass sich das Opisthosoma mehr und mehr dunkel gefärbt hat. Sah man sehr gut, da die Glatze sehr ausgeprägt ist. Ich war schon drauf und dran sie in den Gefrierschrank zu packen, habe dann aber vorhin anderweitig gelesen, man solle derartige Tiere in eine trockene Dose ohne alles setzen. Außerdem bestand ja immer noch die Möglichkeit, dass eine Häutung bevorstand, auch wenn das Verhalten äußerst merkwürdig war. Ich dachte mir, was kannst du verlieren? Ich setze sie also rein und sie beginnt äußerst wacklig ein wenig "umherzuwandern". 10 Minuten später schaue ich wieder nach ihr und sie liegt auf dem Rücken. Ob das nur ein Unfall war oder ob sie tatsächlich in die Häutung geht, kann ich derzeit leider nicht sagen, aber ob sie eine Häutung überleben würde, weiß ich auch nicht. Ach noch was: eine der Chelizeren scheint an der Spitze abgebrochen zu sein, keine Ahnung, ob das etwas damit zu tun haben könnte.
    Hat jemand schon mal etwas ähnliches erlebt? Insbesondere das "Fressen" des Bodengrundes?

    Vielen Dank im Voraus! Ich werde natürlich berichten, falls sich etwas tut.

    Gruß Sebastian


  2. #2
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    Hallo!

    Die Frage die ich mir Stelle ist, warum ein Tier bei dem Häutungsmerkmale zu erkennen sind überhaupt angepustet oder gesprüht werden muss. Hat sie wirklich versucht, Erde zu fressen oder hat sie sich nur geputzt? Die abgebrochene Chelizere wird sich mit der nächsten Häutung regenerieren. Da sie auf dem Rücken liegt bleibt Dir aber im Moment nichts anderes übrig als abzuwarten. Auf jeden Fall würde ich sie vorerst in Ruhe lassen.

    LG, Olli!

  3. #3
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    Hallo!

    Der Test auf Reaktion war, als das Opisthosoma erst geringfügig verfärbt war. Kennt man ja, dass schon länger bevor es zur Häutung kommt, sich das Opisthosoma dunkel färbt aufgrund der sich unter der alten Haut nachbildenden Haare. Ein Häutungteppich wurde bis dato nicht gesponnen.
    Geputzt hat sie sich nicht, da die Beine deutlich unter den Körper gezogen waren und das Tier nahezu auf dem Bodengrund auflag. Der Vorgang des "Bodengrundfressens" fand auch ununterbrochen statt. Tarsen und Metatarsen sind/waren voll von Erde und dies wurde auch nicht weniger.
    Im Moment bleibt mir in der Tat nichts anderes als warten, was mich nur verwundert, ist, dass das Tier sich auf dem Rücken um die eigene Achse zu drehen scheint, da ich sie immer wieder in anderer Ausrichtung vorfinde. Wenn es tatsächlich zur Häutung kommt, hoffe ich sie hat noch die Kraft dazu.
    Ich geb bescheid wenn sich etwas ändert.

  4. #4
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    Also mit der Häutung war es noch nicht so weit. Heute morgen lag das Tier mit unter/über den Körper gezogenen Beinen immer noch auf dem Rücken. Ich denke sie ist eher versehentlich auf dem Rücken gelandet.
    Bin zurzeit echt ratlos...

  5. #5
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    Hi,
    das schaut nicht gut aus. Dass sich eine Spinne mit Bodengrund "einsaut" ist nicht normal. M.E. deutet dies auf Parasiten und oder Erkrankung hin?

    Tja. Was nun?. Vielleicht könntest Du ein trockenes Zewa unter die Spinne legen, so dass es ihr leichter fallen könnte, sich zu drehen (wenn sie es denn wollte). Dazu aber bitte weitere Meinungen abwarten, denn das wäre dann ein Stressor mehr. Ich persönlich würde dies aber tun: Spinne ruhig aber konsequent auf dem Rücken liegend in eine andere Dose betten mit trockenem Zewa drunter.

    Genereller Punkt: Reaktionstests sind nicht sehr gewinnbringend. Erkenntnisgewinn ist gering: Reagiert sie, hätte man es auch abwarten können und alles ist gut. Reagiert sie nicht, wird es durch den Stress nicht besser. Vor allem anpusten ist für eine Vogelspinne ein echtes Fiasko was Stress angeht. Es ist ein völlig katastrophales, nicht einzuordnendes Nervenfeuerwerk!!!

  6. #6
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    Hallo!

    Leider hat das Tier die letzte Nacht nicht überstanden. Der dazugehörige Bock wird übrigens unter denselben Bedingungen gehalten und ist frei von jeglichen Symptomen. Wird wohl leider ein Rätsel bleiben woran das Tier gelitten hat...
    Danke euch beiden für eure Hilfe!

  7. #7
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    Huhu!

    Schade das Dein Tier es nicht geschafft hat. Wenn Du magst kann Du die Spinne konservieren und an den Nutzer 'Mark E.' schicken. Der kann Dir vielleicht sagen, woran die Spinne gestorben ist.

    Gruß, Olli!

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