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Thema "Vogelspinnenkrebs"

Erstellt von Daniel&Steffi, 23.11.2010, 16:27 Uhr · 77 Antworten · 31.122 Aufrufe

  1. #11
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    Hi,

    die Art sieht ihr schon ähnlicher, aber auf manchen Bildern kommt es gar net hin. Ich werde es glaub ich mal in den "Vogelspinnen Bestimmung" Teil setzen. Kannst Du mir vielleicht noch etwas zu der komischen Stelle sagen? Bist Du auch der Meinung, dass es sich hierbei um eine Verletzung handelt?

    Liebe Grüße

    Steffi


  2. #12
    Spiderdan Gast
    Hi,

    ein Threat im Artenbestimmungsteil kannst Dir sparen, da kommt nichts bei raus.
    Wie schon erwähnt, E.pulcherrimaklaasi ist es mit sicherheit nicht,
    schon eher in richtung Homoemma spec. blau, wobei bei der bezeichnung ja auch nichts sicher ist was es denn wirklich ist.
    Zu dem gebilde am Abdomen kann ich au nur wie die anderen sagen das es evtl. eine verletzung sein kann.

    Gruss Dani

  3. #13
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    Hi,

    mal angenommen es handelt sich dabei um eine Homoeomma spec. blue..kannst Du mir da vielleicht was zu dem Haltungsparameter sagen?? Finde nichts...

    Liebe Grüße

    Steffi

  4. #14
    YR
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    Blase/Geschwür am Abdomen-Vogelspinnenkrebs?

    Hallo Leute!

    Meine Grammostola pulchra Dame hat sich am Anfang des Monats erfolgreich gehäutet, was mich sehr gefreut hat, da sich das Tier schon seit 2 bis 3 Jahren nicht mehr gehäutet hat. Sie muss schon sehr sehr alt sein, ihre derzeitige Körperlänge sollte so bei 6 bis 7 cm liegen!

    Mir ist nach der Häutung ein sehr sehr schwaches Verhalten aufgefallen, was ja ganz normal ist. Nun aber ist die Häutung schon einige Tage her und ich beobachtete die Dame heute, als sie ein paar Zentimeter gegangen ist. Mir viel sofort auf, dass sie noch schwächer ist, als sie kurz nach der Häutung war. Zudem fiel mir noch das eingeknickte Bein auf, welches ab Metatarsus die meiste Zeit des Gangs nicht bewegt wurde.

    Ich beobachtete das ganze weiter und konnte unterm Abdomen/Opisthosoma ca. 1 bis 1,5cm breite und ca. 3-5mm hohe "Beule" erkennen, welche bis hin zu den Spinnenwarzen gehen.

    Dies veranlasste mich dazu, dass Tier mit dem Spinnengriff aus dem Terrarium zu nehmen um mir das ganze besser anzusehen, um Bilder für diesen Thread zu machen und um die "Wunde" mit feuchten Stäbchen zu säubern. Mein allererster Gedanke war, dass es sich um Erde handeln könnte, aber durch das säubern wurde die "Wunde" immer sauberer und mir ist nun klar, dass es sich dort um nichts normales handeln kann.

    Ich weiß, das Mark E. bei solchen Dingen gerne empfohlen wird, aber ich möchte erstmal alle drauf aufmerksam machen und ihn durch eine PN aufmerksam machen.

    Wo kann ich ihn am besten finden, ist er hier im Forum auch jetzt noch aktiv oder wie kann ich ihn am schnellsten aufmerksam machen?

    Meine Vermutung war, dass es sich auch um einen Pilz handeln könnte, was ja meistens der Fall ist, wenn das Tier zu feucht gehalten wurde.
    Ich bin nicht der Meinung, dass ich das Tier zu feucht halte, dass Terrarium besitzt eine Doppellüftung, genauso wie feuchte und trockene Stellen. Sie nutzte beide Stellen, ziemlich im wechsel.

    Bei einem Pilz, wäre mein erster Gedanke gewesen, dass ich das Tier in eine gut durchlüftete Box setzte, welche mit trockenem Zewa ausgelegt ist und einem Wassernapf, welcher 1 mal die Woche gefüllt wird.

    Bilder sind vorhanden!

    Ich hoffe Ihr könnt mir helfen und mir Tipps geben was ich machen kann und um was es sich dort handelt. Die Gefriertruhe sollte mein letzter Weg sein!

    Mit freundlichen Grüßen
    Yanik Rasche


  5. #15
    Super-Moderator
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    Hi Yanik!

    So wie das auf den Fotos aussieht handelt es sich möglicherweise um den so genannten "Vogelspinnenkrebs", einen Thread dazu findest Du, wenn Du die SuFu benutzt. Ich hoffe ich irre mich und drück Dir die Daumen!

    Grüsse!

    Steffi

  6. #16
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    Moin Yanik,

    also Pilz würde ich jetzt mal ausschließen.
    Lies dich mal, wie Steffi schon sagte, ein zum Thema Behandlung von "Vogelspinnenkrebs", denn
    im Frühstadium ist eine erfolgreiche Behandlung noch möglich.

    Gruß
    Thorsten

  7. #17
    YR
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    Hallo Steffi u. Thorsten!

    Danke Ihr zwei! Ich kenne nun diesen Link hier, um den es um den Krebs geht. Eine Methode ihn zu heilen ist auch dabei, ich warte noch für 1-3Tage, sodass ich alles mögliche an Tipps bekomme und versuche sie umzusetzen.

    Link: Spiderlinge.de :: Login

    Grüße Yanik

  8. #18
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    Moin Yanik,

    ansonsten schreib doch mal Aaron an, der hat das schon praktisch und mit Erfolg
    durchexerziert.

    Gruß
    Thorsten

  9. #19
    Super-Moderator
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    Erfahrungsbericht Vogelspinnenkrebs

    Hallo zusammen,

    ich möchte euch hier einmal meine persönlichen Erfahrungen bzgl.des sogenannten Vogelspinnenkrebs mitteilen, denn leider hatte ich bereits zwei Tiere, die diese Krankheit hatten - eines davon überlebte und lebt immer noch, das andere hat es leider nicht geschafft - ich vermute, da bereits ein fortgeschrittenes Stadium erreicht war.

    Erster Fall: eine etwa vierjährige Brachypelma smithi-Dame.

    Im Juni 2009 habe ich besagte Spinne von einer "Haushaltsauflösung" übernommen (Messies die überstürzt die Wohnung verlassen haben). Die übernommenen Tiere waren wie man sich denken kann alle in einem relativ schlechten, ungepflegten Zustand. Bemerkt habe ich bei der VS sofort eine etwa centgroße Blase auf dem Opisthosoma, etwas oberhalb seitlich der Spinnwarzen. Die Blase war mit bläulichen Adern durchzogen. Wichtig war für mich erst einmal eine ordentliche Grundversorgung des Tieres; die Spinne war extrem schlecht genährt und sah nicht wirklich gut aus.
    Ob es nun an der Blase lag oder am allgemein schlechten Zustand, ich weiß es nicht - jedenfalls verstarb das Tier etwa 10 Tage nachdem ich es übernommen habe. Ich vermute, dass die smithi an einem fortgeschrittenen Stadium von Vogelspinnenkrebs litt. Grund zu dieser Annahme gibt mein zweites Tier, welches offensichtlich daran erkrankt war....

    Zweiter Fall: eine Theraphosa blondi-Dame, genaues Alter unbekannt, jedoch noch nicht adult

    Bei diesem Tier habe ich im März dieses Jahres einen kleinen, etwa stecknadelgroßen, nackten Fleck mitten auf dem Hinterleib entdeckt; Farbe: rötlich-braun. Etwa vier Wochen später war dieser Fleck merklich größer und dunkler. Etwa zwei Wochen später hat sich eine Blase an dieser Stelle gebildet, die offensichtlich mit einer Flüssigkeit gefüllt war. Ab diesem Zeitpunkt verhielt sich das Tier wesentlich träger als es vorher war, die Futteraufnahme wurde komplett eingestellt.

    Der Rat eines befreundeten Tiermediziners: Blase öffnen und behandeln.

    Ich habe die Blase mittels eines Skalpelles geöffnet und trockengelegt
    (Bevor sich jemand aufregt was ich mit einem Skalpell an einer VS rumdoktore - ich bin im Umgang mit Nadel, Faden, Medikamenten und scharfen Messern geübt, ich hab das nicht unüberlegt getan sondern genauestens durchdacht was ich tue)
    anschließend habe ich das Tier zwei Monate lang mit Penicillin G in Form von Penicillin Natrium Streuli behandelt; dies ist ein wasserlösliches Antibiotikum, welches nicht zelltoxisch ist und allgemein oft Verwendung in der Veterinärmedizin findet.

    Nach dieser Zeit begann die Spinne wieder aktiver zu werden; die Blase hat sich nach und nach wieder komplett geschlossen und zurück blieb der anfängliche braun-rötliche Fleck. Nach einer weiteren Häutung etwa drei Monate nach Behandlung war davon überhaupt nichts mehr zu sehen.
    Ich gehe also davon aus dass die Behandlung Erfolg hatte.

    Meine Vermutung ist, dass die Blase erfolgreich aufzustechen ist, solange sich noch keine Äderungen durchziehen; diese sind bei Geschwulsten ja oftmals ein Anzeichen von bösartigen Wucherungen. Bei der smithi war die Blase auch nicht mehr wabbelig und offensichtlich mit Flüssigkeit gefüllt, sondern bereits relativ fest und schon zu einer richtigen kleinen (oder in Anlehnung an die Größe des Tieres: riesigen) Geschwulst ausgewachsen. Wenn es sich bei den Tieren um dasselbe Symptom handelte (kann ich nicht hundertprozentig sagen da ich ja nicht weiß wie es bei der smithi zuvor aussah), dann liegt die Vermutung nahe, dass der Prozess sich von einem Fleck, über eine flüssig gefüllte Blase bis hin zu einer Geschwulst hinzieht, welche offensichtlich dann zum Tod des Tieres führt)

    Das von mir verwendete Antibiotikum ist zur Abtötung bakterieller Keime sowie zur sepsis-vermeidenden Behandlung eitriger und entzündlicher Wunden gedacht, jedoch wird der darin enthaltene Wirkstoff auch als Chemotherapeutika verwendet.

    Kann es sich beim sogenannten Vogelspinnenkrebs um tatsächlichen Krebs im herkömmlichen Sinne handeln? Dieser ist ja normalerweise nicht mit mit dieser Art von Antibiotika alleine in den Griff zu kriegen oder gar "wegzubehandeln".
    Ist diese Krankheit mittlerweile genauer erforscht worden und konnte man mittlerweile eine genaue medizinische Definition hierfür herausfinden?

    Vielleicht ist mein Bericht für den ein oder anderen hier interessant und hilfreich; vielleicht hat jemand anderes ebenfalls schonmal diese Krankheit behandelt und postet hier seine Erfahrungen.

    Gruß
    Tina

  10. #20
    Aaron K. Gast
    Moin!

    Im Großen und Ganzen habe ich es gemacht, wie Frank Schneider es vorschlägt -> SCHNEIDER, F. (2009): Erkrankungen und Parasiten von Vogelspinnen. Terraria 4(5): 20–40

    D.h. ich hab das erkrankte Tier mittels Co2 betäubt, die zu behandelnde Stelle mit Isopropylalkohol (70%) eingeweicht bzw desinfiziert und dann mit Tyrosur eingecremt. Das Nebacetinpuder, welches von Frank vorgeschlagen wird, ist, laut meiner Apotheke, rezeptpflichtig. Daher bin ich auf Tyrosur ausgewichen.
    Nach mehreren Behandlungen hat sich das Tier erfolgreich gehäutet und hat bis heute keine weiteren Anzeichen einer Entzündung, Beule, Krebs - wie auch immer man es nennen möchte..

    Grüße,

    Aaron

    P.s.: hier im Forum gab es einen Benutzer, der das Problem bei einer, ich glaube, T. blondi hatte und auf diese Weise ebenfalls erfolgreich war.

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