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Dringend - Vogelspinnen sterben eine nach der anderen

Erstellt von Diana2018, 08.12.2018, 14:28 Uhr · 4 Antworten · 674 Aufrufe

  1. #1
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    Dringend - Vogelspinnen sterben eine nach der anderen

    Hallo,
    ich brauche dringend einen kompetenten Rat.
    Ich halte seit Ende 2015 Vogelspinnen und hatte bisher auch nie Probleme mit meinen Pfleglingen.
    Vor gut drei Monaten starb mir dann plötzlich ein Tier. (Eine Cyriopagopus spec. Hati Hati) Sie hatte Milben und alle Versuche, diese loszuwerden scheiterten leider.
    Zudem hatte sie ein ganz eingefallenes Opisthosoma.
    Eine weitere Ausbreitung der Milben konnte ich verhindern aber es sind mir seitdem noch weitere 9 Vogelspinnen verstorben.

    Ich bin am verzweifeln und weiß nicht, wie ich meine restlichen Tiere retten soll.
    Es trifft auch augenscheinlich gesunde Tiere, ohne eingefallenes Opisthosoma. Das waren bisher zwei.
    Die anderen verstorbenen hatten ein eingefallenes Opisthosoma, aber sahen sonst gut aus.
    Kein Schleim an den Chelizeren / der Mundöffnung und auch keine Kotverschmierungen hinten.
    Sie „trocknen“ trotz ausreichendem Nahrungsmittel- und Wasserangebot einfach aus, ziehen die Beine unter den Körper und sterben.
    Gegenwärtig verendet mir scheinbar das nächste Tier, eine Hysterocrates Hercules.
    Ich habe sie gestern bei der Fütterung geschwächt vorgefunden.
    Ihr Opisthosoma ist eingefallen, schrumpelig und sie zieht die Beine zum Körper hin. Wenn sie läuft, sieht es aus, als wäre sie geschwächt und als würden die Beine beim laufen „weg knicken“.
    Ich gab gestern noch zwei Heimchen ins Terra, eins hat sie getötet, aber nicht ausgelutscht, das andere Heimchen sitzt heute „benommen“ in einer Ecke und rührt sich nicht mehr.
    Es scheint als würde das gleiche, was meine Spinnen tötet auch die Heimchen befallen und töten.

    Alles fing vermutlich damit an, dass ich meine Futtertiere wo anders holen musste, als sonst.
    Bei dem neuen Anbieter kaufte ich sie jetzt schon seit einigen Monaten, anfangs war alles gut, aber einmal hatte ich wohl offensichtlich Pech und es war etwas nicht in Ordnung.
    Habe die letzten Futtertiere dieses Anbieters vernichtet und kaufe jetzt wieder wo anders. Sie scheinen in Ordnung.

    Neuzugänge hatte ich seit 2016 nicht mehr.

    Auf Anraten, des Züchters meines Vertrauens habe ich die Hercules nun trocken in eine Dose auf Zewa gesetzt und eine Wasserschale angeboten.

    Dabei fiel auf, dass sie rötlichen Schleim ins Zewa geschmiert hat. Woher auch immer.
    Dies legt nun wohl den Verdacht nahe, dass es Nematoden sein könnten.

    Ich kann mir gleich Panacur besorgen und versuchen, damit zu behandeln.
    Laut Züchter soll ich es ins Wasser geben.
    Ich fürchte nur, sie ist bereits zu geschwächt, um es zu trinken und es ist zu spät.

    Habt ihr noch weiter Tipps, was ich noch tun kann, um nicht noch mehr Tiere zu verlieren?
    Überträgt sich das von Terra zu Terra, oder hat sich jedes Tier einzeln über das Futter infiziert?

    Es ist ein Trauerspiel. Die Hercules war meine Lieblingsspinne, ein so stolzes und schönes Tier und nun geht es ihr so schlecht.

    Danke fürs lesen.

  2. #2
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    195
    Da blutet einem das Herz wenn man sowas liest.Sollte es sich wirklich um Nematoden handeln,musst du auf jeden Fall alles (Erde Terra,Kork,Schale usw.)Vernichten bzw. desinfizieren!Die werden nämlich durch blossen Kontakt übertragen.Ich würde egal worum es sich handelt alle restlichen Spinnen in aus ihren Terrarien in eine Dose setzen und alles reinigen.Dann warten welche eingehen und die restlichen zurücksetzen.
    Bereits mit Nematoden befallene Spinnen kann man meines Wissens nach nichtmehr heilen.

  3. #3
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    Hallo
    wenn du >jedes< Tier mit den gleichen Futtertieren versorgt hast kann es natürlich sein das die Gefahr besteht ..
    Ich rate dir ebenfalls alle Tiere aus den Terrarien zu fangen und diese für die nächsten Wochen zu beobachten.
    Grundreinigung der Terras,Erde in den Müll,Pflanzen+Kork etc abwaschen bzw Kork in den Backofen.
    Wo hast du die Futtertiere gekauft und um welche Tiere handelt es sich da ? Heimchen?
    Hast du dir die Futtertiere vorher mal angeschaut?
    Bitte kuck dir mal ganz genau die Erde an in den Terras,sind dort Milben oder kleine Würmer zu sehen?

  4. #4
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    2
    Hallo,
    Danke für eure Antworten.
    Ich bin dabei, alle Terrarien auszuräumen und mit kochendem Wasser zu überschütten, um sie zu desinfizieren.
    Kann ich auch ein Desinfektionsmittel nehmen? Ich habe Bacilol, Sagrotan, oder Sterilium hier.
    Oder reicht das mit dem kochenden Wasser?

    Leider habe ich nicht ausreichend viele Plasik Dosen hier, daher kann ein Teil der Spinnen erst morgen in Dosen umziehen.
    Muss dann vom Züchter noch welche besorgen.

    Was mache ich mit den Baumbewohnern? Deckeldose und was gebe ich am besten als Unterschlupf rein?

    Was meint ihr, wie lange sie in den Dosen bleiben müssen?

    Reicht es, sie dann so an verschiedene Orte in der Wohnung aufzuteilen, oder muss ich die Dosen auch jeweils noch beleuchten? Ich habe 22 Grad in der Wohnung.
    Normalerweise sitzen sie in beleuchteten Terrarien in einem Regal.

    Die Futtertiere waren große Heimchen, die ich bei einem Terraristik Laden in Recklinghausen gekauft habe.
    Er verkauft Futtertiere eines großen Vertriebs, der viele Zooläden beliefert.
    Ich weiß nicht, ob ich hier Namen nennen darf.
    Ich beobachte die Futtertiere vorher erst immer einige Tage, bevor ich sie in eine Fauna Box umsetze und dann nochmal einige Tage später verfüttere.
    Sie schienen okay zu sein. Zwei Heimchen waren tot, was ich auf den Transport schob. Ca. 4 Tage, nachdem ich sie in die Fauna Box umgesetzt hatte, habe ich gefüttert, da war scheinbar alles gut.
    Nach ca. einer Woche entdeckte ich dann auf dem Deckel der Fauna Box eine „staubige Schicht“. Teils auch um die Box herum im Regal.
    Bei genauerem hin sehen stellte ich dann fest, dass es kein Staub war. Es waren Milben und sie kamen aus der Faunabox.
    Ich habe sofort alle Heimchen vernichtet und später auch das Regal entsorgt, in dem die Futtertiere standen, da ich trotz drei Mal alles abwaschen noch immer vereinzelt Milben gefunden habe.

    Zeitgleich starb mir die erste Spinne, die oben erwähnte Hati Hati mit Milben und dem eingefallenen Opisthosoma.

    Die Milben haben sich zum Glück nicht weiter ausgebreitet und die anderen verstorbenen Spinnen hatten keine, sondern „nur“ das eingefallene Opisthosoma und waren stark geschwächt.

    Ich habe vorhin alle Terrarien durchgesehen. In der Erde konnte ich keine Milben entdecken. In einer BraPlast Dose von einer juvenilen Monocentropus balfouri waren jedoch drei kleine weiße Würmchen an der Plastikwand an einer Stelle hinter dem Kork, wo es vom sprühen von vorgestern noch etwas feucht war.
    Was kann das sein?

    Die Hercules, der ich gestern die verdünnte Panacur Lösung gegeben habe, hat gestern noch drei mal an ihrer Wasserschale gesessen und getrunken.
    In der Nacht hat sie sehr viel rot-Bräunliches Sekret ausgeschieden. Das ganze Zewa war damit durchtränkt und in der Wasserschale waren Verunreinigungen. Irgendwelche dunkelbraunen kleinen Stückchen.
    Ich habe alles gereinigt und die Panacur Lösung erneut angeboten, aber ich denke, es ist aussichtslos und sie wird mir sterben.
    Mir blutet das Herz, sie so zu sehen und ich bin verzweifet und hoffe, ich kann meine anderen Tiere retten.

    Einige juvenile Spinnen und eine kleine Eresus spec. haben nicht von den großen Heimchen gefressen. Sie hatten kleinere Futtertiere aus anderen Boxen und ich hoffe, sie wurden somit nicht infiziert.

  5. #5
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    195
    Also,ich denke da du nicht sicher sagen kannst ob es sich um Nematoden oder anderes handelt solltest du auf Desinfektionsmittel anstatt kochendem Wasser zurückgreifen.Laut einem guten Freund der Biologe und auch Terrarianer ist ist kochendes Wasser nicht 100% safe!!!
    Was deine Baumbewohner angeht:Ich halte meine Slings bis zur Endterragrösse in 2 bzw. 2,5 L Colaflaschen die ich oben abschneide und mit doppeltem handelsüblichem Fliegennetz (das für die Fenster) verschliesse.Da ich nicht weiss wie groß deine Baumspinnen sind kann ich auch nicht sagen ob das für dich in Frage kommt.
    Ich würde alle Tiere in der Wohnung so verteilen das die chance auf parasiteren überlauf so gering wie möglich gehalten wird.Selbstverständlich macht es auch Sinn seine Pinzette gründlich und vor allem nach jedem eingriff in ein Terrarium zu desinfizieren.
    Die Dauer der Quarantäne sollte zwischen 6 und 8 Wochen liegen.
    Evtl. solltest du die verendeten Spinnen mal untersuchen bzw. aufschneiden.Sollten sich in ihr kleine Würmchen befinden die sie von innen auffressen so handelt es sich wohl wirklich um nematoden.
    Allgemein rate ich dir für die Zukunft,kauf dir einen Zuchtansatz Futtertiere und züchte selbst.Bei der Menge an Spinnen die ich da so rauslese lohnt sich das definitiv.Ich züchte seit knapp einem Jahr Blaptica Dubias und bin komplett zufrieden.Ich weiss was die essen,wie sie leben und das sie gesund sind.Alle paar Monate gebe ich mal ein paar an befreundete Spinner und hatte seitdem keine Probleme oder Gedanken an Parasiten jeglicher Art.
    Ich hoffe das sich wenigstens deine augenscheinlich Unbefallenen Tiere als Gesund entpuppen und du so wenig ausfälle wie möglich hast.

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