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Monocentropus balfouri Eier noch zu retten?

Erstellt von Fusselliese, 14.07.2017, 22:30 Uhr · 9 Antworten · 323 Aufrufe

  1. #1
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    Monocentropus balfouri Eier noch zu retten?

    Hallo

    heute habe ich bei meinem M. balfouri-Clan gesehen, dass diese einen Kokon an einem ihrer Gespinst-Ausgänge abgelegt haben. Da ein Kokon bei dieser Art eigentlich hängen sollte, habe ich den herumliegenden Kokon mit der Pinzette vorsichtig an einem Zipfel heraus genommen und ihn mir näher angesehen. Im Kokon befand sich ein winziges Loch, durch das eine weiße Assel heraus kam.

    Da der Kokon also schon von den Spinnen aussortiert wurde und auch schon beschädigt war, habe ich ihn aus Neugier einmal geöffnet und entsprechend Eier da drin gefunden. Zwei weiße Asseln und ein winziger Hundertfüsser, der wohl durch die Walderde in das Terra gekommen war waren ebenfalls drin.

    Alles Krabbelnde habe ich jetzt entfernt, die Frage ist nur ob es sich jetzt lohnt zu Versuchen die Eier doch irgendwie zum Entwickeln zu bringen. Zum einen sind durch die Krabbeltiere ja sicher auch Keime mit an die Eier gekommen, zum anderen füttern die M. balfouri ihre Jungtiere ja auch, so dass eigentlich überall davon abgeraten wird die Kokons bewusst bzw geplant zu entnehmen und künstlich zu zeitigen. Andererseits ist bei mir ja mehr oder weniger eine Notsituation aufgetreten, und ich finde es immer irgendwie schade, wenn man nicht wenigstens versucht Leben zu retten. vielleicht bekommt man ja doch ein oder zwei Tierchen durch.

    Ich habe hier (https://www.spiderstars.de/zucht-und...ng-des-kokons/) eine Anleitung zum Bau eines Inkubators gefunden. Wenn Ihr aber sagt, dass die versuchte Aufzucht eh auf gar keinen Fall klappen wird, würde ich mir das Geld für die Behälter bzw das Vermiculite auch sparen. Wie alt der Kokon ist weiss ich übrigens nicht.

    Weiß hier jemand Rat?
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  2. #2
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    du siehst doch schon auf dem Bild, dass Prälarven schlüpfen. Balfouris sind da eigentlich ein Spezialfall, da sie eine der Wenigen Vogelspinnenarten sind, bei denen die Mutter die kleinen füttert - somit war es schon ein kleiner Fehler in rauszunehmen. Vesuche es doch einfach mal mit dem Inkubator - wenns klappt, dann ist es ja gut. Was du aber später auf jeden Fall vermeiden solltest, ist die Tiere in der 1. oder 2. FH zu vereinzeln. Das geht bei Balfouris sehr oft schief bzw. vereinzelte Balfouris wachsen anfangs langsamer und gehen sehr oft ein im Vergleich zu Tieren, die in der Gruppe aufgezogen werden. Die kleinen Teilen sich ihr Futter auch...

  3. #3
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    Wie oben beschrieben habe ich den Kokon nur rausgenommen, weil der von den Elterntieren ja quasi verstossen wurde. Zudem wanderten durch ein Loch im Kokon die Asseln schon ein und aus. Ich denke unter diesen Bedingungen ist es gerechtfertigt den Kokon zu entnehmen. Die Asseln sind ja eigentlich das Aufräumkommando für Aas und und Ausscheidungen und pflanzliche Rückstände. Sieht man diese in den Kokon rein und raus laufen, ist es nicht verkehrt davon auszugehen, dass innen was nicht in Ordnung ist. Was genau kann man zum einen nur sehen, wenn man den Kokon öffnet, zum anderen lassen sich nur so Asseln und co entfernen, die womöglich noch gesunde Eier sonst aufgefressen hätten. Ich habe mir also schon einige Gedanken gemacht, bevor ich den Kokon entfernt habe und den nicht einfach so rausgenommen, weil mir gerade danach war.

    Ich habe die Eier heute morgen in den Inkubator überführt und schaue was bei raus kommt. Der Rest mit der Fütterung und der Gruppennhaltung ist bekannt. Falls sich Jungtiere entwickeln, werde ich sie erst mal alle zusammen lassen und anfangs mit getöteten etwas angedrückten Heimchen füttern. Es sind jetzt auch nicht so arg viele Eier, ich habe 22 gezählt.

  4. #4
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    Sehen die Eier in real auch so grau aus? Eigentlich sollten sie gelb sein, denke ich. Wenn die Weibchen den Kokon ablegen ist das meist ein Zeichen, dass etwas mit den Eiern nicht okay ist.

  5. #5
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    Teilweise sehen sie grau aus, teilweise aber auch noch schön hellgelb. Ich gehe nicht davon aus, dass sich - wenn überhaupt - da viele Tiere draus entwickeln werden. Ich habe beschlossen die Sache jetzt die nächste Woche über zu beobachten. Ich werde dann ja sehen ob die Eier sich alle grau oder gar schwarz verfärben, was ein sicheres Zeichen dafür ist, dass sie abgestorben sind. Vielleicht haben aber auch einige der Kleinen einen guten Schutzengel und zwei oder drei kommen durch. :-)

  6. #6
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    Was ist eigentlich mit dem Einen, wo da schon Beine zu sehen sind? Bewegt der sich?

  7. #7
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    Nein. Laut dem Buch "Biologie der Spinnen" von Rainer F. Foelix ist das das Stadium der Prälarve, die allerdings auch nicht beweglich ist. Es sind inzwischen mehrere Prälarven zu sehen. Andere Eier sind wiederum schwarz geworden, diese sind wohl leider abgestorben ( siehe Foto von heute). Die, die nach Prälarven aussehen haben aber noch recht helle Farben. Ich warte noch weiter ab, fotografiere täglich und vergleiche dann direkt die Veränderungen. Dann gibt es auf jeden Fall kein "ich glaube, da ist was anders" sondern direkte Beweise für Veränderungen, welcher Art auch immer sie sein mögen.

    Bei den schwarzen Eiern traue ich mich im Moment nicht sie mit der Pinzette zu entfernen, weil alles so winzig ist und ich Angst habe an die hellen Dinger zu kommen, die ja womöglich doch noch leben. Ich hoffe nur die Gammeleier stecken andere nicht mit Gammel an
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  8. #8
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    Aktueller Zwischenstand:

    Von den 22 Eiern sind inzwischen viele schwarz und matschig geworden. Übrig geblieben sind 5 Larven, die mit etwas Glück noch was werden. Ich beobachte weiter.
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  9. #9
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    Neues Update: das erste Tierchen zappelt seit heute etwas mit den Beinen. Die Entwicklung läuft also weiter und noch ist was am Leben. Das ist natürlich noch keine Garantie, dass die auch erwachsen werden, aber bisher hat sich der "Aufwand" gelohnt und es war richtig den Kokon nicht gleich zu entsorgen, obwohl er beschädigt war und von den Elterntieren verstossen wurde.

  10. #10
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    Na dann herzlichen Glückwunsch. Hoffentlich klappt es - drücke dir die Daumen und danke furs updaten

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