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Lichtdichtes Versteck unabdingbar?

Erstellt von Methabolica, 03.05.2016, 14:24 Uhr · 5 Antworten · 569 Aufrufe

  1. #1
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    Lichtdichtes Versteck unabdingbar?

    Hallo,

    lang nicht hier gewesen. Ich bin Wiedereinsteiger in die Vogelspinnenwelt. Vor ca. 10 Jahren hatte ich das Hobby aufgegeben. Alles gut soweit. Aber was Verhalten und Handling betrifft, fühle ich mich fast wie ein Anfänger. Seit gestern halte ich ein P. Ornata Weibchen von gut 3 cm.

    Der Einzug in ihr Übergangsterrarium (12x15x25) verlief recht gut. Sie reagierte jedoch auf jede Bewegung mit typisch flotten Sprints. Das Handling in einem so kleinen Terrarium ist immer schwierig für mich, weil man die Falltür kaum zu bekommt, wenn die Transportbox so groß ist. Es gab eine Situation, in der das Unterfangen hätte schief gehen können.

    Zum Thema:
    Haltet ihr es unbedingt notwendig ein fertiges, lichtdichtes Versteck anzubieten? In der rechten Ecke hat sie eine senkrecht aufgestellte, leicht gerundete Korkrinde (keine Röhre), die sie schnell annahm. Die Seiben sind nicht verklebt o. Ä. Seit das nebenstehende Terrarium in den Testbetrieb ging, wurde das ornata Versteck mit Licht durchflutet. Zwar versuchte ich so gut es ging Dunkelheit zu spenden, aber ihr Verhalten änderte sich rasch:

    Jetzt ist sie mit dem Ausbau des Verstecks beschäftigt und macht die Höhle oben mit Bodengrund zu. Ob das Tier das transparente Glas auch lichtdicht macht, weiß ich noch nicht. Spinnen haben nun mal keine Augenlider, da hätte ich es auch lieber mal stockdunkel.

    Jetzt mach ich mir Gedanken ob es der Spinne unzumutbar ist oder ob ich sie unnötig vermenschliche. In Ihrem Endterrarium kommt definitiv eine Korkröhre oder Rinde in Kombination mit einer Rückwand.

    Wie denkt ihr darüber?

    Vielen Dank schon mal und beste Grüße

    Metha


  2. #2
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    Moin Metha,

    also meine Pocis haben alle Lichtdichte Verstecke. Hab da das Gefühl das sie das lieber mögen. Bei meiner kleinen P. metallica habe ich aber auch nur an der Seite ein kleines Korkstück angebracht und da webt sie sich kräftig drin ein also denke ich das das mit kleineren kein Problem ist.

    Gruß Finn

  3. #3
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    Hallo,

    Also meine Poecilotheria's haben alle eine Korkröhre die blickdicht (innen dunkel) ist die hat auch jede angenommen,ich glaube das sie sich auf alle Fälle in einem dunkleren Versteck wohler fühlen,egal welche Grösse die Spinne hat.

    Ich bin aber am überlegen ob ich in die “neuen“ Terrarien die Röhren halbiere,aber so das Licht von oben nicht stört ist klar,der Grund ich möchte in nächster Zeit verpaaren und wenn die dann einen Kokon bauen sieht man absolut nichts und entnehmen(sollte es nötig sein) ist auch schwer (wie die Vergangenheit zeigte)da die Röhren die ich verwende ca.45-50 cm lang sind.

  4. #4
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    Hallo

    Ich halte gerade für die kleinen ein dunkles Versteck für sehr angebracht. Die leben auch in der Natur meist viel versteckter als adulte Exemplare und wenn man der Spinne einen relativ Dunklen Ort vorenthält, kann es sein dass sie noch scheuer wird als eh schon, oder aber sie wird irgendwann "aggressiv".

    Da können dann wieder tolle Youtube Videos von Aggressiven Spinnen entstehen.

  5. #5
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    Danke für Eure Einschätzung. Hätte ja auch sein können, dass es heißt "es in ein Wildtier - das wird auch mit ungünstigen Bedingungen klar kommen müssen".

    Ich hatte mir ihre Mühen gestern noch 2 Stunden mit angesehen. Als ich eine dicke Pappe zwischen ihrem Versteck und der Lichtquelle steckte, kam sie zur Ruhe. Wobei es auch mit natürlichem Verhalten zusammenhängen kann. Alles zu außer ein Eingang/Ausgang am Boden so wie es für diese Art üblich sein soll.

    An eine Beeinflussung der Verhaltensweise glaube ich auch. Nicht alle Theraphosen sind zickig und nicht alle smithis "handzahm". Man kann den Tieren bestimmt zeigen, dass nicht immer zu Störungen/Gefahren kommt, wenn sie draußen sind. Und Ihnen das Gefühl geben in ihrem Versteck sicher zu sein. Wenn sie ihren Rückzugsort eh schon als unsicher einschätzen, bleiben sie eher auf der Position und stellen sich auf anstatt in das traute Heim zu fliehen. "Erziehung" in Gattungstypischen Beschränkungen (z. b. P. Murinus.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Methabolica Beitrag anzeigen

    An eine Beeinflussung der Verhaltensweise glaube ich auch. Nicht alle Theraphosen sind zickig und nicht alle smithis "handzahm". Man kann den Tieren bestimmt zeigen, dass nicht immer zu Störungen/Gefahren kommt, wenn sie draußen sind.
    Ne!

    Es gibt einfach Tiere die bleiben eher ruhig und sitzen (Ich gehe hier davon aus, dass sich einige der bunten arten auf Tarnung/Abschreckung verlassen) und dann gibt es nervöse Tiere die sofort verschwinden, in all den Jahren hat sich dieses Verhalten aber nie grundlegend geändert(Außer dass Spinnen mit zunehmender Größe oft auch etwas weniger ängstlich reagieren).
    Vor allem wie soll dies passieren? Ich lass meine Tiere in der regel in ruhe und öffne die Terrarien nur wenn ich alle 2 Wochen mal füttere, meinst du wenn irgendwas alle 2 Wochen mal passiert gewöhnt sich ein Tier daran? Da müsste man es schon tag für tag und sogar mehrmals am tag machen und dies würde nur Stress für die Spinne bedeuten.
    Es wäre sehr dumm wenn sich eine Spinne ihren angeborenen Instinkt abtrainiert. Das könnte in der Natur ganz ganz schnell den tot bedeuten, denn so schnell kann eine Spinne gar nicht unterscheiden ob es ihr "Herrchen" ist, oder ob es dann doch ein Prädator ist, der sie fressen will. Das basiert alles auf purem Instinkt.


    Und zu deiner anderen These.

    Natürlich sind nicht alle Theraphosa zickig, aber alle die du in einem normalem Terrarium ohne versteck hältst, die werden ihr Verhalten ändern und nicht mehr ihr natürliches Verhalten zeigen. Da geht die Bandbreite von "In die ecke kauern", bis zu "Aggressiv gegen den Eindringling vorgehen".
    Genauso wird sich auch die "Handzahme" smithi in ihrem Verhalten verändern wenn du ihr kein richtigen Rückzug bietest.

    Aber verrate dir doch mal, wie du ein rein Instinktgesteuertes Tier zeigen willst, dass nicht immer Gefahren kommen? Um bei deinem Beispiel zu bleiben. eine murinus die aus ihrem Versteck geholt wird ist oft Außerordentlich reizbar, hat sie aber ihr Versteck, dann ist auch diese Gattung oft Lammfromm und ich sammel selbst Futterreste direkt vor ihrer Tiefen höhle auf.

    Grüße

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