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Thema "Vogelspinnenkrebs"

Erstellt von Daniel&Steffi, 23.11.2010, 16:27 Uhr · 77 Antworten · 31.128 Aufrufe

  1. #21
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    Moin,

    @Aaron: Danke für Deinen Bericht, diese Methode war mir bis dato nicht bekannt..

    Das von Dir verwendete Präparat ist ja auch als Puder erhältlich, dieser müsste dann ja auch zur Behandlung in Frage kommen..

    Gruß

    raf


  2. #22
    YR
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    Hallo Aaron!

    Super, danke Dir! Ich werde mein bestes geben, damit es dem Tier wieder besser geht!

    Ich werde berichten!

    Grüße Yanik

  3. #23
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    Hallo,

    ich denke schon, dass ein Pilz involviert sein kann. Tyrosur ist in meinen Augen nicht ausreichend. Ich würde die veränderte Stelle mal genauer in Augenschein nehmen, ggf. mit Wasserstoffperoxid reinigen und dann weiter entscheiden. Meistens gibt es Probleme mit der folgenden Häutung. Ich würde Dir gerne persönlich helfen, aber Oldenburg ist leider ziemlich weit weg und Versand bei dem Wetter auch keine gute Idee.

    Ich hatte auch schon mal ähnliche Fälle, die sich dann als parasitäre Erkrankung entpuppt haben. Manchmal schafft es der Spinnenkörper sogar, die Schlupfwespenlarven abzutöten. Das also auch im Auge behalten.

    Gruß
    Mark

  4. #24
    YR
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    Hallo Mark!

    Danke für Deine Antwort!

    Da ich diesen Thread ja schon vor einiger Zeit hier eingestellt habe und ich durch viele Links mitbekommen habe, dass man sich nicht allzu viel Zeit lassen soll, habe ich das Tier ganz nach Aaron's Methode behandelt.

    Ich war bei einem Arzt, der mir freundlicherweise weiterhilf und mir ein Scapell + Alkohol gab. Nebacetinpuder , welches Rezeptpflichtig war, hätte ich auch bekommen können, aber ich hatte meine Krankenkarte nicht mit, weshalb ich dann auf Tyrosur umsteigen musste.

    Naja, ich habe bei der Operation alles beachtet, was ich gelesen hatte.

    Ich habe eine saubere Box vorbereitet, die ganz steril ist. Der Arbeitsplatz, genauso wie die Geräte waren natürlich Steril. Gummihandschuhe hatte ich von meinem Vater, die er von der Arbeit mitbrachte, da er Polizeibeamter in Bremen ist.


    Ich habe eine gelbe Flüssigkeit, welche teilweise ein wenig dickflüssig war entnommen und habe die Wunde mit dem Tyrosur bedeckt.

    Ich hoffe, dass ich trotz Deines Tipps Mark, den ich ja nun wohl nicht mehr bei diesem Tier anwenden kann, bald wieder ein gesundes Tier vor mir sitzen habe.

    Viele Grüße
    Yanik

  5. #25
    Super-Moderator
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    Hallo!

    Vor 6 Jahren habe ich (unter meinem damaligen Namen STEFANIE SCHNEIDER)
    einen Bericht für die Arachne geschrieben welcher in Heft 3 im Mai 2005
    veröffentlicht wurde. (auf diesen Bericht bezog sich anschliessend in einem anderen Bericht FRANK SCHNEIDER mit welchem ich weder verwannt noch bekannt bin)

    Da das Thema "Vogelspinnenkrebs" immernoch aktuell ist und evtl. nicht
    jeder diesen Erfahrungsbericht "aufm Schirm" hat, schreibe ich ihn
    nochmal für alle Forenmitglieder HIER:

    KRANKHEITSVERLAUF UND HEILUNG BEI EINER AN "VOGELSPINNENKREBS" ERKRANKTEN BRACHYPELMA SMITHI

    Meine ca. 2 Jahre alte B. smithi häutete sich am 18.04.2004 nach 16
    Stunden erfolgreich. Vier Tage nach der Häutung entnahm ich das Tier aus
    seinem Terrarium um es zu fotografieren und bemerkte dabei eine
    unförmige Stelle am Opisthosoma. Der Hinterleib war nicht gleichmässig
    rund geformt sondern zeigte zur rechten Seite hin eine deutliche
    Auswölbung.
    Von unten betrachtet sah ich eine ca. 2 Cent Stück grosse Blase, die
    offensichtlich mit Flüssigkeit gefüllt war und eine brandblasenähnliche
    Form aufwies.
    Nach mehreren erfolglosen Telefonaten mit div. Fachleuten konnte ich
    meinen Büchern entnehmen, dass es sich bei der Erkrankung meiner Spinne
    vermutlich um den sog. "Vogelspinnenkrebs" handelt.
    Der vorhandenen Literatur konnte ich keine Tipps oder Therapievorschläge
    entnehmen (im Gegenteil einer der Ratschläge war das Tier "schmerzlos"
    zu töten). Aufgrund meines Berufes als Tierarzthelferin beschloss ich,
    bei meiner Spinne die gleiche Behandlung zu veranschlagen wie bei einem
    Säugetier.

    Ich begann die Behandlung mit einem Betupfen der betroffenen Stelle
    unter Zuhilfenahme einer Jod-Alkohollösung. Auch nach zwei Tagen trat
    keine Veränderung ein, deshalb punktierte ich die Blase mit einer
    sterilen Kanüle, nachdem ich sie (die Blase) mit Jod-Alkohol desinfizirt
    hatte, und entnahm ihr ca. 0,8 ml Flüssigkeit.

    Die Flüssigkeit war von leicht sämiger Konsistenz, durchsichtig, leicht ins gelbliche gehend.

    Zur Beobachtung setzte ich die Spinne in eine saubere Heimchendose auf
    Küchenpapier und reinigte das Terrarium samt Einrichtung gründlich.

    Am folgen Tag hatte es den Anschein als hätte sich die Blase erneut mit
    Flüssigkeit gefüllt. Die Verfassung des Tieres hatte sich
    augenscheinlich enorm verschlechtert, sie war apathisch, frass nicht und
    hatte die Taster unter den Körper gezogen. Auch an den vier folgenden
    Tagen betupfte ich die Blase 2x täglich mit der Jod-Alkohol Lösung. In
    der Zwischenzeit hatte ich vom Blaseninhalt eine Pilzkultur angelegt.
    Weiterhin bot sich mir die Möglichkeit einer sehr umfangreichen
    bakteriologischen Untersuchung des Punktats, da eine Freundin an einer
    grossen Universität in NRW arbeitet und Zugang zu den Laborräumen hat.
    Aufnahmen der angefärbten Flüssigkeit unter dem Elektronenmikroskop
    brachten kein Ergebnis.

    Ca. eine Woche nach Beginn der Behandlung beschloss ich die Blase mit einem Skalpell zu öffnen.

    Um dem Tier unnötige Schmerzen zu ersparen, legte ich das Tier in einer
    Heimchendose für ca. 10Min. in den Kühlschrank. Den Eingriff begann ich
    mit dem Sterilisiren der Blase mit der J.A. Lösung. Im weiteren Verlauf
    der Operation öffenete ich die Blase mit Hilfe eines sterilen Skalpells.
    Das Öffnen erfolgte durch einen kleinen Schnitt in der Mitte der Blase.
    Anschliessend entfernte ich mit einer sterilen, spitzen Schere einen
    elypsenförmigen kleinen Teil der Blasenoberfläche.

    Aus der Wunde traten ca. 1,5 ml Flüssigkeit aus. Mit einem sterilen
    Wattestäbchen entfernte ich aus der Wundtasche noch einige Partikel,
    die eine körnige Konsistenz aufwiesen.

    Nach Abschluss des vorgenommenen Eingriffs tupfte ich nochmals alles mit
    Jod- Alkohol ab und verschloss die Wunde mit Nebacetin-Puder.

    Fünf Tage lang zeigte sich keine Verbesserung des Gesundheitszustandes,
    doch da die Wunde gut abheilte, unternahm ich keine weiteren Schritte
    sondern beschloss abzuwarten. Am sechsten Tag entnahm ich die Spinne aus
    dem Behälter und stellte erfreut fest, dass sie sich zum ersten Mal
    energisch mit Hilfe von Brennhaaren und Beißversuchen zur Wehr setzte.

    Nachdem das Tier in sein Terrarium zurückgekehrt war, erbeutete es zwei
    Grillen. Mein Eingriff trug also offensichtlich positiv zum Überleben
    der Spinne bei. Ich bin gerne bereit weiter Informationen über die
    Behandlung zur Verfügung zu stellen und würde ausserdem jederzeit den
    Eingriff bei anderen betroffenen Tieren wiederholen, ohne jedoch die
    Verantwortung für den Ausgang des Eingriffes zu übernehmen. Ein Risiko
    besteht bei jeder OP und deshalb können die Tiere möglicherweise an
    Hämolympheverlust, Schock oder Infektionen sterben.

    Später erhielt ich die Information, dass sowohl der Pilzbefund als auch
    die bakteriologische Untersuchung negativ ausgefallen sind, d.h. es
    befanden sich weder Pilze och Bakterien in dem eingereichten Punktat.
    Eine Virenerkrankung konnte jedoch NICHT ausgeschlossen werden.

    Die Spinne verhielt sich in den folgenden Wochen normal, frass 2x pro
    Woche ein bis Grillen und häutete sich 9 Monate später ohne Probleme.
    (man konnte eine "Narbe" an der Stelle sehen wo vorher die Blase war).

    3 weiter Häutungen waren nötig um die "Stelle" völlig verschwinden zu
    lassen, die Spinne selbst - früher ruhig und gelassen - war jetzt
    allerdings eine Furie die bei kleinsten "Aktionen" z.B. Wassernapf
    entnehmen etc. mit Brennhaaren "um sich warf" ob das ein Zufall ist oder
    ein Hinweis auf ein Erinnerungsvermögen bei Vogelspinnen vermag ich
    nicht zu beurteilen.

    Ich bin der Meinung dass auch eine Spinne (solange wir es nicht besser
    wissen...) nur ein Leben hat und wir sollten auch in solchen
    Situationen alles versuchen es zu erhalten.

    Grüsse!

    Steffi

  6. #26
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    hi....

    @ steffi:..ich würde den beitrag ja gern bewerten..doch da ich so selten bewerte, läßt mich das system nicht..hab dir wohl irgendwann mal nen punkt gegeben und noch keine 10 dazwischen erreicht^^
    also dann auf diesem weg danke für die erläuterung...vielleicht kann der eine oder andere, mit etwas geschick und glück, seinem tier so das leben retten.

    interessant find ich auch, dass es die befunde zu dem punktat beide negativ waren.
    ebenso die konsistenz des blaseninhaltes.

    prima, dass alles so gut geklappt hat..das läßt hoffen, wenn es mal ein eigenes tier betrifft.

    grüßles, nicole

  7. #27
    YR
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    Hallo Steffi!

    Danke für den Bericht! Ich habe diesen schon in dem neuem VS Forum gelesen, da mir jemand den Link zu Deinem Bericht schickte.

    Aaron's und Deiner sind echt super, haben mir beide echt gut geholfen, da es nun für Mark's Tipp zu spät ist.


    Ich danke Allen, die mir geholfen haben!

    Grüße Yanik

  8. #28
    Super-Moderator
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    Hi Yanik!

    Schön zu hören dass Du es versuchst, ob die Behandlung hilft oder nicht wird sich zeigen , ich glaube dass verschiedene Erreger die Blasen die wir "Vogelspinnenkrebs" nennen verursachen. Zwar waren die Tests auf Bakterien und Pilze in "meinem Fall" negativ, das bedeutet aber nicht dass das immer der Fall sein muss. Ich glaube aber dass Viren eine Rolle spielen vielleicht versuchst Du mal eine Behandlung mit "Zovirax" falls es sich nicht bessert.
    Das schlimmste ist wenn man nichts macht und zusieht wie das Tier eingeht oder aufgibt und es sofort "erlöst", natürlich kann die Spinne auch noch nach der Behandlung an den Folgen sterben aber Du hast es wenigstens versucht und Du hast auf jeden Fall "Eier" denn als Laie sein eigenes Tier zu operieren ist was anderes als ein Pülverchen ins Wasser zu schütten....
    Ich drücke Dir die Daumen!!
    Viele Grüsse!

    Steffi

  9. #29
    Registriert seit
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    51
    hey,

    Es gibt da 2 möglichkeiten für diesen zustandt:- Die spinne hat ein symptom der geburt, um dass fest zustellen müsstest du wissen ob sie schon so war als du sie gekauft hast.
    - Oder die spinne ist unglücklicherweise auf eine spitzen gegenstandt gekrabellt, um dass zu überprüfen empfehle ich dir 2 dinge: erstens du versuchst sie hoch zu heben oder sie dazu zu bringen die scheibe hoch zu klettern um zu schauen ob daran frisches blut liegt....


    MFG lucas

  10. #30
    Lina-Marie Gast
    ????????????

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